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Königsbrunn

10.10.2019

Königsbrunn will mit Kooperationen zu mehr  Badezeiten

Vor allem die Vereine, aber auch die Königsbrunner haben großes Interesse an mehr Badezeiten im Hallenbad des Gymnasiums. Jetzt wurde eine Lösung gefunden.
Bild: Hermann Schmid (Archiv)

Viele Königsbrunner wollen mehr öffentliche Schwimmzeiten im Gymnasiumsbad. Der Stadt fehlt dafür Personal. Wie eine Zusammenarbeit Abhilfe schaffen kann.

Mit knapp 1,26 Millionen Euro beteiligt sich die Stadt an den Kosten des Umbaus des Schwimmbades am Gymnasium. Da ist es für Bürgermeister Franz Feigl nur naheliegend, die Nutzungszeiten auch auf die Wochenenden auszuweiten.

Nachfrage besteht nicht zuletzt bei Vereinen, bisher scheiterte dies an fehlenden Fachkräften für die Kontrolle der Wasserqualität. Der Hauptausschuss sprach sich nun dafür aus, durch die Kooperation mit den Kommunen Bobingen, Schwabmünchen und Untermeitingen, die alle Bäder betreiben, hier eine Lösung zu finden. Nur Christian Toth ( FDP/BF) war dagegen.

Hauptausschuss gibt Beitrag zum Badumbau frei

Zweimal stand das Gymnasiumsbad auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses. Zum einen musste er beschließen, wie eine Zahlung von knapp 230000 Euro zu finanzieren ist, die der Landkreis als vierte Abschlagszahlung für den Badumbau von der Stadt fordert. Dafür war im Haushalt 2019 kein Betrag eingestellt worden.

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Dazu kann Kämmerer Tobias Müller nun auf Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer zugreifen, die heuer von 9,5 auf gut zehn Millionen Euro ansteigen werden. Im nächsten Jahr wird der Landkreis dann die Schlussrechnung aufstellen. Vereinbart ist, dass sich Stadt und Kreis die 1,1 Millionen Euro, die nicht durch staatliche Förderung abgedeckt sind, teilen.

Königsbrunn will sich mit Schwabmünchen, Untermeitingen und Bobingen zusammentun

Feigl stellte dann Überlegungen vor, die im Frühjahr 2018 vom Landratsamt angeregt und von seinen Bürgermeisterkollegen begrüßt wurden. Es sei sinnvoll, wenn sich Bobingen, Schwabmünchen, Untermeitingen und Königsbrunn zusammentun und ein Schwimmbadkonzept erarbeiten lassen, das ausloten soll, wie eine Kooperation beim Betrieb ihrer Bäder eine Ausweitung der Angebote und Einsparungen möglich machen könnte. An den Gesamtkosten dieser Studie (25000 Euro) soll sich Königsbrunn mit gut 7000 Euro beteiligen. Das Ziel der Stadt sei es, sagte Feigl, das Schwimmbad am Gymnasium auch an den Wochenenden nutzen zu können. Doch die Suche nach dem dafür nötigen technischen Personal war auch nach der dritten Ausschreibung erfolglos. „Eventuell geht es über ein gemeinsames Betriebskonzept der vier Bäder“, sagte Feigl. Die meisten Fraktionen signalisierten Zustimmung.

So könne man Kosten sparen und ortsübergreifend technisches Personal und Vertretungen organisieren, argumentierte Helmut Schuler (Freie Wähler). „Solch eine Zusammenarbeit macht vielleicht manche Dinge möglich“, hoffte Alwin Jung (Grüne). Die Kooperation zwischen Kommunen sei „ein Gebot der Stunde“, sagte Norbert Schwalber (CSU), dadurch erhalte man nicht zuletzt auch eine Vielzahl von Infos. Auch Florian Kubsch ( SPD) lobte die Initiative. Er wies allerdings auch darauf hin, dass seine Fraktion dies schon im Dezember 2017 angeregt hatte. Damals hatte die SPD beantragt, die Verwaltung solle die Kosten für Bau und Betrieb eines städtischen Schwimmbads ermitteln und auch prüfen, ob dies in den damals zur Sanierung anstehenden Grundschulen untergebracht werden könne.

Florian Kubsch fordert weiter ein eigenes Bad für Königsbrunn

Dabei wollte die SPD auch den gemeinsamen Betrieb der öffentlichen Bäder in Königsbrunn und dem südlichen Landkreis prüfen lassen. Auch wenn seine Fraktion jetzt die Kooperation unterstütze, so sei dies keinesfalls als Zustimmung für den Bau eines weiteren Bades in einer anderen Kommune zu werten, betonte Kubsch: „ Königsbrunn als größte Stadt im Landkreis braucht ein eigenes Bad!“

Christian Toth ( FDP) wollte sich der allgemeinen Zustimmung nicht anschließen: „Ich sehe da keinerlei Einsparpotenzial, keinerlei Mehrwert für die bestehenden Bäder.“ Auch der Hinweis des Bürgermeisters, dass Schwabmünchen aktuell nur ein Freibad betreibe, dessen Mitarbeiter im Winter nicht ausgelastet sind, konnte ihn nicht umstimmen.

Einstimmig entschied der Hauptausschuss, Mittel für ein neues Schließanlagen-System im Rathaus, über das auch die Erfassung der Arbeitszeiten abgewickelt werden kann, freizugeben. Das bisherige System ist 15 Jahre alt, inzwischen seien Ersatzteile nur noch schwer zu erhalten, sagte IT-Abteilungsleiter Manfred Bierling. Nun hat auch noch das Unternehmen, das die Pflege der Software für die „Zeitwirtschaft“ im Rathaus übernommen hat, diesen Auftrag gekündigt. Das bietet zwar den Vorteil, jetzt ein neues Komplettsystem zu beschaffen – dazu sind allerdings zusätzlich 50000 Euro nötig. Die können kurzfristig aus dem Budget für die Sanierung der Grundschule Süd entnommen werden, beschloss der Ausschuss.

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