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Hiltenfingen

15.10.2019

Kirchweihfest: Die Entscheidung fällt am Maßkrug

Christian Müller (Mitte) entschied mit dem Maßkrugstemmen den Wettbewerb für die Feuerwehr.
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Christian Müller (Mitte) entschied mit dem Maßkrugstemmen den Wettbewerb für die Feuerwehr.
Bild: Hieronymus Schneider

Acht Gruppen nehmen an der spaßigen Veranstaltung in Hiltenfingen teil. Es wird gesägt, geschlagen und geschoben – und am Ende freut sich mal wieder die Feuerwehr.

Beim dritten Hiltenfinger Kirchweihfest des Musikvereins gab es beste musikalische Unterhaltung von den Loppenhauser Musikanten und eine Riesengaudi bei den Wettkämpfen um den Wanderkrug der Kirchweihspiele. Alle zwei Jahre wird dieser Gaudiwettbewerb im jährlichen Wechsel mit dem Dorffest ausgetragen.

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Der erste Sieger war die Faschingsgesellschaft „Hiltonia“ im Jahr 2015. Zwei Jahre später holte sich die Freiwillige Feuerwehr den begehrten Krug. Beide Gruppen traten wieder zum Kampf an. Als der Musikvereinsvorsitzende Guido Blätz den Abend eröffnete, hatten sich noch vier weitere Gruppen angemeldet. Der Männergesangsverein Concordia, der ausrichtende Musikverein und die Sportgruppe Hilto waren auch schon vor zwei Jahren dabei. Als Neuling stellte sich die Gruppe „Stark am Glas“ dem Wettkampf und spontan meldeten sich die Jugendkapelle Stauden und die Männer-Yoga-Gruppe noch vor dem Start an. Damit war das Teilnehmerfeld mit acht Gruppen stark besetzt.

Beim Maßkrugschieben kommt es aufs Gefühl an

Jedes Team besteht aus zwei oder drei Wettkämpfern. Aus dem Vierkampf wurde diesmal ein Dreikampf. „Die Disziplin Nageln lassen wir heute weg, weil sie zu viel Zeit kostet“, erklärte Guido Blätz. Vor der ersten Runde, dem Durchsägen eines Baumstammes mit einer Bandsäge auf Zeit, unterhielten die Loppenhauser Musikanten mit ihrem Dirigenten Andreas Höpfl und wunderbaren Klängen und Liedern aus ihrem Egerländer Repertoire. Den Schnellsägewettbewerb entschieden die Yoga-Männer mit der Bestzeit von 1:02 Minuten deutlich vor der Feuerwehr und dem Team „Stark am Glas“ mit Musikdirigent Andreas Frommel für sich. Bis zum sechsten Platz, den das Damenteam „Sportgruppe Hilto“ mit männlicher Verstärkung durch Ronny Schön mit einer Zeit von 1:33 belegte, lagen alle nahe beieinander. Etwas abgehängt wurde die Juka Stauden und der MGV Concordia brauchte als einziges Team über zwei Minuten. Während die Bahn zum Maßkrugschieben aufgebaut wurde, glänzte die Solosängerin Isabell von den Loppenhauser Musikanten mit „Give me back my Love“, begleitet vom Solotrompeter Lukas. Beim Maßkrugschieben auf einer glatten Bahn mit Zehnerskala kam es auf das Gefühl an. Hier siegte der Männergesangsverein Concordia im Stechen gegen die Männer-Yoga-Gruppe.

Kirchweihfest: Die Entscheidung fällt am Maßkrug

Bei der dritten Disziplin „Hau ihn vom Bock“ wird der Stimmungshöhepunkt erreicht, wenn zwei Kontrahenten sich mit stoffgefüllten Rupfensäcken gegenseitig von einem Bock schlagen müssen. In zwei Runden trafen die Kontrahenten nach der Auslosung aufeinander. Unbesiegt blieben bei dieser mit Anfeuerung aus dem Publikum angeheizten Disziplin nur die Feuerwehr mit Michael Kohler, die Concordia mit dem Nahkämpfer Guido Blätz und die Sportgruppe Hilto, bei der Ronny Schön für seine beiden Damen Nicki Doll und Claudia Klein kämpfte.

Getreckter Arm beim Maßkrugstemmen

Über den Gesamtsieg und die Platzierungen mussten aber dann drei Stechen entscheiden. Dabei standen Mann gegen Mann nebeneinander und hielten einen mit Wasser gefüllten Maßkrug am ausgestreckten Arm. „Wer den Arm abwinkelt, hat verloren. Deshalb haben wir Wasser eingefüllt, sonst wäre die Versuchung zu groß geworden“, erklärte Guido Blätz. Hier hielt Christian Müller den Maßkrug mehr als zwei Minuten mit seinem muskulösen Arm und entschied damit den Wettbewerb für die Feuerwehr, die einen Punkt mehr hatte als die Yoga-Männer. Dritter wurde die Concordia, den vierten Platz teilten sich die Hiltonia und die Sportgruppe. Der Musikverein wurde Fünfter vor der Gruppe „Stark am Glas“ und die sich achtbar schlagende Jugendkapelle Stauden musste den erfahrenen Kämpfern als Schlusslicht Tribut zollen.

Das Siegerteam der Freiwilligen Feuerwehr mit Michael Kohler, Ludwig Doll und Christian Müller konnte sich also den Kirchweihkrug mit mehreren Maß vom guten Staudenbräu füllen. Die Loppenhauser Musikanten legten nach der Siegerehrung und dem „Alphornzauber“ ihres Dirigenten Andreas Höpfl den Schalter um und sorgten mit ihren Partyhits und Schlagern für Stimmung bis in die späte Nacht hinein.

Am sonnigen Sonntagmorgen wurde die Heilige Messe mit musikalischer Begleitung durch den Hiltenfinger Musikverein in der Mehrzweckhalle gefeiert. Danach fand das Kirchweihfest mit einem Frühschoppen mit der Musikkapelle Gennach und dem Mittagessen seinen Ausklang.

Eine Bildergalerie gibt es im Internet unter schwabmuenchner-allgemeine.de/schwabmuenchen

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