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Kleinaitingen

15.03.2019

Kein Stacheldraht für den geplanten Solarpark

Große Photovoltaikanlagen, wie diese hier auf dem Lechfeld, werden von einem Zaun begrenzt, der aus versicherungstechnischen Gründen mit einem Übersteigschutz versehen ist. Bei dem neuen Solarpark in Kleinaitingen soll dafür kein Stacheldraht verwendet werden.
Bild: Carmen Janzen (Archiv)

In Kleinaitingen soll nahe der B17 ein Sondergebiet für Photovoltaik entstehen. Ein Landschaftsarchitekt stellt dem Gemeinderat nun Details des Projekts vor.

Knapp zwei Hektar ist das Areal zwischen der Kleinaitinger Ulrichstraße und der Bahnlinie unweit der B17 groß. Auf diesem bisher intensiv landwirtschaftlich als Wiese genutzten Bereich möchten die Lechwerke in Zusammenarbeit mit der Firma Volllast einen Solarpark errichten. Ernst Löcherer vom gleichnamigen Planungsbüro Löcherer + Ryll erläuterte dem Kleinaitinger Gemeinderat nun Details zu dem Vorhaben.

Die Lechwerke planen demnach eine Freiflächen-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,25 Megawatt. Die CO2-Einsparung beträgt laut Löcherer innerhalb von 40 Jahren rund 300000 Tonnen. „Solche Photovoltaikanlagen sind ein ganz wesentlicher Beitrag für den Klimaschutz“, sagte Löcherer. Die Modulanlagen werden dabei maximal 3,6 Meter über den Boden ragen, genauso hoch darf das zu errichtende Elektrogebäude werden. An der Südseite des Gebiets wird die Anlage durch eine Zufahrt über den bestehenden Feldweg erschlossen.

Maximal 1,2 Hektar der knapp zwei Hektar großen Fläche auf Kleinaitinger Flur darf überbaut werden. Löcherer vermutet, dass es aber weniger werde. Am Höhenniveau des leicht welligen Geländes werde nichts verändert, ebenso bleibe die Wiese als Untergrund bestehen, sagte Löcherer auf Nachfrage des Gemeinderats.

Kein Stacheldraht für den geplanten Solarpark

Eine Hecke und ein hoher Metallzaun für die Photovoltaikanlage

Die Photovoltaikanlage wird von einer 5,5 bis 6,5 Meter breiten und 0,36 Hektar großen Ausgleichsmaßnahme umgeben. Auf dieser werden fünf Bäume sowie eine bis zu dreireihige, teils durchgehende Hecke gepflanzt. Zusätzlich wird ein bis zu 2,5 Meter hoher Metallzaun samt Übersteigschutz das Sondergebiet Photovoltaik umgeben. Diese Maßnahme sei aus versicherungstechnischen Gründen erforderlich, erklärte Löcherer. Dabei soll auf Stacheldraht verzichtet werden, darin waren sich der Gemeinderat und der Landschaftsarchitekt einig. Auf Nachfrage von Zweitem Bürgermeister Artur Dachs, der zugleich Bobingens Polizeichef ist, erklärte Löcherer, dass es seiner Erfahrung nach keine Probleme mit Vandalismus oder Diebstahl bei Solaranlagen mehr gebe. Dafür seien die Module inzwischen zu günstig.

Kleinaitingen entsteht durch den Solarpark keine Kosten

Der Gemeinde entstehen durch den Bau, den Betrieb und den eventuellen Rückbau des Solarparks keine Kosten, dies ist vertraglich geregelt. Entscheidend für den Solarpark-Standort war die verfügbare Fläche sowie die Einspeisevergütung in Höhe von 8,33 Cent pro Kilowattstunde, da die Fläche den 110-Meter-Bereich eines Schienenwegs umfasst. Zudem sei der durch Bahnlinie, Bundesstraße und Fluglärm vorbelastete Standort, der bisher als Konzentrationsfläche für den Kiesabbau definiert ist, laut Umweltbericht ökologisch wertarm. Durch das geplante Vorhaben seien demzufolge keine erheblichen nachteilligen Umweltauswirkungen zu erwarten.

Der Gemeinderat stimmte sowohl dem Vorentwurf der fünften Änderung des Flächennutzungsplans sowie dem Vorentwurf für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 21 „Solarpark an der Ulrichstraße“ einstimmig zu.

Jugendzuschuss bleibt bei 30 Euro

Der Kleinaitinger Gemeinderat beriet kurz über den Jugendzuschuss an die örtlichen Vereine. Dieser wurde im Jahr 2017 von 20 auf 30 Euro pro Kind beziehungsweise Jugendlichen angehoben und wird in diesem Jahr unverändert hoch bleiben – das entschied der Gemeinderat einstimmig.

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