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Klosterlechfeld

25.04.2017

Klosterlechfeld hat neuen Zweiten Bürgermeister

Bürgermeister Rudolf Schneider (links) vereidigte Erwin Mayer als neuen Zweiten Bürgermeister.
Bild: Hieronymus Schneider

Im ersten Wahlgang gibt es ein Patt. In der Stichwahl setzt sich mit Erwin Mayer der Kandidat der stärksten Fraktion gegen Andreas Hornung durch.

Die Wahl eines neuen Zweiten Bürgermeisters war zwar nicht der erste, aber ganz sicher der wichtigste Tagesordnungspunkt bei der Gemeinderatssitzung am Montag. 15 Zuhörer untermauerten das öffentliche Interesse. Die bisherige Zweite Bürgermeisterin Claudia Laerm hatte Anfang April schriftlich ihren Rücktritt erklärt (wir berichteten). Bürgermeister Rudolf Schneider bedauerte diesen Schritt, für den wohl zu große Terminschwierigkeiten wegen ihres Berufes als Lehrerin in München ausschlaggebend waren.

Die Neuwahl wurde von Heinrich Grashei, dem Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Lechfeld geleitet. Er stellte anfangs klar, dass jeder Gemeinderat gewählt werden könne, unabhängig von Wahlvorschlagen, die gleichwohl zulässig seien. Wolfgang Mayr-Schwarzenbach (SPD) machte damit den Anfang und schlug den Dritten Bürgermeister Andreas Hornung als dienstältesten Gemeinderat vor. Der Fraktionsführer der Freien Wähler/GfK, Christoph Donderer, sprach sich für den jungen Matthias Kraus aus. Die mit fünf Sitzen stärkste CSU-Fraktion schickte wie schon bei der konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl 2014 Erwin Mayer ins Rennen. Reinhard Hiller hatte dafür gute Gründe.

„Erwin Mayer hat die Bürgermeisterwahl damals erst in der Stichwahl verloren und war deshalb von einem beträchtlichen Teil der Wähler als Bürgermeister erwünscht“, sagte der CSU-Fraktionschef. Aus seiner Fraktion stellte sich auch Johann Fronius zur Wahl. Einzig die von Claudia Laerm geführte UKW-Fraktion verzichtete auf einen Wahlvorschlag.

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Andreas Hornung gratulierte Mayer spontan per Handschlag

Der erste geheime Wahlgang ergab ein Patt mit je fünf Stimmen für Erwin Mayer und Andreas Hornung. Matthias Krause erhielt drei und Johann Fronius zwei Stimmen. Bei der Stichwahl entschieden sich dann sechs Gemeinderäte für Andreas Hornung und neun für Erwin Mayer. Somit wurde der Bauhofleiter Erwin Mayer zum neuen Zweiten Bürgermeister gewählt und gleich anschließend von Rudolf Schneider vereidigt. Andreas Hornung gratulierte Mayer spontan per Handschlag.

„Ich wollte zeigen, dass ich bereit bin, Verantwortung zu übernehmen, werde aber Erwin Mayer mit konstruktiver Zusammenarbeit unterstützen“, sagte auch Matthias Kraus. Erwin Mayer hat damit das Ziel, das er bei der konstituierenden Sitzung im Mai 2014 knapp verfehlte, zur Halbzeit der Wahlperiode doch noch erreicht. Er bedankte sich für das Vertrauen und sicherte zu, mit allen Gemeinderäten zusammen zu arbeiten, egal ob sie ihn gewählt haben oder nicht.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat

Schule: Sandra Schmölzer von der St.-Gregor-Jugendhilfe leistet derzeit vier Stunden pro Woche sozialpädagogische Jugendarbeit an der Grundschule. Für die Betreuung der derzeit 112 Kinder in drei Flexklassen, zwei dritten Klassen und einer vierten Klasse sieht die Schulleiterin Ulrike Nett den Bedarf für eine Aufstockung auf acht Stunden gegeben. Vom Landkreis werden aber bei einer Schülerzahl von unter 120 nur zwei Stunden bezuschusst. Der Gemeinderat stimmte der Aufstockung, die der Gemeinde pro Jahr 5675 Euro kosten wird, zu.

Bahnhofsgebäude: Aufgrund der Marktentwicklung werden sich die Sanierungskosten um 16 Prozent auf etwa 1,48 Millionen Euro erhöhen. Die Gestaltung der Außenfassade mit Klinkersteinen und die Innenausstattung fand Zustimmung im Gemeinderat. Über den vorgesehenen Anbau eines Wintergartens soll noch einmal beraten werden.

Städtebauförderung: Grünes Licht gab der Lenkungskreis bei der Regierung von Schwaben für die Förderung des gemeinsamen Verkehrskonzeptes der Lechfeldgemeinden. Dagegen wurden der Friedensweg und die interaktiven Kommunikationssysteme als nachrangige Ziele zurückgestellt. Die Bürgerhalle wird am Sportplatzgelände nicht von der Städtebauförderung unterstützt, für die Neugestaltung des Sportplatzgeländes wird zum Förderantrag ein Planfeststellungsverfahren verlangt.

Querungshilfe beim Rathaus: Das Tiefbauamt des Landkreises Augsburg sieht die Voraussetzung einer Querungshilfe bei der Kreisstraße A 19 bei einer Frequenz von 50 Fußgängerüberquerungen zu bestimmten Zeiten als erfüllt an. Deshalb solle durch eine mobile Fußgängerampel über einen Zeitraum von sechs Monaten der tatsächliche Bedarf ermittelt werden.

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