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Königsbrunns Zukunft braucht Entscheidungen

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Kommentar Von Adrian Bauer
08.11.2019

Eine Straßensanierung muss nicht zwingend die großen Zukunftsfragen Königsbrunns beantworten. Andere Großprojekte dagegen schon.

Das Aufatmen des Bürgermeisters war durchaus spürbar, als im Königsbrunner Bauausschuss viele Fraktionen ihre Widerstände gegen den Umbau der Bürgermeister-Wohlfarth-Straße aus der Stadtratssitzung aufgaben. Alles andere wäre zugegebenermaßen auch schwierig zu begründen gewesen.

Schließlich hatte Werner Lohmann, der Leiter des Technischen Bauamtes, gerade detailliert aufgezeigt, dass der Löwenanteil der Kostensteigerung nicht durch zu optimistische Schätzung zustande kam, sondern durch die konkreten Entscheidungen der Stadträte. Es ist gut, dass viele Fraktionen sich entschieden haben, das Projekt weiter voranzutreiben. In den Detailplanungen lassen sich einige Euro sparen, falls man das möchte.

Allen gerecht werden, statt Akzente für die Zukunft setzen

Wie zukunftsfähig die neue Wohlfarth-Straße ist, wird sich zeigen. Denn abgesehen von der optisch durchaus gelungenen Planung setzt sie wenig Akzente. Dafür hätte man sich entscheiden müssen: Soll die Stadt autofreundlicher werden oder Radfahrer bevorzugen, den Individualverkehr stärken oder mehr auf den öffentlichen Nahverkehr setzen? Stattdessen versucht man irgendwie, allen gerecht zu werden.

Das mag bei einer Straße noch funktionieren. Bei der alten B17 drängt schon aufgrund des verheerenden Zustandes mit tiefen Spurrillen und teilweise nicht funktionierender Entwässerung die Zeit. Doch die Erneuerung des Thermenareals und die Gestaltung der Rathauswiese werden die Stadt auf viele Jahrzehnte hinaus prägen. Dort ohne ganzheitlichen Ansatz und ohne tiefgehende Datengrundlagen in die konkreten Planungen zu gehen, wäre ein zu sorgloser Umgang mit der Zukunft der Stadt.

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