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Kultur

14.05.2013

Klassische Musik, die verzaubert

Die beiden begnadeten Pianisten Peter Bader und Sebastian Jakob haben am Klavier die Liebeslieder begleitet.
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Die beiden begnadeten Pianisten Peter Bader und Sebastian Jakob haben am Klavier die Liebeslieder begleitet.

Der Schwabmünchner Kammerchor stellt sein Muttertagskonzert ganz in das Zeichen der Liebe und zeigt dabei, wie facettenreich das eigene Repertoire an Liedern ist

Schwabmünchen Die Liebe ist ein Phänomen. Sie verzaubert, lässt Schmetterlinge im Bauch flattern, kann Berge versetzten. Sie kann aber auch enttäuschen, für bittere Tränen sorgen und sich sogar in Hass verwandeln. So facettenreich wie die Liebe, so war auch das Konzert des Kammerchors Schwabmünchen unter der Leitung von Tobias Burann-Drixler am Vorabend des Muttertags in der Stadthalle.

„Dieser Liebe schöne Glut“ war das Glanzkonzert betitelt, das mit sprühender Lebensfreude, großen Gefühlen und noch größerer musikalischer Darbietung die Liebeslyrik romantischer und zeitgenössischer Komponisten zu Gehör brachte – und mit den Chansons der Augsburger Sopranistin Isabell Münsch auch einen Hauch der unvergesslichen Edith Piaf durch die Halle wehen ließ. Peter Bader und Sebastian Jakob, zwei begnadete Pianisten, begleiteten am Klavier die in drei Sprachen vorgetragenen Liebeslieder, Lovesongs und Chansons d’Amour. Gregor Biedermann führte einfühlsam mit Charme und Esprit durch den emotionsgeladenen Abend.

Auf dem Programm standen unter anderem Liebesliedwalzer von Johannes Brahms wie „Rede Mädchen“, „O die Frauen“ oder „Wie des Abends schöne Röte“ mit vertonten Texten aus Daumers Sammlung „Polydora“. Sie beruhen auf russischen, polnischen und ungarischen Dichtungen. Johannes Brahms soll über sein Werk geäußert haben: „Übrigens möchte ich doch riskieren, ein Esel zu heißen, wenn unsere Liebeslieder nicht einigen Leuten Freude machen.“ Werke der zeitgenössischen Komponisten Emma Lou Diemer, Morten Johannes Lauridsen oder Vincent John Martin sowie von Alfred „All“ Piantadosi (1884-1955) und Seymour Simons (1896-1949) rundeten die Liederauswahl ab.

Atemberaubend dann die Soloauftritte von Isabell Münsch: Sie stellte ihr vielseitiges – von Klassik über Jazz bis hin zu Chansons und Songs – Repertoire brillant unter Beweis, sorgte mitunter für pure Gänsehaut und weckte mit ihren Darbietungen Erinnerungen an die große französische Chansonsängerin Edith Piaf wach.

Seit Gründung des Kammerchors im Jahr 1996 fanden beachtliche Konzerttätigkeiten statt, große Werke wurden aufgeführt. Tobias Burann-Drixler, Kirchenmusiker bei der katholischen Stadtpfarrei St. Felizitas in Bobingen und Organisator und künstlerischer Leiter des Bobinger Musiksommers, leitet seit 2002 den Kammerchor. Der Chor, der bereits mit mehreren Auszeichnungen bei Chorwettbewerben bedacht wurde, hat heute ein umfassendes Repertoire an geistlicher und weltlicher Musik. Aus einem kleinen Gründerchor ist mittlerweile ein sehr stattlicher Chor mit 35 Sängern geworden. Die Musiker stammen aus Schwabmünchen, Graben, Langerringen, Hiltenfingen, Mickhausen, Ettringen, Großaitingen, Königsbrunn und Bobingen. Neben sakralen Konzerten mit Werken bekannter Künstler gibt der Kammerchor Schwabmünchen meist im Frühjahr ein Konzert mit weltlicher Musik. Die Konzerttermine für die kommenden Frühjahrs- und Muttertagskonzerte sind bereits festgelegt: Sie finden am 3. und 9. Mai 2014 statt.

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