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Bauprojekt

14.02.2020

Königsbrunn: Der lang ersehnte Bescheid ist da

Freude über den Förderbescheid: (von links) Bürgermeister Franz Feigl, Ulrich Grassinger und Roland Neider vom Gartenbauverein, Erich Herreiner und Benjamin Früchtl.
Bild: Adrian Bauer

Der Königsbrunner Gartenbauverein ist seinem neuen Zentrum ein großes Stück nähergekommen. Denn nun fließen Fördergelder.

Die ersten Baumaterialien stehen schon auf dem Gelände des künftigen neuen Zentrums für Obst- und Gartenbau des Königsbrunner Gartenbauvereins. Der Umsetzung dieses Großprojekts sind die Vereinsmitglieder jetzt einen großen Schritt nähergekommen. Am Mittwochabend wurde der Förderbescheid offiziell übergeben.

Rund 102000 Euro fließen über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Begegnungsland Lech-Wertach durch das Förderprogramm Leader – ein Förderprogramm der Europäischen Union und des Freistaats Bayern. Erich Herreiner (Leader-Koordinator am AELF Nördlingen), Bürgermeister Franz Feigl (Vorsitzender Begegnungsland Lech-Wertach) und Benjamin Früchtl (Geschäftsführer Begegnungsland Lech-Wertach) überreichten deshalb nun den Förderbescheid an Ulrich Grassinger (Vorsitzender Gartenbauverein Königsbrunn) und Projektleiter Roland Neider. Darüber hinaus unterstützt die Stadt Königsbrunn das Vorhaben mit rund 116000 Euro. Der Verein für Gartenbau und Landespflege Königsbrunn plant an der Egerländer Straße die Errichtung eines modernen und überregionalen Obst- und Gartenbauzentrums mit Mostanlage (wir berichteten). Dadurch sollen laut Roland Neider und Ulrich Grassinger die Naturverbundenheit und das Umweltbewusstsein vor allem von Kindern und Jugendlichen, aber auch von Erwachsenen gestärkt werden. Deshalb wird ein Schulungsraum entstehen, in dem regelmäßig Kurse zum Beispiel für Schulklassen stattfinden sollen. Daneben entsteht eine neue Mostanlage, die es der Bevölkerung ermöglichen soll, selbst geerntete Äpfel aus dem Garten zu Saft oder Most verarbeiten zu lassen. Außerdem wird die neue Mosterei anstelle der bisherigen Plastikbeutel auf Flaschenabfüllung umstellen, um so den Plastikverbrauch zu reduzieren. Abgerundet wird das Projekt durch die Außenanlagen, die durch ihre Gestaltung und Bepflanzung beispielhaft Anpassungsmöglichkeiten für heimische Gärten an die Anforderungen durch den Klimawandel aufzeigen werden.

Für den Königsbrunner Bürgermeister Franz Feigl leistet das geplante Obst- und Gartenbauzentrum einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für heimische Produkte. Das sei ein wichtiger Baustein zur Identitätsstiftung für Königsbrunn und deshalb einer der Hauptgründe, warum die Stadt diesen vergleichsweise hohen Zuschuss leiste.

Königsbrunn: Der lang ersehnte Bescheid ist da

Für die LAG Begegnungsland Lech-Wertach stelle dieses Vorhaben ein wichtiges Projekt zur Zielerreichung der eigenen lokalen Entwicklungsstrategie dar, wie Geschäftsführer Benjamin Früchtl erläutert. Aus diesem Grund hätte das Entscheidungsgremium der LAG das Projekt mit 28,5 von 36 möglichen Punkten auch hoch bewertet und zur Förderung empfohlen. Darüber hinaus zeichne sich das Projekt in besonderem Maß durch hohe Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement aus. Projektleiter Roland Neider ist froh, dass der Antrag nun genehmigt wurde. Denn trotz der tatkräftigen Hilfestellung durch das AELF und das Begegnungsland war der Antrag doch mit erheblichem Zeitaufwand verbunden.

Neben den Zuschüssen werben die Mitglieder des Vereins weiterhin um Spenden. Ab einem Wert von 100 Euro gibt es als Anreiz einen Backstein mit Namensplakette, aus dem am Ende ein Brunnen auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauzentrums gebaut wird. (adi, AZ)

Zum Projekt und zu den Spendenmöglichkeiten gibt es auf der Homepage des Gartenbauvereins unter www.gbv-koenigsbrunn.de

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