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Königsbrunn

08.10.2019

Kinderlachen im Martin-Luther-Haus

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Wo früher die evangelische Kirche Gottesdienste gefeiert hat, sind nun die Kleinsten daheim: In der Eingewöhnungszeit, die vor allem für die Krippenkinder behutsam und stufenweise gestaltet wird, sind die Eltern noch dabei, aber bald werden die Kinder ihr Martin-Luther-Haus ganz alleine in Besitz nehmen.
Bild: Anke Maresch

Das ehemalige Gemeindezentrum in Königsbrunn ist nun offiziell eine Kita. Zunächst sind 44 Schützlinge eingezogen, im Untergeschoß wird noch gearbeitet.

„Ich bin einfach glücklich, dass es rechtzeitig fertig geworden ist – jetzt kann es losgehen!“ Martha Bobinger, Geschäftsführerin der evangelisch-lutherischen Kindertagesstätten in Königsbrunn, freut sich, dass die ersten Kinder termingerecht Anfang Oktober in ihr Martin-Luther-Haus einziehen konnten.

In einem engen Zeitplan hatte die Stadtverwaltung das Gebäude während des Sommers zu einer Kindertagesstätte umgebaut, die unter evangelisch-lutherischer Trägerschaft läuft. Eine besondere Herausforderung war nicht nur der Zeitdruck beim Umbau, sondern auch, das Personal für die neue Einrichtung zu finden. Mittlerweile sind alle Stellen durch Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen besetzt; lediglich ein Hausmeister wird noch gesucht. Die offizielle Einweihungsfeier findet am 20. Oktober statt.

44 Kinder aus Königsbrunn haben ihre Eingewöhnung begonnen

 Freundlich, hell und lichtdurchflutet sind die hohen Räume im Erdgeschoss, die die Kinder nun Stück für Stück erobern. Liebevoll gestaltete Wand- und Fensterdekorationen begrüßen die 20 Krippenkinder und 24 Kindergartenkinder, für die nun die Eingewöhnungszeit begonnen hat. Noch ist nicht alles fertig, es fehlen vor allem Schränke und Garderoben, da die Möbelhersteller angesichts der großen Nachfrage derzeit längere Lieferzeiten haben. Aber das ist für die Kinder vollkommen nachrangig, zumal das Team an vielen Stellen improvisierte Lösungen gefunden hat. Und Martha Bobinger weiß: „Viel wichtiger als der richtige Schrank ist für die Kinder eine gute Betreuung – dass sie hier von Anfang an Bezugspersonen haben, die sie liebevoll und fürsorglich begleiten!“

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Während oben schon gespielt, gesungen und getobt wird, gehen im Keller des Martin-Luther-Hauses die Arbeiten weiter: Hier werden weitere Gruppenräume erstellt; auch ein Atrium ist geplant. Im Außenbereich lockt schon jetzt das große Freigelände, und vor der Tür ihrer neuen Kindertagesstätte sind die Kleinen bereits eifrig mit Kastaniensammeln beschäftigt.

Am 14. Juli zog die evangelische Kirchengemeinde aus

Damit haben die Stadtverwaltung und die Kirchengemeinde es geschafft, binnen kurzer Zeit die Entscheidung für die neue Nutzung des Gemeindezentrums umzusetzen. Erst Anfang Juni stand die Entscheidung fest, das Gemeindezentrum zu einer temporären Betreuungseinrichtung für 24 Krippen- und 40 Kindergartenkinder umzubauen. Noch im Juni begannen die Umbauarbeiten. Mit Trockenbauwänden wurden neue Gruppenräume geschaffen, die im weiteren Verlauf neue Böden und Decken, sowie einen freundlicheren Anstrich bekamen. Am 14. Juli war die Kirchengemeinde mit einem feierlichen Gottesdienst aus dem 1981 eingeweihten Haus ausgezogen. Zunächst sollte das Haus erst Ende April 2020 aufgegeben und dann abgebrochen werden. Die Umwidmung zur Kita unter der Trägerschaft der Kirchengemeinde war aber für viele Gemeindemitglieder eine deutlich bessere Lösung. AZ

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