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Oberottmarshausen

05.11.2018

Kirchensanierung: Erfreuliche Nachricht für St. Vitus

Die Pfarrkirche St. Vitus in Oberottmarshausen erhält derzeit eine umfassende Sanierungsmaßnahme. Die Einrüstungen sind weithin sichtbar.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Von der Kirche St. Vitus sind derzeit nur Einrüstungen zu sehen. Wie lange die Sanierung noch dauert und wie hoch die Kosten dafür sind.

Gut vorankommen die Sanierungsarbeiten der Pfarrkirche St. Vitus. „Wir sind auf einem guten Weg“, versichern sowohl Kirchenpfleger Thomas Wessinger als auch Ulrich Schießl von der Kirchenverwaltung. Was sie besonders freut: Die Baukosten bewegen sich derzeit noch im geplanten Rahmen, und das trotz allgemein feststellbarer Preissteigerungen.

Die guten Wetterbedingungen spielten der Kirchenverwaltung bislang in die Karten. So konnten bereits zahlreiche Instandsetzungen durchgeführt werden. „Die schadhaften Mauerlatten im Traufbereich des Langhauses sind mittlerweile komplett ausgetauscht worden“, listet Schießl auf. Auch die Gesimse seien neu aufgemauert, in den Bestand rückverankert und der Oberfläche wieder angeglichen worden. Die Decke habe zur Entlastung mehrere Sprengwerke in der Flucht der Sparren erhalten. Sichtbar seien inzwischen auch die Sanierungsarbeiten im Bereich des Chors über dem Hochaltar, die Arbeiten am Dachstuhl des Turms, am westlichen Anbau und im Bereich der Nordseite sowie der Rückbau der schadhaften Putzflächen und deren Erneuerung, so Schießl.

Dachstuhl von St. Vitus durch Fäulnis massiv beschädigt

Die letzten Ausbesserungsarbeiten am Gebäude gehen ins Jahr 1989 zurück. Beim letzten Bestandsbericht läuteten allerdings die Warnglocken. Tragende Bauteile des gesamten Dachstuhls waren durch Fäulnis massiv beschädigt und ein Großteil der befallenen Fußpunkte im Traufbereich sanierungsbedürftig. Schäden wiesen auch die Dacheindeckung und -lattung im Bereich der Tragwerke des Landhauses, der Sakristei und des Turms auf. Kein gutes Bild gaben zudem die Fassade und hier vor allem der Glockenturm ab. Diese Bereiche waren von enormen Feuchtigkeitsschäden geprägt. Darüber hinaus zeigte sich der gesamte Treppenaufgang im Turm marode.

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Ein beauftragtes Architekturbüro berechnete die Sanierungskosten auf voraussichtlich 595000 Euro; 425000 Euro sicherte die Diözese Augsburg zu. Die Gemeinde beteiligt sich mit zehn Prozent, also knapp 60000 Euro. Der Landkreis signalisierte einen Zuschuss in Höhe von 17000 Euro. Hinzu kommt eine Reihe von Zuschüssen verschiedener Stiftungen. Den Rest der Kosten, rund zehn Prozent, muss die Pfarrei aufbringen.

Spenden für Kirche in Oberottmarshausen betragen 73.000 Euro

Hier kann sich die Kirchenverwaltung auf die Gläubigen und Gemeindebürger verlassen. Die Spenden summieren sich mittlerweile auf rund 73000 Euro, teilt Kirchenpfleger Wessinger mit. Neben vielen Einzelpersonen haben der Kaffeetreff im Mehrgenerationenhaus und der Frauengesprächskreis ebenso mit einer großzügigen Spende beigetragen wie beispielsweise die Lebende Krippe am Dreikönigstag, die Kollekte beim Ökumenischen Gottesdienst, die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Bobingen und die Dorfmeisterschaft der Hubertus-Schützen.

Trotz der Kostenzusagen konnte die Kirchenverwaltung jedoch nicht sofort loslegen. Die Diözese könne ihren Geldanteil erst 2019 auszahlen, hieß es von dort. Der Grund: Einige Kirchensanierungen an anderen Orten seien dringlicher, weil Gefahr im Verzug sei. Doch St. Vitus wollte sich nicht gedulden. Ein Jahr Wartezeit hieße, womöglich große Preissteigerungen in Kauf nehmen zu müssen.

Gemeinde finanziert Zuschuss der Diözese vor

In dieser Situation half der Gemeinderat. Er bewilligte einen Kredit über 425000 Euro und finanzierte so den Zuschuss der Diözese vor. Damit stand die Finanzierung. Die Ausschreibungen für die einzelnen Gewerke konnten beginnen. Der sofortige Start der Maßnahmen sei eine weise Entscheidung gewesen, blickt Wessinger zurück. Noch sei alles im Kostenrahmen. Auf Nachfrage unserer Zeitung schätzt er die Fertigstellung der Renovierungsarbeiten auf das späte Frühjahr.

Mit der Sanierung ist dann dennoch nicht Schluss. Anschließend geht es mit der Kirchenmauer weiter. Feuchtigkeit und Frost haben an ihr die Abdeckungen und das Mauerwerk stark geschädigt. Ebenso müsse der Aufgang zur Kirche von der Hauptstraße her überarbeitet werden, so Pfarrer Hubert Ratzinger und Wessinger in einer Bestandsaufnahme. Die Kosten dafür schätzt man auf 35000 Euro.

Lesen Sie hier den Artikel zum Start der Kirchensanierung: Die Sanierung kann beginnen

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