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Kleinaitingen

11.03.2020

Kommunalwahl: Was Kleinaitingen auf den Weg gebracht hat

Entlang der B17 errichtete BMW ein Ersatzteillager. Eine Erweiterung des Kleinaitinger Gewerbegebiets lehnte der Gemeinderat ab, nachdem sich Landwirte mit einem Bürgerbegehren dagegen gewehrt hatten.

Plus Gewerbegebiet, Bauhof, Jugendaktivpark – die Gemeinde hat vieles umgesetzt. Doch manche Projekte werden die neuen Räte weiter beschäftigen.

Was haben die Gemeinderäte in den vergangenen sechs Jahren auf den Weg gebracht? Und welche Themen werden Kleinaitingen beschäftigen? Diese Fragen sind vor der Wahl besonders spannend. 2014 endete die 24-jährige Ära von Bürgermeister Franz Schäfer. Seitdem hat Rupert Fiehl (CSU/UL) das Amt inne.

Das erste, was der Gemeinderat 2014 auf den Weg brachte, waren die Erschließung des Gewerbegebiets „Nördlich der Ulrichstraße“ und des Baugebiets „Ostendstraße – Mittlerer Teil“. Östlich der B17 wies der Gemeinderat zudem die Gewerbefläche beim ehemaligen Gutshof für die Ansiedlung eines Logistikzentrums für BMW-Ersatzteile aus. Zuvor musste der Boden von Kampfmitteln geräumt werden, da der Gutshof seit etwa 1935 zum Militärgelände Lechfeld gehörte. Bei der Entschärfung einer Bombe musste im April 2015 die B17 gesperrt werden.

Nach Protesten wird das Gewerbegebiet nicht erweitert

Gegen eine Erweiterung des Gewerbegebiets zwischen den Logistikzentren von BMW und Aldi wehrten sich im Frühjahr 2018 betroffene Landwirte. Ein Bürgerbegehren unter dem Motto „Heimat und Natur bewahren“ wurde gegründet. Der Gemeinderat stellte das Verfahren ein. Im Februar 2019 lehnten die Räte auch die Ansiedlung der Firma MAN ab.

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Seit Mai 2016 beteiligt sich Kleinaitingen am interkommunalen Projekt „Wir daheim auf dem Lechfeld“ zur Förderung ehrenamtlicher Hilfe. Bürgermeister Rupert Fiehl übernahm den Vorsitz des Vereins „Bürgergemeinschaft Lechfeld“. Im November 2015 nahm Kleinaitingen 36 Asylbewerber in Unterkünften bei der Kaserne Lechfeld-Nord auf. Beim Sportgelände entstand ein Jugendaktivpark, in der Gartenstraße 15 kommunale Wohnungen.

Parksituation in der Lechfeldstraße sorgt für Ärger

Immer wieder gab es Beschwerden von Anwohner wegen der Parksituation in der Lechfeldstraße. Im Oktober 2016 erarbeitete der Gemeinderat ein Konzept, es wurden Poller angebracht und die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Doch die Poller haben nach Meinung einiger Anwohner die Parksituation nicht verbessert, vielmehr käme es zu gefährlichen Situationen beim Ausweichen. Kürzlich sprach sich der Verkehrsausschuss für die Beseitigung einiger Poller aus. Stattdessen sollen Halteverbote die Situation regeln. Die Variante soll drei Monate erprobt und danach die Bürger befragt werden.

Im Mai 2017 wurde der neue Bauhof in der Rudolf-Diesel-Straße im Gewerbegebiet in Betrieb genommen. Der Friedhof wurde nach Westen erweitert und mit einem neuen Konzept für Urnengräber ausgestaltet. Im Haushalt wurden 1,5 Millionen Euro für den Umbau des Rathauses, den Einbau einer Abgasabsauganlage bei der Feuerwehr, für Brandschutzmaßnahmen in der Lechfeldhalle sowie für den DSL-Ausbau investiert. Die Raiffeisenbank Schwabmünchen eröffnete eine Filiale im Rathaus und einen SB-Pavillon in der Hauptstraße. Freie WLAN-Versorgung an öffentlichen Plätzen gibt seit Dezember vergangenen Jahres.

Bürger wünschen sich eigene Sporthalle

Bei einer Bürgerversammlung im Mai 2018 sprach sich die Mehrheit der Besucher für den Bau einer Sporthalle aus, da die bestehende Lechfeldhalle nicht für große Sportveranstaltungen geeignet sei. Insbesondere für die Spiele der Volleyball-Damenmannschaft, die derzeit in Schwabmünchen ausgetragen werden, wäre eine größere Halle mit Zuschauertribüne erforderlich. Dieses Projekt wird den neuen Gemeinderat beschäftigen.

Auch die künftige Nutzung des Kleinaitinger Wasserturms wird weiter Thema sein. Rund 100 Jahre versorgte der Turm das Dorf mit Wasser aus einer Quelle bei Schwabmühlhausen. Seit dies der Wasserzweckverband Lechfeld übernommen hat, sucht die Gemeinde nach einer sinnvollen Nutzung des Wahrzeichens. Der Vorschlag von zwei Architekten aus Regensburg, eine Außentreppe und eine Aussichtsplattform zu bauen und Räume einzurichten, die als Trauzimmer oder für Turmkonzerte genutzt werden können, fand Anklang. Verwirklicht wurde bis heute allerdings nichts davon.

Ein Interview mit Bürgermeister Rupert seinen Wahlzielen lesen Sie hier.

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