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Untermeitingen

03.06.2019

Kreativschub durch traurigen Anlass

Mit "remember" erschuf Wilfried Trieb eine porträtierte Hommage an den kürzlich gestorbenen Rennfahrer Niki Lauda.
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Mit "remember" erschuf Wilfried Trieb eine porträtierte Hommage an den kürzlich gestorbenen Rennfahrer Niki Lauda.
Bild: Susanne Raffler

Bei der Ausstellung des Lechfelder Kunstkreises in Untermeitingen gibt es Werke im Klein- und Großformat zu sehen. Ein Porträt von Niki Lauda sticht dabei heraus.

Viele Worte benötigt man nicht, um das Motto der diesjährigen Ausstellung des Lechfelder Kunstkreises zu beschreiben, trifft doch schon der Titel das Motto auf den Punkt. Eindrucksvolle Werke im Kleinformat (20 auf 20 Zentimeter) bis hin zum Großformat (80 auf 120 Zentimeter) gab es in vielfältigen Darstellungen zu bewundern. Skulpturen aus Metall, Exponate in Acryl, Öl und verschiedenen Mischtechniken erfreuten die zahlreichen Besucher, die trotz des herrlichen Sommerwetters den Weg in die Pausenhalle der Untermeitinger Grundschule gefunden hatten.

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Zehn talentierte Künstler hatten in aufwendiger Vorarbeit eine eindrucksvolle Galerie aufgebaut, die dem Zuschauer von allen Seiten neue Einblicke gewährte. Von an klassisch-moderne Miro-Werke angelehnten Kleinformaten bis hin zu großen farbenfrohen Romantikgemälden bot die Ausstellung eine große Bandbreite an ausdrucksstarken Werken. Darunter auch ein Porträt des kürzlich gestorbenen Rennfahrers Niki Lauda. „Ich war schon eine Weile auf der Suche nach einer neuen künstlerischen Herausforderung, bis mir bei der traurigen Todesnachricht klar wurde, dass mein nächstes Werk die Darstellung des österreichischen Rennfahrers werden sollte“, erzählt Hobbymaler Wilfried Trieb, der dem künstlerischen Werken erst seit zwei Jahren nachgeht. Und so entstand unter dem Titel „Remember“ innerhalb weniger Tage ein authentisches Porträt des beliebten Österreichers, das Trieb neben den Werken seiner seit langen Jahren malenden Ehefrau Claudia ausstellte.

Künstler aus dem Lechfeld sind zwischen 79 und 99 Jahre alt

Ein eigener Ausstellungsbereich war reserviert für die kreativen Exponate zweier Malgruppen, die von Mitgliedern des Kunstkreises betreut werden. Von seit Jahren vollen Kursen in der Grundschule und den vielseitigen Talenten der kleinen Künstler konnten Perdita Schrenk und Stephanie Stiber berichten, während sich Ausstellungsleiterin Stella Roseto über die Werke freute, die im Haus Lechfeld von den älteren Untermeitinger Mitbürgern erarbeitet wurden. „Unsere Künstler sind zwischen 79 und 99 Jahre alt und mit Eifer bei der Sache“ sagte Roseto stolz.

Kreativschub durch traurigen Anlass

Bis zu sechs ältere Heimbewohner treffen sich einmal im Monat zum gemeinsamen Malen. Die Werke zeugen von großem Talent – so entstand eine ganze Reihe kleiner Miro-Werke, die dem Originalkünstler durchaus das Wasser reichen können.

„Unsere Werke sind mittlerweile auch in Dauerausstellungen im Untermeitinger Rathaus sowie dem Haus Lechfeld zu sehen“, erzählt Roseto. In spannenden Gesprächen konnten sich die zahlreichen Besucher bei den Künstlern Tipps und Inspirationen holen. Kaffee und Kuchen forderten die Gäste zum gemütlichen Verweilen auf. Musikalisch umrahmt wurde die gelungene Veranstaltung von Sängerin Gabriele Spatz und Ruth Doerfler an der Orgel mit bekannten Evergreens der 30er-Jahre.

Ausstellende Künstler waren Ludwig Hofmann, Paula Koch, Karin Sternberg, Perdita Schrenk, Stephanie Stiber, Christina Thiele, Claudia Trieb, Wilfried Trieb und Stella Roseto.

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