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Schwabmünchen

26.11.2018

Konzert junger Talente: So muss Musik klingen

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Erste Beifallsrufe gab es gleich zu Beginn des Konzerts für das Lech-Wertach-Orchester unter der Leitung von Wolfgang Scherer.
Bild: Fotos: Fred Schöllhorn

Das „Konzert junger Talente“ bot ein beeindruckendes Programm zwischen Klassik und Pop. Ein Musiker bekam sogar einen neuen Haarschnitt verpasst.

Es ist wirklich erstaunlich, was sich Familie Scherer als Organisatoren des Konzerts junger Talente jedes Jahr aufs Neue einfallen lässt, um die treuen Fans der Konzertreihe zu überraschen und bestens zu unterhalten. Auch in diesem Jahr gelang ihnen das, mit einem abwechslungsreichen, bunten Programm zwischen Klassik und Pop, bei dem die jungen Talente nicht nur musikalischer Art waren.

Zum Auftakt gab es Musik aus dem Weltall

Erste Beifallsrufe gab es gleich zu Beginn des Konzerts, als das Lech-Wertach-Orchester klanggewaltig und quasi aus den Tiefen des Weltalls kommend mit der Star-Wars-Melodie einschwebte. Dann nahm der Abend Fahrt auf und es blieb nicht nur bei musikalischen Darbietungen. Die Kids der Beathof-Musikschule interpretierten einen Song von Michael Jackson auf ganz eigene Weise und zeigten damit, wie viel Spaß musikalische Früherziehung machen kann. Und temporeich begleiteten Tanzpaare den ausdrucksvollen Gesang Theresa Nitzsches „Bring On The Men“ aus dem Musical „Jekill und Hyde“. Gar eine ganze Akrobatentruppe bevölkerte die Bühne und den Saal, als die musikalische Reise in Bella Italia einen Zwischenstopp einlegte. Es waren Schülerinnen und Schüler der drei Leonhard-Wagner-Schulen aus Schwabmünchen, die auf Einrädern oder großen Gymnastikbällen balancierten und dabei auch noch jonglierten.

Beim Konzert wurde die Bühne zum Friseursalon

Sänger und Orchestermusiker Daniele Joas machte das italienische Flair komplett, als er mit rauchiger Stimme Songs von Domenico Modigno und Paolo Conte sang. Aber zu Italien gehört auch Rossini, genauer seine Oper „Der Barbier von Sevilla“. Da wurde die Bühne kurzerhand zum Frisiersalon, als Backblech-Mitglied Robert Altheimer eingeschäumt wurde und einen Haarschnitt verpasst bekam.

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Für das Orchester hatte Wolfgang Scherer den evangelischen Pfarrer der Lechfeldgemeinde, Leander Sünkel, als Posaunisten gewonnen und er selbst tauschte gelegentlich das Dirigentenpult mit dem Platz des Konzertmeisters, um Geige zu spielen.

 

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Talente begeistern an zwei Tagen
Bild: Fred Schöllhorn

Monika Scherer führte charmant durch den Abend

Temperamentvoll-feurig wurde es, als die musikalische Reise ins Land der Paprika, nach Ungarn ging. Da waren die Geschwister Leila, Elisa und Ferdinand, die sich das Klavier teilten und zu sechs Händen spielten. Und da war die Geigerin Sophia Thumm aus Meitingen, die virtuos und mit scheinbarer Leichtigkeit einen Czardas so interpretierte, dass die Zuhörer zuerst atemlos lauschten und dann in überwältigenden und lang anhaltenden Applaus ausbrachen.

Monika Scherer, die charmant und informativ durch den Abend führte, konnte von jedem der jungen Solisten berichten, wie vielseitig sie sind. Entweder spielen sie mehrere Instrumente oder sind auch in „außermusikalischen“ Sparten erfolgreich. Wie etwa Gitarristin Luisa Schilling aus Neusäß, die mit einer Tarantella brillierte: „Sie ist nicht nur Bundessiegerin bei Jugend musiziert, sie ist auch im Sport erfolgreich und hat zu Hause jede Menge Pokale“, berichtete Monika Scherer.

Beim „Konzert junger Talente“ gab eine Uraufführung zu hören

Aber damit nicht genug. Auf das begeisterte Publikum wartete ein weiterer Glanzpunkt an diesem Abend – eine Uraufführung: Der 19-jährige Jazzpianist Theo Kollross saß am Flügel und spielte seine Komposition „Shapes and Colors“.

Günther Groß aus Königsbrunn sprach wohl den meisten Konzertbesuchern aus dem Herzen, als er feststellte: „Es ist unwahrscheinlich, was diese jungen Leute leisten. Ich bin begeistert und meine Frau und ich besuchen möglichst jedes Konzert.“

Wie das Konzert junger Talente gutes für die Kartei der Not tut, lesen Sie hier.

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