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Königsbrunn

21.12.2020

Königsbrunner müssen sich auf steigende Wasserpreise einstellen

Die Königsbrunner müssen sich auf steigende Wasserpreise einstellen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolfoto)

Plus Seit dem Jahr 2009 kostet in Königsbrunn der Kubikmeter Trinkwasser 73 Cent. Ab dem 1. Januar erhöhen die Stadtwerke auf 1,11 Euro. Das sind die Gründe.

Die Königsbrunner müssen sich zum Jahreswechsel auf deutlich höhere Wasserpreise einstellen. Rainhard Schöler, der kaufmännische Leiter der Stadtwerke, präsentierte dem Stadtrat die neuen Kalkulationen für Wasser und Abwasser. Ab dem 1. Januar werden für den Kubikmeter Wasser statt 73 Cent 1,11 Euro fällig, die Abwassergebühren liegen bei 1,98 Euro pro Kubikmeter statt 1,25 Euro. Für die doch drastische Erhöhung gebe es mehrere Gründe, sagte Schöler.

Die Stadt hat bereits zahlreiche Investitionen getätigt, wie den Neubau des Wasserwerks. Da das Kommunalunternehmen kostendeckend arbeiten muss, müssen solche Anschaffungen über die Gebühren refinanziert werden. Zudem planen die Stadtwerke auch für die kommenden Jahre mit höheren Ausgaben in mehreren Bereichen. Für den Erhalt des Rohrnetzes werden 50.000 Euro mehr eingeplant als in früheren Jahren. Die Stadtwerke bekommen zusätzliches Personal, was sich in Mehrausgaben von 30.000 Euro niederschlägt, und dann werden über vier Jahre hinweg insgesamt 800.000 Euro für Ingenieurleistungen aufgewendet. Schließlich habe sich auch noch der Beitragsmaßstab geändert.

Wasserpreis: Ein-Personen-Haushalt bezahlt in Königsbrunn 48 Euro pro Jahr mehr

Ilona Reeb (FDP) wunderte sich, dass es seit 2009 keine Preiserhöhung mehr gegeben habe. Woran das liegt, konnte Schöler auch nicht beantworten. Grundsätzlich müssen die Preise alle vier Jahre neu kalkuliert werden, was auch passiert sei. "Die Preise wurden aber, wie auch immer, auf diesem Niveau gehalten", sagte Schöler. 2016 seien lediglich einmal die Grundgebühren erhöht worden, das sei diesmal nicht geplant. Letztlich blieben die Kosten finanziell im überschaubaren Bereich: Ein Ein-Personen-Haushalt bezahle pro Jahr 16 Euro mehr Wassergebühren und 32 Euro mehr für die Abwasserentsorgung.

Weil noch Zahlen aus den Vorjahren fehlen, ist die Kalkulation noch nicht auf den Cent genau abgeschlossen. Dies soll zu Beginn des neuen Jahres nachgeholt und dann noch einmal im Werkausschuss des Stadtrats diskutiert werden. Um den Stichtag 1. Januar einhalten zu können, verabschiedete der Rat aber schon einmal eine Satzung, die bei den Preisen nachträglich noch nachgebessert werden kann. Sollte es Veränderungen geben, lägen diese im Ein-Cent-Bereich nach oben oder unten.

Wasserpreis in Königsbrunn: Erhöhung einstimmig beschlossen

Die Erhöhung sei sicherlich ein großer Sprung, sagte Helmut Schuler (Freie Wähler). Doch angesichts der großen Investitionen seien dem Bürger Mehrkosten von 48 Euro pro Jahr durchaus zuzumuten: "Dafür bekommt er für 0,03 Cent pro Liter Trinkwasser in derselben Qualität wie im Supermarkt." Letztlich wurde die neue Satzung mit den erhöhten Preisen einstimmig verabschiedet.

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