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08.11.2014

Kultur macht Arbeit und kostet einiges

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... in der Stadtbücherei gibt es Angebote vor allem für die Jüngeren und ...

Die Entwicklung der städtischen Kulturarbeit – und was für 2015 alles geplant (aber noch nicht finanziert) ist

Die Bürger der Brunnenstadt können auch 2015 mit einem vielfältigen kulturellen Angebot rechnen. Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher präsentierte jetzt im Hauptausschuss des Stadtrats ihre Planungen für 2015. Darin finden sich Veranstaltungsreihen wieder, die sie in den vergangenen Jahren in der Stadt etabliert hat.

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Dafür gab es Lob von vielen Seiten im Rat – auch ihre Ankündigung das Budget dafür werde, wie schon 2013, bei rund 135000 Euro liegen – und damit erheblich über dem der Vorjahre – brachte keinen der Stadträte zum Murren.

Ursula Off-Melcher, die im Sommer 2012 nach einer Vakanz von drei Monaten als Nachfolgerin von Franz Moritz die Leitung des Kulturbüros der Stadt übernahm, zeichnete die Entwicklung der Arbeit des Kulturbüros seit 2010 auf (siehe Infokasten). Mit der deutlich steigenden Zahl an Veranstaltungen (über ein Dutzend neue Formate seit 2012) wuchsen auch die Kosten – allerdings nicht im gleichen Maß.

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Eine „gesteigerte Produktivität um 100 Prozent“ ermittelte Ursula Off-Melcher für die letzten vier Jahre. Dies ergebe sich aus fast doppelt so vielen Veranstaltungen, zehn Prozent weniger Personalstunden und die Übernahme aller Aufgaben der Volkshochschule in der Stadt.

Die sei möglich geworden durch verbesserte Planung, rationelleres Arbeiten und den Austausch mit anderen Kommunen. So habe sie aus Augsburg die Vortragsreihe Campus (in Kooperation mit der Uni) und Lesungen des Brecht-Festivals nach Königsbrunn geholt.

Netzwerke mit Vereinen sollen Termine besser koordinieren

Netzwerke sind ihr vor allem in der Stadt wichtig, betonte Ursula Off-Melcher zu einem Schaubild mit zwölf Partnern. „Wir versuchen, nie als Konkurrenz aufzutreten, sondern immer als Partner“, betonte sie. Bereits zweimal habe sie Treffen organisiert, um Ideen auszutauschen und Termine abzusprechen.

Für 2015 habe sie bereits 50 Veranstaltungen – vom Dreikönigskonzert bis zur monatlichen Filmreihe MovieClassiX – terminiert, informierte Ursula Off-Melcher die Stadträte. Zwei ganz neue sind darunter: Zwei Konzerte „Klassik für Kinder“ mit Orchester, eine Reihe „Besondere Menschen“ mit Gesprächen zu Behinderung und Inklusion.

Noch ist offen, ob für all das Geld im Haushalt 2015 zur Verfügung stehen wird. Bürgermeister Franz Feigl eröffnete die Aussprache mit Anregungen, wie Geld gespart werden könnte: „Brecht in Augsburg – muss Königsbrunn das auch machen?“ Der Mithrastag könne auch nur alle zwei Jahre stattfinden.

Zwei Entscheidungen hat er schon getroffen. Der Kulturtreff Schwabenstraße, dessen Erfolg „sehr überschaubar“ war, wird eingestellt. Die Mitsing-Veranstaltung könnten künftig die beteiligten Gastronomen organisieren. Auch hinter die Kaffee- und Kuchen-Konzerte setzte Feigl ein Fragezeichen.

Kulturreferent Christian Toth deutete das kulturelle Jahresmotto 2015 „Tradition und Innovation“ als Signal, die Neustrukturierung des kulturellen Konzepts anzugehen. Die Stadt solle sich dabei mehr an Königsbrunner Themen orientieren sowie stärker örtliche Vereine und Gruppen unterstützen, schwebt ihm vor. Konkret wurde er nicht – auch nicht die Sprecher der Fraktionen, die überwiegend keine Kürzungen im Kulturkonzept wollten.

Bürgermeister Feigl ist wichtig, innerhalb des kulturellen Angebots der Stadt die Museen stärker hervorzuheben, erklärte er gegenüber unserer Zeitung. Es könne sein, dass man dafür – im möglichst unveränderten Kulturbudget – Gelder umschichten müsse.

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