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Königsbrunn

17.10.2019

Königsbrunn startet ins LED-Zeitalter

Bürgermeister Franz Feigl und LEW-Vorstandsmitglied Markus Litpher legten symbolisch Hand an die erste neue Leuchte.
Bild: Adrian Bauer

Die Straßenbeleuchtung in Königsbrunn wird bis zum Frühjahr 2020 komplett auf moderne Leuchtmittel umgerüstet. Was die Stadt dadurch an Stromkosten einspart. 

Im Lauf der nächsten Monate werden allen Königsbrunnern neue Lichter aufgehen: In dieser Woche gaben Bürgermeister Franz Feigl und Lechwerke-Vorstandsmitglied Markus Litpher den Startschuss für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der gesamten Stadt auf LED-Technik.

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In den kommenden Monaten werden mehr als 2500 Laternen im gesamten Stadtgebiet ausgetauscht. 1,7 Millionen Euro sind dafür in den Haushalt eingestellt, 20 Prozent der Kosten werden über Fördermittel erstattet. Die Bauarbeiten sollen im Frühjahr 2020 abgeschlossen sein. Bürgermeister Franz Feigl freute sich, dass mit den Lechwerken (LEW) ein langjähriger Partner die Ausschreibung für das Projekt gewonnen habe: „Wir wissen, dass der Umbau solide klappt und freuen uns, dass wir für die Zukunft eine Betreuung vor Ort haben.“ In Königsbrunn betreibt die LEW ein Technologiezentrum, wo unter anderem die verschiedenen Leuchtentypen ausgestellt sind.

LEW-Vorstandsmitglied lobt Zusammenarbeit mit Königsbrunn

Das Projekt zu bekommen sei seinem Unternehmen ein Anliegen gewesen, sagte Markus Litpher. Man pflege mit der Stadt Königsbrunn eine gute Zusammenarbeit und habe gemeinsam schon Projekte wie das „Bewegte Licht“ im Sportpark West umgesetzt. Eine gute, funktionierende Straßenbeleuchtung sei wichtig für das Sicherheitsempfinden und das Wohlgefühl der Menschen. Man habe gemeinsam mit der Stadt ein vergleichsweise warmes Licht für die Königsbrunner Straßen ausgewählt, sagte Litpher.

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Gleichzeitig sei man technologisch auf der Höhe der Zeit. Durch die LED-Leuchten reduziert die Stadt ihren Stromverbrauch um 720000 Kilowattstunden oder bis zu 70 Prozent pro Jahr und spart 340 Tonnen CO2 ein – was dem Projekt auch die Förderung des Bundesumweltministeriums einbringt.

Investition soll sich in sieben bis acht Jahren finanziell auszahlen

Zudem lässt sich das Licht genauer steuern als bei den alten Leuchten. Dadurch wird die Lichtverschmutzung deutlich reduziert. Durch den gesparten Strom sollen sich die Investitionskosten in etwa sieben bis acht Jahren amortisiert haben, hat die Stadtverwaltung berechnet.

Die Stadträte haben verschiedene Leuchtentypen ausgewählt. Den Großteil der Maßnahme machen die sieben Meter hohen sogenannten „Technischen Leuchten“ aus, die an den großen Straßen aufgestellt werden, für die kleineren Wohn- und Anliegerstraßen sowie Plätze, Parkplätze, Anliegerwege und Fußwege gibt es 4,5 Meter hohe dekorative Leuchten. Zudem soll es für das neue Zentrum einen eigenen Leuchtentyp geben. In der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße wird die Straßenbeleuchtung im Zuge der Gesamtsanierung erneuert.

Königsbrunner Leuchten sind schmutzabweisend und wasserdicht

Dabei sind nicht nur die Leuchtmittel auf dem neuesten Stand der Technik, sondern das gesamte System. In den Leuchten sind die Kabel bereits enthalten, sodass man sie nur ins Kabel am Boden anklemmen muss. So schafft ein Montagefahrzeug zehn Lampen mit je zwei Leuchtpunkten pro Tag. Zudem sind die Laternen wasserdicht, sodass – anders als früher – auch im Laufe der Zeit keine Insekten ins Innere der Lampen gelangen können. Die Leuchtpunkte weisen durch eine Spezialbeschichtung Schmutz ab. Dadurch brauchen die Lampen deutlich weniger Wartung als in früheren Jahren.

Ab sofort werden die Straßen in Königsbrunn schrittweise abgearbeitet. Dabei wolle man zügig voranschreiten, um die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten, sagte Markus Litpher. Er versprach, dass alle Anwohner rechtzeitig über die Arbeiten in ihrer Straße informiert würden. Mit großen Verzögerungen im Winter rechnen die Lechwerke nicht. Die Arbeiten seien grundsätzlich bei jeder Witterung machbar, würden nur bei starkem Regen oder heftigem Schneefall aus Rücksicht auf die Mitarbeiter unterbrochen.

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