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29.06.2009

Kieler Lokomotiven ärgern die Fischacher Anlieger

Fischach Auf die Wiederbelebung der Staudenbahn warten die Menschen in Fischach seit Langem ungeduldig. In diesen Tagen herrscht zwar Betrieb auf der Strecke, nur sind es keine Personenzüge, sondern Lokomotiven einer Kieler Firma.

Es handelt sich um Prototypen des Bautyps Grafita der Firma Voith. Sie werden auf dem Streckenabschnitt zwischen Fischach und Reitenbuch getestet, bevor sie ihre Zulassung bekommen.

Aber Lokomotiven machen Lärm, und das gefällt den Anliegern rund um den Fischacher Bahnhof überhaupt nicht. "Die Loks stehen genau vor unserer Haustür, sie machen Krach, und es stinkt", sagt Rosemarie Hartel, die mit ihrem Mann Kurt in dem ehemaligen Eisenbahnerhäuschen an den Gleisen wohnt.

Auch die Betreiber des Wohlfühlhauses, in dem Kinder verschiedener Altersstufen betreut werden, sind nicht gerade glücklich über die Belastung. "Der Krach war in den vergangenen Tagen grenzenlos", sagt die Leiterin Ursula Koschel. Sie moniert, dass es im Vorfeld der Probefahrten überhaupt keine Informationen gab. "Dann hätten wir uns darauf einstellen können."

Kieler Lokomotiven ärgern die Fischacher Anlieger

Und es gibt weitere Anlieger, die sich beschweren, wie der Fischacher Bürgermeister Peter Ziegelmeier erklärt. Viel will er zu dem Thema nicht sagen. Nur so viel: "Ich habe bei allen Beteiligten um Verständnis gebeten." Das vermisst Hubert Teichmann, der Geschäftsführer der Staudenbahn. "Wir brauchen die Einnahmen aus der Vermietung der Strecke", so Teichmann, der betont, dass die Stauden Verkehrs GmbH ohne jegliche Zuschüsse wirtschaftet. Er weist darauf hin, dass der Probebetrieb nur sechs Wochen dauert. "Außerdem fahren die Züge ausschließlich unter der Woche in der Zeit von 7.30 bis 17 Uhr."

Die Dieselwagen seien schallgedämpft, und die sehr schallintensiven Versuche würden auf freier Strecke gemacht. Teichmann: "Am Bahnhof werden nur Messungen durchgeführt, für die ein Stromanschluss nötig ist." Das beruhigt das Ehepaar Hartel nicht. Wenn der Zug vor der Tür stehe, könne man sich im Haus nicht mal mehr unterhalten.

Die Kieler Firma ist übrigens nicht die erste, die Versuche in den Stauden macht, im Vorjahr waren es Züge der Firma Bombardier, die zwischen Fischach und Marktwald unterwegs waren.

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