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Königsbrunn

30.07.2019

Königsbrunn stellt fleißige Stadtradler

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In einem Meer von Fahrrädern stehen die  Stadtradeln-Fans des Königsbrunner Gymnasiums (von links) Martin Hoffmann, Nick Diehl, Tom Lichtenstern und Schulleiterin Eva Focht-Schmidt.
Bild: Anke Maresch

Die Bürger strampeln bei der Aktion fast 100000 Kilometer. Die Gymnasiasten haben großen Anteil am Gesamtergebnis und werden vom Landkreis geehrt.

Drei Wochen lang, vom 20. Mai bis 9. Juni haben sich Königsbrunner am Stadtradeln beteiligt: Bei der Kampagne des Klima-Bündnis legten 781 Radelnde insgesamt 97730 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und vermieden dabei 13878 Kilogramm Kohlendioxid. Und ein Team hat daran einen ganz besonderen Anteil: Das Gymnasium Königsbrunn hat dieses Jahr genau 71329,6 Kilometer beigetragen und damit 10128,8 Kilogramm CO2 eingespart. Mit 664 Teilnehmern war es auch das größte angemeldete Team der Stadt.

Schulleiterin Eva Focht-Schmidt, die selbst schon „seit ewigen Zeiten“ beim Stadtradeln mitmacht, freut sich über das Engagement an ihrer Schule, die parallel auch noch bei der Aktion „Schulradeln“ des Landratsamtes beteiligt war. Dabei schafften es die Königsbrunner auf Platz eins der teilnehmenden Schulen im Landkreis und wurden von Landrat Martin Sailer ausgezeichnet. Überzeugte Mitstreiter hat sie in den beiden Lehrern Alexandra Lickfett und Martin Hoffmann gefunden, die das Projekt schon einmal vor einigen Jahren gemeinsam gemanagt haben. Auch dieses Jahr waren die Aufgaben wieder klar verteilt: Alexandra Lickfett, Spanisch-, Englisch- und Geolehrerin, war für die gesamte Organisation zuständig, Mathematik- und Physiklehrer Martin Hoffmann für die Daten-Koordination.

Königsbrunner Gymnasium sieht sich als fahrradfreundliche Schule

Alle drei sehen die Situation am Königsbrunner Gymnasium als absolut fahrradfreundlich: Ein großer Abstellplatz, ein gut ausgebauter Radkeller, nicht so weite Schulwege, die recht problemlos mit dem Fahrrad gemeistert werden können, Schulungen durch einen Fahrrad-Club, regelmäßige Unterstützung bei der Verkehrserziehung durch die Bobinger Polizei – hier spreche vieles für das Fahrrad. Und so wurden während des Projekts jeden Freitag über die Klassleiter die Stadtradeln-Listen verteilt, in die die Jugendlichen ihre gefahrenen Kilometer eintragen konnten. Dass die Angaben ehrlich und korrekt sein sollten, war Ehrensache. Per Lautsprecher-Durchsagen, auf der Schul-Homepage und bei Elternstammtischen wurde ebenfalls über das Projekt informiert. Alexandra Lickfett berichtet von Kindern, die sich gegenseitig motiviert haben, auch in der Freizeit mehr zu radeln, und bei denen am Schluss die ganze Familie mitgemacht hat.

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Beiden Lehrern ist aufgefallen, dass das Thema Umweltschutz und CO2-Ersparnis, das im Zuge der Aktion teilweise auch im Unterricht behandelt wurde, im Vergleich zu früheren Jahren bei den Kindern und Jugendlichen einen deutlich höheren Stellenwert bekommen hat – sicherlich durch die Medienpräsenz dieser Problematik bedingt, vermutet Martin Hoffmann. Und auch die Erwachsenen sind sich einig, dass das Fahrradfahren gestärkt und das bestehende Fahrradwegenetz gepflegt, verbessert und ausgebaut werden muss.

Schüler spulen auch privat viele Kilometer ab

Zwei der Schüler, die ganz besonders viele Kilometer beim Stadtradeln für das Königsbrunner Gymnasium eingebracht haben, sind übrigens Tom Lichtenstern und Nick Diehl: Achtklässler Tom hat insgesamt 428 Kilometer beigetragen. Auch außerhalb der Aktion fährt er in der Woche durchschnittlich 40 bis 60 Kilometer – nicht nur den Schulweg von Bobingen nach Königsbrunn, sondern auch noch in der Freizeit durch den Wald. Nick Diehl ist in Königsbrunn aus Prinzip mit dem Fahrrad unterwegs, fährt damit zum Training und zur Oma. Und auch die Familie des Sechstklässlers hat sich beteiligt. (AZ)

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