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Kultur im Lechfeld

28.04.2015

Keltischer Abend in modernem Gewand

Das irisch-deutsch-französische Trio Púka interpretierte das musikalische Erbe der Kelten auf moderne Art.
Bild: Susanne Raffler

Das Trio Púka sorgt im Bürgersaal von Untermeitingen für Gänsehaut

Bilder von sattgrünen Wiesen, einem weiten Meer, der irischen Steilküste und ein junges Mädchen, das mit sanfter Stimme melancholische Weisen von unglücklichen Liebenden, Sehnsucht nach Freiheit und edlen Helden singt: Das waren die Fantasien, die das irisch-deutsch-französische Trio Púka in seinem Publikum beim „Keltischen Musikabend“ im Bürgersaal des Hauses Imhof in Untermeitingen wohl bei so manchem Besucher hervorrief.

Púka, das sind der Franzose Sébastien Beuffre, der Münchner Michael Schlegelmilch und die Schwabmünchnerin mit irischen Wurzeln, Christina McAllister. Aus einer Zufallsbegegnung entstanden, präsentiert das Trio Púka das zeitlose musikalische Erbe der Kelten auf moderne Art. Kreativer Kopf der Gruppe ist Christina McAllister, von ihr stammen die Arrangements und auch einige der Eigenkompositionen. Die Tochter eines irischen Folksängers weiß, mit diversen traditionellen Instrumenten gekonnt umzugehen. Und wenn die im Mittelpunkt stehende Harfe mal nicht so will wie die Künstlerin, dann weiß sie, diesen Umstand mit kleinen Geschichten charmant in den Abend einzubauen.

Wer eine Pub-Session erwartete, wurde nicht enttäuscht, denn das, was geboten wurde, waren zwar keine Kneipenlieder, sondern der Beweis, dass man auch mit einer unkonventionellen Interpretation traditioneller Titel sein Publikum berühren kann. Wenn McAllister ihre ganz persönliche Version des allseits bekannten „Drunken Sailor“ zum Besten gibt, fängt das Publikum nicht an mitzusingen. Vielmehr geht die zarte Stimme der Sängerin mit dem eher derben Text eine ganz besondere Verbindung ein, die Gänsehaut garantiert.

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Die Band hat es sich zur Aufgabe gemacht, eher unbekannte Stücke auszugraben und wieder auf die Bühne zu bringen. Herausgekommen ist ein facettenreiches Konzert mit Stücken aus Irland, Schottland und der Bretagne, das von den Anfängen der keltischen Musik bis in die Moderne reicht. Die eine oder andere Eigenkreation wurde ebenso dargeboten.

Die erste CD, die den Namen des Trios Púka trägt, ging rasend schnell über den Verkaufstisch und auch das Guinness-Bier, das in der Pause angeboten wurde, war bald ausverkauft. „Ich freue mich, dass die Veranstaltung so gut ankommt“, freut sich Organisator Peter Daake und sieht sich ermutigt, mit weiteren Veranstaltungen an diesen Erfolg anzuküpfen.

Der ausverkaufte „Keltische Abend“ war die bisher am besten besuchte Veranstaltung von „Kultur im Lechfeld“. Seit knapp drei Jahren organisiert Daake mit seinem Team Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Kleinkunst, Kabarett, Literatur oder Puppenspiel. (sura)

„Púka“ ist zum Preis von 10Euro direkt über die Band zu beziehen, Mail: puka.band@gmail.com oder facebook.com/puka.musik. „Kultur im Lechfeld“ geht weiter mit dem Saxofonquartett „Saxaliento“ am Samstag, 9. Mai, um 20 Uhr, im Bürgersaal des Hauses Imhof in Untermeitingen. Der Eintritt beträgt zwölf Euro. Karten können per E-Mail, kartenservice@kultur-im-lechfeld.de, oder per Telefon, 08232/74813, bei Peter Daake bestellt werden. Im Internet: www.kultur-im-lechfeld.de.

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