1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Kommt der zweite Kindergarten in der Nebelhornstraße?

Schwabmünchen

07.11.2019

Kommt der zweite Kindergarten in der Nebelhornstraße?

Der St.-Christophorus-Kindergarten an der Nebelhornstraße sollte eigentlich nur erweitert werden. Nun steht ein zusätzlicher Neubau im Raum.
Bild: Carmen Janzen

Die Anwohner haben einen Protestbrief geschrieben und Unterschriften gesammelt. Der Stadtrat will ihre Einwände berücksichtigen.

Neben dem Christophorus Kindergarten in der Nebelhornstraße soll ein weiterer Kindergarten entstehen. Die Anwohner sind damit allerdings nicht einverstanden. Sie befürchten mehr Verkehr und bevorzugen einen anderen Standort in der Stadt. Sie haben bereits einen Protestbrief geschrieben und Unterschriften gegen das Vorhaben gesammelt (wir berichteten).

Nun stand der Neubau wieder auf der Tagesordnung des Schwabmünchner Stadtrates. Einige Anwohner nahmen deshalb als Besucher an der Sitzung teil. Allerdings gab es nicht viel Neues, da Bürgermeister Lorenz Müller den Punkt vertagte. Nach einem Gespräch mit den Anwohnern am Vortag wollte er zunächst deren Wünsche und Anregungen im Entwurf für die Bebauungsplanänderung aufnehmen und weitere Alternativstandorte prüfen lassen, bevor der Stadtrat darüber beraten und gegebenenfalls beschließen wird.

Die Grundschüler von St. Ulrich brauchen mehr Platz

Die neue Leiterin der Grundschule St. Ulrich stellte sich in der Sitzung vor. Sie ist keine Unbekannte. Maren Hankl war zuvor bereits vier Jahre lang Konrektorin. 488 Schüler besuchen die Grundschule derzeit, mehr als 220 werden dort auch nachmittags betreut. Tendenz steigend. Deshalb brauchen die Schüler auch den Platz, den die Kindergartenkinder im Untergeschoss derzeit nutzen, möglichst zeitnah. Auch deshalb ist ein Kindergarten-Neubau nötig, zumal die Gruppen in der Grundschule nur noch für zwei Jahre vom Landratsamt genehmigt sind.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Weitere Themen der Sitzung im Überblick:

Straßenausbaubeiträge: Die Straßenausbaubeiträge im Freistaat wurden abgeschafft. Bayern zahlt den Kommunen nun Ersatzleistungen, die sich momentan nach bisher erhobenen Beiträgen und Siedlungsfläche bemessen, später dann nur noch nach Siedlungsfläche. Der stellvertretende Stadtkämmerer Stefan Missenhard stellte die Hochrechnungen des Freistaats vor, demnach erhält Schwabmünchen im Jahr 2019 rund 217000 Euro, 2020 etwa 401000 Euro, 2021 zirka 274000 Euro und 2022 rund 84000 Euro. „Speziell im Jahr 2020 profitieren wird davon, dass die Stadt ihre Satzung vollzogen und die Beiträge tatsächlich erhoben hat“, so Missenhard.

Erschließungsbeiträge: Noch könne Städte Erschließungsbeiträge für Fertigstellung von Altanlagen oder die Erschließung von historischen Straßen in Höhe von 90 Prozent erheben. Ab April 2021 gibt es eine Rechtsänderung. Dann ist das nicht mehr möglich. Um die Bürger nicht ungerecht jetzt noch zu belasten, beschloss der Rat, bis 31. März 2021 keine weiteren Altanlagen und historischen Straßen als Erschließungsmaßnahmen fertigzustellen.

Lechpark: Dr. Manfred Heider vom gleichnamigen Büro für Standort-, Markt- und Regionalanalyse beurteilte die „Auswirkungsanalyse zur Revitalisierung des Lechparks in Untermeitingen.“ Dabei war ihm vor allem unklar, warum Langerringen und Gennach im Einzugsgebiet liegen, Schwabmünchen aber nicht. Zudem zweifelt er an, dass die Zahlen im Gutachten nach eindreiviertel Jahren noch aktuell sind. Schwabmünchen wird wieder eine Stellungnahme abgeben, die Untermeitingen dann abwägen muss.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren