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02.03.2009

Klinik-Chef sieht Geburtshilfe "auf einem guten Weg"

1Aichach-Friedberg (bac) - Ein paar Hürden sind noch zu nehmen, dann könnte die Personalknappheit in der Geburtshilfe am Aichacher Krankenhaus der Vergangenheit angehören: Die Abteilung soll zwei weitere Belegärzte und einen zusätzlichen gynäkologischen Facharzt bekommen. "Wir sind auf einem guten Weg", sagt Klinik-Chef Dr. Krzysztof Kazmierczak. Derzeit befinde man sich "in intensiver Vorbereitung". Die Verträge seien allerdings noch nicht ganz in trockenen Tüchern.

Um weitere Belegärzte zu gewinnen, sei man mit zwei niedergelassenen Ärzten in Kontakt. Jetzt müsse noch die Kassenärztliche Vereinigung zustimmen und es seien vertragliche Angelegenheiten zu klären. Wenn alles gut gehe, könnten die zusätzlichen Belegärzte zum 1. April oder zum 1. Mai ihre Tätigkeit aufnehmen. Auch in Friedberg soll zum 1. April ein vierter Belegarzt zu den drei bisherigen dazukommen. Schon früher könnte ein Gynäkologe für Entlastung sorgen, der an der Klinik angestellt werden soll. Angepeilt werde hier der 1. März, wahrscheinlicher sei aber Mitte März als Starttermin, so der Klinik-Chef.

Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet und bietet laut Klinik-Chef die Perspektive, später eventuell in eine Praxis einzusteigen. Standort des Facharztes soll Aichach sein, er soll aber auch die Kollegen in Friedberg unterstützen, so Dr. Kazmierczak.

Besonders in Aichach ist Verstärkung dringend nötig. Bislang arbeiten hier zwei Belegärzte. Nachdem einer von beiden aber für längere Zeit erkrankt ist, war über Monate hinweg ein Arzt allein für die Geburtshilfe zuständig - angesichts der vielen Nacht- und Bereitschaftsdienste eine immense Belastung. "Mehr als 50 Prozent der Babys kommen nachts oder am frühen Morgen zur Welt", sagt Dr. Kazmierczak. In Friedberg gab es kürzlich in einer einzigen Woche 13 Geburten, erzählt er - für einen Arzt allein sei eine solche Woche kaum zu bewältigen. Gegen Ende des vergangenen Jahres musste die Geburtshilfe sogar für zweieinhalb Wochen geschlossen werden.

Wenn alles so klappt wie geplant, wird es solche personellen Engpässe nicht mehr geben, dann sieht der Klinik-Geschäftsführer "die Zukunft der Geburtshilfe gesichert". Bis zum Sommer könne mit den weiteren Ärzten eine stabile Konstruktion entstehen, die für Ärzte und Patienten attraktiv sei. Verbessert werden soll auch das Ambiente in der Abteilung.

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