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Konzert

14.11.2018

Klanggewaltige Hommage an ein stilles Element

Rainer Bartesch etabliert mit eigenen Kompositionen das Alphorn im Orchester.
Bild: Ingeborg Anderson

Das Sinfonische Blasorchester des Musikvereins überrascht nicht nur mit Alphorn

Die Luft ist ein stilles Element. Von wegen: Wie facettenreich und klangvoll man sie musikalisch einsetzen kann, zeigte das Konzert des Musikvereins Bobingen in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche. Und dieses Klangspektrum wurde durch ein besonderes Instrument bereichert: das Alphorn.

Das Besondere daran ist, dass hier das Alphorn erstmals als klassisches Soloinstrument in einem Orchester zu hören war und dass es der Komponist, Rainer Bartesch, selbst spielte. Und dass mit dem Stück „Der Sonnenwind“ eine seiner Kompositionen seine Uraufführung hatte. Im Schaffen von Rainer Bartesch, nimmt das Komponieren von Filmmusik einen großen Teil ein. Unter anderem schrieb er den Soundtrack für den ersten Kluftinger-Film „Erntedank“, wofür er mit einem Preis ausgezeichnet wurde. Dieses Tendre für Filmmusik war seinen beiden aufgeführten Kompositionen, sowohl beim Sonnenwind wie auch beim „Alphorn -Capriccio“ deutlich anzuhören.

Die Zuhörer waren wohl von den klanglichen Facetten dieses, im Alpenraum überwiegend folkloristisch eingesetzten Instrumentes angenehm überrascht, denn es fügte sich dominant, aber harmonisch in den Klangteppich des Orchesters.

Da Bartesch – den Ausmaßen seines Instrumentes geschuldet – nahe am Publikum spielte, war auch zu bemerken, dass er für dieses Instrument ziemlich viel Puste benötigte. Womit wir wieder beim Thema des Konzerts sind: Wie Franz Bader, der Dirigent des Orchesters, der auch durch das Konzert führte, eingangs bemerkte: „Alle Titel, die wir heute spielen, haben mit dem Element Luft zu tun“, sagte er. Und hatte ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt.

Etwa einen Hymnus von Gustav Mahler oder gar die berühmte „Toccata und Fuge d-Moll“ von Johann Sebastian Bach. Klanggewaltig wurden die Töne der (mit Luft betriebenen) Orgel durch die Atemluft der Orchestermusiker ersetzt. So hört man diese großartige Orgelkomposition äußerst selten.

Auch die Filmmusik kam bei diesem Konzert nicht zu kurz: „Archangel“ von der Gruppe „Two Steps From Hell“, die sich auf Filmtrailer spezialisiert hat, war zu hören und „The Winds of Winter“ aus der Fantasy-Serie „Game of Thrones“. Weihnachtlich wurde es mit „The Eighth Candle“, das das Entzünden der acht Kerzen zum Chanukka-Fest musikalisch beschreibt. Natürlich gab es vom Publikum viel Beifall für dieses besondere Konzert.

Wer dieses ungewöhnliche Musikereignis versäumt hat, hat Gelegenheit es doch noch zu erleben. Denn am Sonntag, 18. November um 17 Uhr ist das Konzert in der Pfarrkirche zur Heiligen Familie in Bobingen Siedlung erneut zu hören. Der Eintritt ist frei. (inge)

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