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Starkbierfest

11.04.2011

Kräftig eingeschenkt: Dunkler Bock und heiße Sprüche

Dietmar Meitinger (links) schrieb die Sprüche des Kleinaitinger Bruder Barnabas Edi Heiß. Veranstalter war bereits zum 14. Mal der CSU-Ortsverband Kleinaitingen-Oberottmarshausen mit Vorsitzenden Rudolf Fischer (rechts). Nicht nur Landratsvize Max Strehler (Zweiter von links) war begeistert.
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Dietmar Meitinger (links) schrieb die Sprüche des Kleinaitinger Bruder Barnabas Edi Heiß. Veranstalter war bereits zum 14. Mal der CSU-Ortsverband Kleinaitingen-Oberottmarshausen mit Vorsitzenden Rudolf Fischer (rechts). Nicht nur Landratsvize Max Strehler (Zweiter von links) war begeistert.
Bild: Foto: Ivanka Williams-Fuhr

In Kleinaitingen nimmt Edi Heiß die Politprominenz aus der Region auf die Schippe

Kleinaitingen Mit einer Langhaarperücke marschierte Edi Heiß zum Starkbierfest des CSU-Ortsverbandes Kleinaitingen-Oberottmarshausen in die heimische Lechfeldhalle ein – wegen der Frauenquote bei der CSU ist der Edi zwar mit einer Frauenperücke einmarschiert. Doch diese Quote ist auf dem Lechfeld kein Thema mehr, merkte er an – wegen „jeder Menge Amazonen, die das Lechfeld jetzt kriegt“.

Seit Jahren nimmt der Kleinaitinger als Bruder Barnabas die Prominenz aus dem Augsburger Land auf die Schippe. Die Texte liefert ihm dazu seit langem Dietmar Meitinger. Heuer wären dessen Pointen beinahe in der Schublade verstaubt. Die Organisatoren hatten angesichts der Ereignisse in Japan das traditionelle Fest erst mal abgesagt, sich aber später entschlossen, es doch zu feiern. „Übernehmen jetzt auch schon die Ortsverbände den Schlingerkurs von Merkel, Seehofer & Co.?“, fragte Bruder Barnabas ergrimmt und fügte an: „Es ist schlimm, was in Japan passiert ist.“

Doch den Menschen dort sei ja nicht geholfen, „wenn wir ein langes Gesicht machen und zum Lachen bloß noch in den Keller gehen“. Wenn etwas vom Erlös des Abends für die Opfer gespendet werde, „dann haben doch beide Seiten profitiert“. Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden, Landratsvize Max Strehle, Altlandrat Dr. Karl Vogele, der Kommodore des JaBoG 32, Oberst Stefan Scheibl, Pfarrer Hubert Ratzinger und viele weitere mehr oder weniger bekannte Besucher ließen sich ihre Maß dunklen Bocks schmecken und freuten sich mehr oder weniger demonstrativ, wenn sie aufs Korn genommen wurden. Denn, wie Edi bemerkte: „Wichtig in der Region ist, wer in der Starkbierrede erwähnt wird.“

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Und so wurde auch heuer den Promis kräftig eingeschenkt. Am schlimmsten erwischte es Max Strehle. Der musste sich nämlich – stellvertretend für Landrat Martin Sailer, Europa-Abgeordneten Markus Ferber und andere abwesende Kollegen – einiges angehören. Auf harmlosen Dorffesten müsse man jetzt „Flohbänder am Handgelenk tragen“, damit man „was Anständiges zum Trinken kriegt“, beklagte Heiß. „Ist so ein Bänderwirrwarr vielleicht bloß als Ablenkungsmanöver erfunden worden, damit sich die Leute weniger Gedanken um die Renovierungsarbeiten im Landratsamt machen?“ Zum Thema E10 vermutete Heiß, Markus Ferber sei auch kein Freund des Biosprits. „Lieber Besoldungsklasse B10 auf der Bank, als E10 im Tank“, sei dessen Motto.

Dass es das Große und das Kleine Latinum gibt, machte er am Beispiel der zwei „Häuptlinge“ Franz Schäfer und Gerhard Mößner erläutert. Bei der Aktion „Alte Römerstraße“ sollte eine Botschaft von Ohr zu Ohr weitergegeben werden. Gerhard Mößner hat die Nachricht richtig weitergesagt: „Summus via Claudia Augusta.“ Und was kam bei Franz Schäfer an? „Humus klau i a im August.“

Für einen „Zugereisten“ habe Hubert Ratzinger gleich „ganz nett was geliefert“, lobte Edi Heiß den neuen Pfarrer von Großaitingen. Für das nächste Jahr sollte der zum Song Contest angemeldet werden, weil er für sein Leben so gern singen werde. „Germany – twelf points!“, werde es dann sicherlich heißen.

Dass „Berlin begreift, dass ein Lechfeld ohne Militär einfach nicht geht“, darauf hofft der Edi, ebenso wie der Königsbrunner Bürgermeister Ludwig Fröhlich und vor allem das „dreiblättrige Kleeblatt“ Georg Klaußner, Peter Schweiger und Andreas Schaf. „Es gibt dazu keine Alternative.“ Bei der nächsten Demo sollen die Bürgermeister aber gefälligst Schäfer und Mößner mitnehmen. „Dann seid ihr wenigstens schon mal 32.“

Leviten gelesen wurden auch den anderen Kommunalgrößen. Krummgenommen hat es Heiß und seinem Texter keiner. CSU-Ortsvorsitzender Rudolf Fischer freute sich sichtlich über den gelungenen Abend und die vielen Gäste.

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