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Rat

03.04.2019

Kirche will Friedhof an Gemeinde abgeben

Der Mittelneufnacher Friedhof neben der Kirche soll der Gemeinde übertragen werden.
Bild: Andrea Strahl

Mittelneufnach prüft denkbare Varianten. Die Friedhofsgebühren würden allerdings steigen

Die katholische Pfarrkirchenstiftung St. Johannes Evangelist möchte den Friedhofbetrieb der Gemeinde Mittelneufnach übertragen. Da das Bestattungswesen eine gemeindliche Pflichtaufgabe ist, hätte diese nun drei Möglichkeiten: den Neubau eines eigenen Friedhofs, den Zusammenschluss mit einer anderen Kommune zur Erfüllung dieser Aufgabe oder die Übernahme der Trägerschaft des vorhandenen, bislang kirchlichen Friedhofs.

Einen entsprechenden Antrag erörterte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Das Landratsamt informierte hierzu, dass Letzteres immer häufiger vorkäme. Weil die Kirche in der Regel Eigentümerin des Grundstücks bleibt, sollte die Ausgestaltung des Vertrages sorgfältig überdacht werden. Bürgermeisterin Cornelia Thümmel zählte auf: „Die Unterhaltungs- und Sanierungspflichten, der Umgang mit Rücklagen aus Gebühreneinnahmen und eine neue Gebührenkalkulation wären notwendig.

Erfahrungsgemäß kommt es zu einer Erhöhung der Friedhofsgebühren, da innerhalb der Kirche viel ehrenamtliche Arbeit geleistet würde. Durch den Erlass einer neuen Friedhofs- und Bestattungssatzung würde die Trägerschaft auf die Gemeinde umgewidmet.“ Grundsätzlich waren sich die Räte einig, den Friedhof zu übernehmen. Der Zustand der zu übernehmenden Wege, der Friedhofsmauer oder der Treppenanlagen soll jedoch vorher noch genau überprüft werden. Außerdem strebt der Rat einen möglichst einheitlichen Vertrag, wie ihn die anderen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Stauden bereits abgeschlossen haben, an.

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Mehreren Bauanträgen erteilte der Rat in seiner Sitzung das gemeindliche Einvernehmen: dem Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage im Süden von Mittelneufnach, einem Um- und Erweiterungsbau und schließlich einem neuen Abstellraum an einem Vereinsheim. Bei Letzterem wurde zudem angeregt, mit dem Verein des Nachbargrundstücks zu reden, ob eine bauliche Verbindung mit dessen Gebäude für beide Seiten nicht von praktischem und optischem Vorteil wäre. Etwas unentschlossen dagegen wurde die formlose Anfrage zum Bau eines Energie-Plus-Hauses in Reichertshofen beurteilt. Das extravagante, zu Forschungszwecken einmalig konstruierte Haus hat ein schwarzes, schief nach vorne geneigtes, sehr auffällig überbautes Obergeschoss auf weißem Erdgeschoss. Die Gemeinderäte wollten hierzu erst einmal die Beurteilung durch das Landratsamt abwarten, lehnten das Bauvorhaben jedoch nicht grundsätzlich ab.

Eine Sanierung des Dachstuhls an der Schwabmünchner Straße macht die Erneuerung der Straßenbeleuchtung notwendig, denn bislang waren die Überspannleuchten darauf befestigt. Weil die demnächst geplante Komplettsanierung dieser Durchgangsstraße eine weitere Versetzung der Lampen erwarten lässt, versucht die Gemeinde, mit der Aufstellung einer einzigen neuen Leuchte auszukommen und die weiteren an den noch vorhandenen Überspannleitungen nebenan neu zu befestigen.

Der nicht nur von Mittelneufnacher Bürgern gut besuchte neue Discount-Markt am nördlichen Ortsausgang wirft ein neues Problem auf, denn fußläufig ist die enge Augsburger Straße ohne Gehweg nicht ganz ungefährlich. Da sich der Ausbau im Zuge der Dorferneuerung wegen Personalwechsels im Amt für Ländliche Entwicklung weiter verzögert, suchte man nach einer alternativen Lösung. Bürgermeisterin Cornelia Thümmel prüft jetzt zwei Wege hinterhalb des Einkaufsmarktes entlang am Bahngleis oder zum Anschluss an die Stockgasse.

Der Rat bestätigte die neu gewählten Kommandanten der Reichertshofer Feuerwehr: Erster Kommandant ist jetzt Alexander Baur, Zweite Kommandantin Cornelia Thümmel. Die beiden tauschten somit ihre bisherigen Posten.

Vereine, Firmen oder sonstige Gruppierungen können sich noch für die Dorfmeisterschaft der Schützen am kommenden Freitag, 5. April anmelden.

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