1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Kita-Plätze für alle Kinder gefunden

Bobingen

23.05.2019

Kita-Plätze für alle Kinder gefunden

Seit langem baut die Stadt Bobingen bestehende Kindergärten aus. Hier 2013 durch den Neubau  der Kita St. Felizitas.  Doch gesetzliche Ansprüche  und Eltern-Förderungen sowie eine zunehmende Berufstätigkeit von Müttern  ließen den Bedarf schneller wachsen als erwartet. Davon wurden viele Kommunen im Land  überrascht.
Bild: Peter Stöbich

Nicht immer werden Wunschlösungen gefunden. Doch jedes Vorschulkind kann in Bobingen betreut werden.

Die gute Nachricht: In Bobingen konnte allen vorliegenden Anträgen auf Zuweisung eines Kindergartenplatzes entsprochen werden. Die schlechte Nachricht: Nicht in allen Fällen ist ein Platz in der nächstgelegenen oder bevorzugten Kita frei.

Manche müssen weiter fahren

Das heißt, alle Kinder im Vorschulalter, die einen Betreuungsplatz brauchen, haben auch einen bekommen. Allerdings, so wies Bürgermeister Bernd Müller nun im Sozialausschuss hin, konnte nicht immer die Kita nach Wunsch der Eltern angeboten werden. Es müssten zum Teil Fahrtstrecken zu weiter entfernten Einrichtungen in Kauf genommen werden. Dies träfe hauptsächlich Kinder aus den Stadtteilen.

Trotz dieses Ergebnisses der jüngsten Einschreibungen haben die Elternbeiräte der Bobinger Kinderbetreuungseinrichtungen einen Beschwerdebrief an Bürgermeister und Stadtrat verfasst. Darin beklagen sie vor allem mangelnde Kommunikation seitens der Stadt. Gerade Eltern, die auf einen Betreuungsplatz angewiesen sind, bräuchten Planungssicherheit über einen längeren Zeitraum. Nur so sei es möglich, die Berufstätigkeit, besonders bei Alleinerziehenden, sinnvoll und machbar mit der Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Eltern fragen nach Umfrageergebnis

Ein weiterer Vorwurf der Verfasser war mangelnde Transparenz bei einer von der Stadt durchgeführten Elternbefragung. Im Herbst letzten Jahres hatte die Stadtverwaltung Fragebogen verschickt. Dort sollten betroffene Eltern Fragen zum Thema Kinderbetreuungsplätze beantworten. Doch weitere Informationen, speziell zum Ergebnis, hätte es nicht gegeben.

Bürgermeister Müller räumte nun im Ausschuss ein, dass der Informationsfluss wohl mangelhaft gewesen sei. Zwar wären die Träger der betreffenden Einrichtungen zügig informiert worden, doch seien die Details anscheinend „nicht bei allen Eltern entsprechend angekommen“, sagte Müller. Deshalb seien die Vertreter der Einrichtungen und die Elternbeiräte nun im Vorfeld der Sitzung zu einem klärenden Gespräch eingeladen worden. Hierbei seien dann tatsächlich alle Missverständnisse beseitigt worden, berichtete er dem Ausschuss. Er wertet es als Erfolg, dass im Bereich der Betreuung von Vorschulkindern alle gemeldeten Buben und Mädchen aufgenommen werden konnten. Andere Gemeinden im Landkreis würden etwas neidisch auf Bobingen blicken, dass dies hier gelungen sei. Die Not an Kita-Plätzen ist tatsächlich vielerorts sehr groß.

Es fehlen Hortplätze

Weniger zufriedenstellend sieht es allerdings bei der Betreuung von Kindern im Grundschulalter aus. Für sie konnten nicht genügend Hortplätze geschaffen werden. Das Problem werde aber kurzfristig durch die an allen Grundschulen vorhandenen Mittagsbetreuungen gelöst, hieß es.

Für Fälle, in denen eine zeitliche Betreuung nach 14 Uhr nötig sei, gebe es noch die Langgruppe der Mittagsbetreuung in der Laurentius-Grundschule.

Um die Beförderung der Kinder, auch aus den Stadtteilen sicherzustellen, beschloss der Ausschuss einstimmig, dass der bereits vorhandene Service des Kindergartenbusses erweitert werden müsse. Dieser solle in Zukunft nicht mehr an der Singoldschule enden wie bisher, sondern die Haltestellen St. Christophorus-Haus und alte Mädchenschule mit bedienen. Dasselbe gelte auch für den Transport von Hortkindern. Hier beschloss der Sozialausschuss einstimmig, die monatliche Beförderungsgebühr auf 15 Euro festzusetzen.

Zum Abschluss betonte der Bürgermeister, dass zum aktuellen Stand alle Betreuungswünsche, wenn auch über Not- und Ausnahmelösungen, erfüllt werden konnten. Sollten bis zum Beginn des kommenden Schuljahres 2019/20 weitere Bedarfsfälle angemeldet werden, wolle sich die Stadt mit allen Beteiligten um unbürokratische Lösungen bemühen. Wie diese aussehen könnten, blieb allerdings offen.

Wie berichtet, hat die Stadt seit dem starken Anstieg des Bedarfs an Kita-Plätzen Übergangslösungen organisiert, zum Beispiel in der Singoldhalle. Gleichzeitig läuft der Bau neuer Kitas an. Das war bei dieser Sitzung kein Thema mehr. Der Tagesordnungspunkt wurde ohne Diskussion abgeschlossen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren