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Lechfeldschlacht

29.03.2009

Königsbrunn befasst sich mit der Schlacht von 955

Es ist noch kein Logo, aber ein weithin wahrnehmbares Erkennungszeichen für die Beschäftigung der Stadt auf dem Lechfeld mit der Schlacht auf dem Lechfeld: die Jahreszahl "955", in Frakturschrift, blutrot. Den Weg zu dieser Grafik zeichnet derzeit eine Ausstellung im Foyer des Königsbrunner Rathauses nach. Von Hermann Schmid

Königsbrunn Es ist noch kein Logo, aber ein weithin wahrnehmbares Erkennungszeichen für die Beschäftigung der Stadt auf dem Lechfeld mit der Schlacht auf dem Lechfeld: die Jahreszahl "955", in Frakturschrift, blutrot. Sie prangt inmitten einer Grafik, die künftig als "Schlüsselbild" dieses Engagement der noch jungen Kommune mit dem weit zurückliegenden historischen Ereignis signalisieren soll. Den Weg zu dieser Grafik zeichnet derzeit eine Ausstellung im Foyer des Rathauses nach.

Ein "hochkarätiges Team", so schwärmt Kulturbüroleiter Franz Moritz, habe dafür in den vergangenen Monaten mit ihm kreativ zusammengearbeitet: Dr. Peter Albrecht vom Königsbrunner Verlag, Historiker Manfred Kosch, Ausstellungsmacher Ullrich Styra und von der Königsbrunner Agentur Patscheider Chef Hubert Patscheider und Grafiker Michael Mayr.

Entwürfe und Arbeitsschritte für das Schlüsselbild

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"Es sind viele Entwürfe entstanden, die alle so faszinierend waren, dass ich es schade fand, nach der Entscheidung für einen den Rest einfach wegzupacken." Deshalb sind nun Vorstufen und Entwürfe im Rathausfoyer zu sehen.

"Wir zeigen, welche Ansätze es gab, dann die Vielfalt der grafischen Möglichkeiten - und schließlich, wie wir uns entschieden haben", erläutert Moritz. Er betont, Ziel sei keinesfalls gewesen, jetzt schon ein Logo für das Projekt "Erlebniswelt Schlacht auf dem Lechfeld" zu präsentieren: "Das kommt mit dem Museum!"

Man wollte vielmehr etwas schaffen, was in der Fachsprache der Designer und Kommunikationsexperten "Key-Visual" heißt, einen bildlichen Schlüssel, ein erzählerisches Zeichen. Die bekanntesten Key-Visuals sind etwa die lila Kuh von Milka oder der Cowboy von Marlboro. "Es geht darum, das Thema zu bebildern, bis die Erlebniswelt entsteht", so der Kulturbüroleiter.

Inspiriert vom Deckengemälde in der Kirche St. Ulrich

Wichtig war ihm, diesen optischen Schlüssel deutlich mit Königsbrunn zu verbinden. Deshalb habe man einige Elemente klar vom Deckengemälde über die Lechfeldschlacht in der Ulrichskirche hergeleitet. Es gebe aber auch Comic- und Scherenschnitt-Elemente - und unübersehbar stehe die Jahreszahl "955" in dem Werk. Die wird zudem genutzt, um Besucher der Internetseite der Stadt rasch zu weiteren Infos über dieses Thema zu führen.

Ab Mai sind auch Teile des Dioramas zu sehen

Für Grafiker Michael Mayr war es wichtig, eine Gestaltung zu finden, die auch Jugendliche anspricht. Von Überlegungen, das Motiv wie bei aktuellen TV-Informationen mit einer Textzeile zu durchsetzen, kam man aber wieder ab. Ab Anfang Mai folgt dann eine zweite Ausstellung zum Thema. Die wird, so kündigt Moritz an, zum einen Daten und Informationen zur historischen Schlacht auf dem Lechfeld von 955 liefern und die Epoche mit einigen Replika begreifbarer machen.

Zudem soll das Konzept der "Erlebniswelt Schlacht auf dem Lechfeld" ausführlich dargestellt werden. Der Schöpfer der Zinnfiguren für das groß angelegte Diorama zur Schlacht wird erstmals einige kleinere Szenen mit frisch fertiggestellten Figuren präsentieren.

"Wir wollen damit den Bürgern das Thema nahebringen", erklärt Moritz, "und zwar kompakt, eingängig und unterhaltsam. Sie müssen keine dicken Bücher wälzen, um sich darüber zu informieren."

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