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Königsbrunn

10.01.2020

Königsbrunns neue Kulturbüroleiterin stellt sich vor

Bürgermeister Franz Feigl hieß Rebecca Ribarek als neue Kulturbüroleiterin willkommen.
Foto: Anke Maresch

Rebecca Ribarek wird Anfang Februar ihre Stelle als Nachfolgerin vor Ursula Off-Melcher antreten. Was sie sich vorgenommen hat.

Beim Dreikönigskonzerts wurde sie schon kurz vorgestellt, als sie von ihrer Vorgängerin Ursula Off-Melcher den Dirigentenstab übernahm: Rebecca Ribarek ist die neue Leiterin des Königsbrunner Kulturbüros. Anfang Februar nimmt die Diplom-Politikwissenschaftlerin ihre Arbeit auf.

Studiert hat die 34-Jährige in Augsburg und in Messina/Italien. Danach war sie in der KZ-Gedenkstätte Dachau tätig. Zu ihren aufgaben gehörten Besucherforschung, Referentenaus- und -weiterbildung, die Leitung der Buchungsabteilung und die Koordination von Zeitzeugen-Gesprächen für Schulklassen und Gruppen. Daneben wirkte sie an der Pressearbeit sowie an der Weiterentwicklung einzelner Ausstellungsbereiche mit, plante und realisierte Veranstaltungen der Bildungsabteilung.

Die letzten beiden Jahre war die Mutter einer dreijährigen Tochter für ein privates Weiterbildungsunternehmen in Augsburg tätig. Dort waren ihre Schwerpunkte die Konzeption und wissenschaftliche Zuarbeit bei Projekten zum Thema Arbeit und Bildung 4.0., sowie zu sozialen und internationalen Themen.

Die Bewerbung von Rebecca Ribarek ist einem Zufall zu verdanken

Dass Rebecca Ribarek sich auf die ausgeschriebene Stelle beworben hat, ist einem Zufall zu verdanken: Im vergangenen Sommer hatte sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten, der aus der Gegend stammt, ein Haus in Königsbrunn gekauft. Im Laufe der Renovierungsarbeiten hat sie auf der Königsbrunner Website nach Informationen gesucht und dabei spontan nach städtischen Stellenanzeigen geschaut. Das Interesse an der damals ausgeschriebenen Kulturbüro-Leitung war sofort geweckt, denn sie wollte mittelfristig wieder in der öffentlichen Kultur- und Bildungsarbeit tätig sein: „Ich dachte gleich, diese Aufgabe würde ich total gerne übernehmen!“

In wenigen Wochen wird die gebürtige Aalenerin nun ihr Büro beziehen. Sie freut sich auf die Arbeit mit ihrem Team und auf die große Bandbreite des Königsbrunner Kulturlebens, auf die zahlreichen städtischen Angebote, die Museen, die Stadtbücherei, die Volkshochschule und die Sing- und Musikschule: „Es sind ja von meinen Vorgängern – vom klassischen Konzert bis zum Kinoevent – bereits sehr erfolgreich ganz verschiedene Initiativen, Kooperationen und Veranstaltungen etabliert, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen.“

Ziel: Menschen ansprechen, die sich bisher nicht für Kultur interessiert haben

Rebecca Ribarek steht nun vor der Aufgabe, diese Angebotspalette zu variieren und auszubauen: „Eine Herausforderung für jede Kulturarbeit ist es, für möglichst viele Menschen interessante Angebote bereitzustellen und sie immer wieder zum kulturellen Austausch einzuladen. Auch diejenigen, die bisher wenig Interesse an der Kulturarbeit der Stadt hatten.“ Wichtig ist ihr, für alle Königsbrunner immer ansprechbar zu sein.

Bei ihrer Arbeit möchte die neue Leiterin verstärkt neue Medien einsetzen: „Ich finde es sehr spannend, in diesem Bereich die Digitalisierung zu nutzen, um einen einfachen Einstieg in das vielfältige Kulturleben der Stadt zu ermöglichen.“ Als „bekennender Museumsfan“ liegen ihr auch die Museen am Herzen. Gemeinsam mit den haupt- und ehrenamtlichen Kräften will sie das vielfältige Angebot verstärkt bewerben und Potenziale aktivieren.

Vorfreude auf neue Vernetzungen in Königsbrunn

Daneben wird Rebecca Ribarek aber auch mit den zahlreichen Königsbrunner Vereinen, mit Kultureinrichtungen, Initiativen, Schulen und Kindertagesstätten das Gespräch suchen. „Ich freue mich auf die Menschen hier in Königsbrunn. Es ist so ein enormes Engagement vorhanden – all diese Interessen und Zielgruppen mit der städtischen Kulturarbeit zu vernetzen, sich auszutauschen und sich gegenseitig zu bereichern finde ich eine reizvolle Aufgabe.“ Dabei will sie auch Königsbrunner Lokalgeschichte, regionalem Kulturleben, überregionalen oder vielleicht sogar internationalen kulturellen Akteuren Raum bieten: „Denn es geht mir nicht nur einfach darum, möglichst unterschiedliche Kulturangebote für verschiedene Zielgruppen zu organisieren. Ich möchte die Menschen auch ins Gespräch über ihre kulturellen Vorstellungen, über ihr Kulturverständnis bringen.“

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