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Königsbrunn
04.05.2021

Bei der Brücke über den Lochbach geht es voran

Wo in Königsbrunn einst die Brücke über den Lochbach führte, versperrt Spaziergängern seit Herbst 2019 ein Gitter den Weg.
Foto: Adrian Bauer (Archivbild)

Seit Herbst 2019 warten viele Spaziergänger aus Königsbrunn auf einen Ersatz für die abgerissene Lochbachbrücke. Jetzt hat der Neubau zwei Hürden genommen.

Seit Herbst 2019 wandelt sich dort, wo früher eine Brücke über den Lochbach führte, nur das Blattwerk der umliegenden Büsche im Lauf der Jahreszeiten. Der Weg, den früher viele Spaziergänger von der Königsbrunner Bachstraße zum Mandichosee nutzten, endet weiterhin an einem Bauzaun mit Warnschild. Der kleine Steg wurde seitdem nur einmal kurz ersetzt, als Scherzbolde in der Freinacht 2020 dort tätig wurden. Doch auch diese Brücke wurde wieder abgerissen. Jetzt sieht es aber so aus, als käme Bewegung in die Situation.

Denn im Zuge eines gemeinsamen Gesprächstermins zu Grundstücksangelegenheiten mit der Familie, der das Grundstück gehört, wurde auch ein Bauantrag für eine neue Brücke über den Lochbach unterschrieben, teilte Bürgermeister Franz Feigl auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Dieser wird nun den zuständigen Behörden vorgelegt, die den Ersatzbau genehmigen müssen.

Lochbachbrücke: Der Weg bleibt in Privatbesitz

Geregelt ist auch die Frage der Zuwegung, die ein weiteres Hindernis für eine neue Brücke darstellte. Die Ostseite des Lochbachs gehört der Gemeinde Merching, der Lochbach selbst der Stadt Augsburg und auf der Westseite führt der Weg zur Brücke zwar über Merchinger Flur, allerdings über ein Privatgrundstück. Das Königsbrunner Ortsgebiet beginnt erst einige Hundert Meter weiter westlich. Die Stadt Königsbrunn hatte also zwar ein großes Interesse an einem Ersatzbau, weil dieser vor allem von ihren Bürgern genutzt wird, aber rechtlich keine Zugriffsmöglichkeiten.

Nun habe man sich mit der Besitzerfamilie darauf geeinigt, dass der Weg in ihrem Besitz verbleibt, sagte Bürgermeister Feigl. Der Weg bleibt in Privatbesitz, darf aber trotzdem genutzt werden. Für die Spaziergänger gilt künftig: Betreten auf eigene Gefahr. Jeder Besucher haftet somit selbst für seine Schäden.

Königsbrunns Bürgermeister will noch letzte Fragen klären

Das Vorgängermodell hätte im Zuge einer Neugestaltung des Uferbereichs modernisiert werden müssen. Weil die Eigentümer dafür keinen Bedarf hatten, war der Steg abgerissen worden. Die Stadt Königsbrunn hatte sich nach Unterschriftenaktionen von verärgerten Bürgern um einen Ersatz bemüht, was sich unter anderem aufgrund aufwendiger Diskussionen über den Naturschutz als schwierig erwies. Die Umgebung des Lochbachs ist ein Vogelschutzgebiet und dient zahlreichen Brutpaaren als Nistplatz. Außer dem alten Standort fand sich kein geeigneter Platz für einen Neubau.

Wann genau die Brücke erneuert werden kann, hängt von der Dauer des Genehmigungsprozesses ab. Diese Zeit will Königsbrunns Bürgermeister auch nutzen, um zu klären, wer letztlich den Bau übernimmt. Vielleicht klappt es ja mit dem Ersatzbau, bevor sich der Abriss der alten Brücke zum zweiten Mal jährt.

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