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Tiere

21.02.2012

Keine Bestätigung für Köder-Attacken auf Hunde

Hundehalter sollten derzeit ihre Tiere im Bereich der Königsbrunner Heide an der Leine führen. Drei Hunde mussten bislang mit Vergiftungsanzeichen zum Tierarzt gebracht werden.
Bild: H. Schmid

Gerüchte kursieren im Internet. Königsbrunner Tierärztin hat drei Hunde behandelt, alle sind jetzt wieder wohlauf

Königsbrunn Drastische Warnungen vor Köder-Attentaten auf Hunde im Bereich Ilsesee und Königsbrunner Heide kursieren derzeit in Königsbrunn und im Internet. Sie sind, das ergaben gestern Recherchen unserer Zeitung, zumindest übertrieben.

Bislang ist keine einzige Anzeige eingegangen.

Unzutreffend sind demnach Mitteilungen wie die, „dass am Ilsesee und auf der Königsbrunner Heide Rattengift und Reißnägel in Hackfleischbällchen ausliegen“. Zwei Hunde seien bereits gestorben, heißt es in Warnungen, die unter anderem auf Facebook kursieren – und die offenbar haltlos sind. Bei der Polizei in Bobingen und Augsburg ist bislang keine einzige Anzeige eingegangen.

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Die Königsbrunner Tierärztin Monika Pirzer hat zwar drei Hunde behandelt, die mit Vergiftungserscheinungen in ihre Praxis eingeliefert wurden. Doch alle drei Tiere hätten sich bereits wieder weitgehend erholt.

Für die Tierärztin ist die Ursache der Vergiftung nicht klar. Sie vermutet, die Tiere haben „Organo-phosphate“ aufgenommen, die unter anderem in Düngern oder Pflanzengift vorkommen. „Es ist aber nicht klar, wo sie diese Substanzen aufgenommen haben“, betont Monika Pirzer. Die könnten dort jedoch schon seit mehreren Monaten liegen.

Die Tierärztin rät Hundehaltern, die in diesem Bereich mit ihren Vierbeinern spazieren gehen, ihre Hunde – zumindest solche, die dazu neigen, unbekannte Substanzen aufzunehmen – im Bereich vom Ilsesee und auf der Hundewiese bei der Königsbrunner Heide an der Leine zu führen. (hsd)

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