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Langenneufnach

16.02.2020

Kommunalwahl 2020: Langenneufnach baut und investiert

Der Erweiterungsbau des Kinderhauses St. Martin wird finanziell eine große Herausforderung für die Gemeinde Langenneufnach.
Bild: Karin Marz

Plus Welche Projekte in Langenneufnach in den vergangenen sechs Jahren abgewickelt wurden und welche Aufgaben in Zukunft anstehen.

Die Gemeinde Langenneufnach zählt zu den steuerkräftigsten Gemeinden im Landkreis Augsburg und weist doch eine hohe Verschuldung auf. Momentan liegt der Schuldenstand zwar noch bei 1,4 Millionen Euro, doch bereits Ende 2023 wird diese Summe auf voraussichtlich 3,2 Millionen Euro ansteigen. Diese Verschuldung hat natürlich auch seine Gründe. Denn die Gemeinde investiert viel, um den Ort zukunftsfähig und attraktiv zu gestalten.

Die fünfte und gleichzeitig letzte Amtsperiode von Bürgermeister Josef Böck – er kandidiert nicht mehr – war geprägt von zahlreichen Bauvorhaben, die er gemeinsam mit den Gemeinderäten umsetzen konnte. Das sicherlich größte Projekt war die Umgestaltung des Rathausumfeldes und die Schaffung eines neuen, 600 Quadratmeter großen Dorfplatzes, der vor gut einem Jahr offiziell eingeweiht wurde. Neben Zuspruch gab es damals auch Kritik. Anfang Februar 2017 fiel nach vielen Diskussionen und Planungsarbeiten schließlich im Gemeinderat der Entschluss: Der Gemeinderat stimmte für den Bau. Die Gesamtkosten betrugen 1,3 Millionen Euro, an Fördergelder gab es knapp eine halbe Million Euro.

Zahl der Betreuungsplätze in Langenneufnach auf 180 erhöht

Neben der Sanierung des Friedhofs und des Glasfaserausbaus im Ort waren den Räten in dieser Amtsperiode die Schaffung von zusätzlichen Gewerbeflächen und von Wohnraum wichtig. So entstanden die neuen Baugebiete „Gärtnereiweg“ sowie „Kirchenbauer“. Aktuell laufen die Vorarbeiten für das Baugebiet östlich des Kindergartens. Dies hat natürlich auch Konsequenzen für das Kinderhaus St. Martin. Denn je mehr junge Familien in den Ort ziehen, desto mehr Betreuungsplätze werden benötigt.

Mittlerweile erarbeitete die Gemeinde mit dem Träger und den Verantwortlichen des Kinderhauses einen Plan für einen Erweiterungsbau, damit die Zahl der Betreuungsplätze auf 180 erhöht werden kann. Ob dieses Vorhaben überhaupt finanziert werden könne, war längere Zeit nicht klar, da die Höhe der Fördergelder nicht feststand. Aber nun geht die Gemeinde von Gesamtkosten von rund 3,6 Millionen Euro aus. Die Zuschussgelder wurden mittlerweile auf 1,6 Millionen Euro festgesetzt, und der Träger gewährt einen Zuschuss von 250.000 Euro.

Eine weitere Änderung, mit der sich der Gemeinderat auseinandersetzen musste, war die Zusammenlegung des bisher selbstständigen Bauhofes in Langenneufnach zu einem gemeinsamen Bauhof mit allen Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft. Auch hier gab es anfangs Bedenken. Im Oktober 2017 hat der gemeinsame Bauhof, dessen Hauptstandort in Langenneufnach ist, seinen Betrieb aufgenommen.

Bau eines Supermarkts in Langenneufnach

Ebenso auf den Weg gebracht haben die Räte den Bau eines Supermarktes. Heuer im Spätherbst soll an der Hauptstraße, schräg gegenüber des Feuerwehrhauses, ein Edeka-Supermarkt eröffnen. Allerdings: Der seit fast 20 Jahren am Ort ansässige Frischemarkt Kopitz sieht dadurch keine Zukunftschancen mehr und entschloss sich, seinen Laden zu schließen.

Auf die neuen Gemeinderäte und den neuen Bürgermeister warten noch weitere Vorhaben, die bereits angestoßen oder geplant sind. Hierzu zählt die Sanierung des Kanalsystems. Im Haushalt wurden hierzu bereits für heuer 160.000 Euro und für nächstes Jahr 240.000 Euro angesetzt. Bereits Ende 2018 beschlossen die Räte, aufgrund des Sanierungsbedarfs die Kanalgebühren anzuheben. Und auch der geplante Park-and-ride-Parkplatz am Bahnhof wird die Räte sicherlich auch in der kommenden Amtsperiode beschäftigen. Die Pläne haben die Räte bereits griffbereit in der Schublade. Aber wann mit dem Bau begonnen werden kann, hängt von der Reaktivierung der Staudenbahn ab. Weitere Themen im Gemeinderat werden der Bau des Talauenweges und eines Radweges nach Mickhausen sowie die Regenrückhaltung am Wiesenweg sein.

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Bürgermeisterkandidat Gerald Eichinger: Leben in der Heimat muss bis ins Alter möglich sein

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