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Königsbrunn

18.08.2019

Königsbrunner mit 51 Jahren auf dem Weg zum Rockstar

Musiker Christian Bettendorf arbeitet am großen Durchbruch, hier in seinem Studio in Königsbrunn.
Bild: Claudia Deeney

Christian Bettendorf hat Computertechnik und Ingenieurwesen studiert. Seine Leidenschaft gehört aber dem harten Rock. Wie er den Durchbruch schaffen will.

 „Viel schlafen tue ich jedenfalls nicht, das ist für mich verschwendete Lebenszeit“, erklärt Christian Bettendorf im Gespräch mit unserer Zeitung zum Thema „Was machen Sie denn da so?“ Ihm reicht der Tag kaum aus, um alles zu schaffen was er sich vornimmt. Egal ob es Windsurfen in der Welle, Tennis spielen, Musik machen oder Softwareprogrammieren ist, um mal ein paar Beispiele der Aktivitäten des 51-jährigen Königsbrunners aufzuzählen, er sieht alles zielorientiert und sagt: „Hobbys habe ich nicht, ich habe generell eine professionelle Einstellung zu allem was ich mache.“

Tennis spielt er turniermäßig, zum Windsurfen geht es Richtung atlantischer Ozean und seinen Beruf in der Softwarebranche findet er innovativ, weil er dort neue Technologien erfinden kann. Und mit der Musik ist das nicht anders. Da möchte er mit seiner Band „Darkness Light“ richtig durchstarten. Bettendorf wirkt locker und selbstbewusst, er weiß was er kann, nicht nur auf der Gitarre. Er ist Leader und Produzent, der 2011 gegründeten Band und auch Komponist vieler der bisher veröffentlichten Songs. Und er ist ein Macher, denn alleine vom Wünschen kommt kein Erfolg.

Als Kind hatte er klassischen Klavierunterricht

Das weiß der aus Rumänien stammende Allrounder, der in seiner Heimat an der technischen Universität Computertechnik und Ingenieurwesen studiert hat. Als Kind hatte er klassischen Klavierunterricht. Als 20-jähriger wechselte er die Stilrichtung und probierte sich am Piano im Jazz-Rock-Metier aus. Nach dem Studium war musikalisch erst mal eine Schaffenspause angesagt, der Beruf und die Familiengründung standen im Vordergrund.

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Mit 30 Jahren fing er wieder mit dem aktiven Musikmachen an, aber nicht mehr am Piano, sondern mit der E-Gitarre. „Ich bin Hard Rock und Heavy Metal Fan und das konnte ich am Piano nicht umsetzen, obwohl der britische Keyboarder Jon Lord mein Vorbild war und ist.“ Seine Vorbilder für E-Gitarre sind Weltklasse Gitarrist Richard Blackmore, Steve Morse und Yngwie Malmsteen. Letztgenannter steht wegweisend für die Verwendung von Elementen der klassischen Musik im Heavy Metal beziehungsweise Hard Rock.

Der Stil kommt durchaus an

Und die Begeisterung Bettendorfs für dieses spezielle Genre hört man immer wieder bei Songs von „Darkness Light“ heraus. Beispielsweise bei „Living with the danger“, da gibt es einen klassisch fast sanft anmutenden Einstieg, bis dann abrupt mit dem Schlagzeugeinsatz die härteren Töne folgen. „Handmade Melodic Hard Rock“ so bezeichnet der Bandleader den Stil, und das kommt durchaus an. 2018 wurde das Album „Darkness“ als bestes Rockalbum ausgezeichnet und in diesem Jahr gewann das Musik-Video „Remeber Death“, sowie der gleichnamige Song den ersten Preis der Akademia Music Awards. Nur zwei Beispiele für Erfolge die sich sehen lassen können, die sich die Band und ihr Macher Bettendorf aber auch hart erarbeitet haben. „Die Band hat mittlerweile internationalen Bekanntheitsgrad, wir waren beispielsweise auch in den amerikanischen Charts „Number One Music“ vertreten“, sagt Bettendorf.

Um weiter diese Linie zu verfolgen, geht es nicht ohne eine international tätige Plattenfirma. Da laufen Verhandlungen und der Bandleader begründet: „Man kann als Musiker und Band so gut sein wie man will, ohne eine entsprechende Plattenfirma, welche essenzielle Unterstützung leistet, gibt es keine Chance sich auf dem Markt zu etablieren.“ National hat die Band finanzielle Partner und bereits zwei Alben sowie zwei zusätzliche Singles herausgebracht. Am dritten Album arbeiten die Musiker gerade, deshalb sind in den kommenden Monaten keine Live-Auftritte geplant.

Die Planungen für Live-Auftritte laufen intensiv

Auf dem neuen Album seien dann auch einige bekannte Gastmusiker zu hören, die sich die Ehre geben, wie beispielsweise Frank Pane, der Gitarrist von Bonfire, oder auch Bassist Ronnie Parkes, der ebenfalls mit Bonfire auf Tour ist. Die Planungen für Live-Auftritte laufen intensiv, im Februar 2020 werden „Darkness Light“ in Aichach beim Brandner Kaspar zu sehen und zu hören sein und im April beim Rock&Lok Festival in Markt Wald. „Das ist das Wacken des Südens und wir haben den Ehrgeiz in Wacken selbst auch aufzutreten“, freut sich Bettendorf schon heute auf die Live-Sessions im kommenden Jahr.

Egal wohin es noch geht, Königsbrunn bleibt er treu, in der Matrix (Jugendzentrum) hat die Band in diesem Jahr eines ihrer neuen Videos gedreht und dem Fritz-Felsenstein-Haus fühlen sich Bettendorf und seine Mitmusiker ebenfalls verbunden. 2017 haben sie ein Benefizprojekt ins Leben gerufen, mit dem Motto „Live is Life“. Den gleichnamigen Song der Gruppe Opus haben sie für dieses Projekt eigens in die Hard-Rock-Schiene gebracht, der Text blieb gleich und der passt ganz gut zur Band und ihrem Gründer Christian Bettendorf. Live is Life - Opus - 3. Strophe übersetzt: „Live ist Leben - wenn das Gefühl der Leute - Live ist Leben - das Gefühl der Band ist. Wenn wir allen unsere Stärke geben, geben wir das Beste.“

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