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Ausstellung

17.11.2018

Kunst muss nicht immer schön sein

Rita Maria Mayer

Rita Maria Mayer aus Walkertshofen zeigt sehr persönliche Werke in Terrakotta und Porzellan

Das Schwabmünchner Museum eröffnet am Sonntag, 18. November, ab 11.30 Uhr „in personam“ – eine Ausstellung mit Werken von Rita Maria Mayer aus Walkertshofen.

Zu sehen sind Arbeiten in Terrakotta und Porzellan, die Mayers Handschrift tragen: Leidenschaftlich und elegant zugleich, zart und zugleich voller Kraft. „Doch, wie der Titel ,in personam‘ schon sagt, geht es nicht nur um schöne Kunst“, sagt Museumsleiterin Sabine Sünwoldt. Rita Maria Mayer hat in ihre Arbeiten sehr viel Persönliches mit eingewoben, Erinnerungen, Erfahrungen und Überlegungen zur eigenen Haltung zu den Fragen unserer schwierigen Zeit. Rita Maria Mayers Kunst ist eine persönliche, eine menschliche. Doch sie ist nicht Privatsache. Sie formuliert Fragen, die alle angehen und bietet damit jede Menge Möglichkeit zur Diskussion.

„in personam“ ist eine Ausstellung über das Menschsein, immer und heute. „Sie lässt uns die beeindruckenden Werke einer Künstlerin erleben, die mit wachem Geist und sensibler Seele Stellung bezieht“, sagt Sünwoldt.

Musikalisch wird die Ausstellungseröffnung von Annette Weber und Konstanze Kraus begleitet, die auf Harfe und Harmonika Musik aus ihrem Programm „Sahnestücke“ spielen. Natürlich gibt es auch ein kunstvolles Büfett. Sünwoldt wünscht sich regen Zulauf zur Ausstellungseröffnung, denn „bei Kunst ist das öffentliche Interesse oft nicht so groß und Frau Mayers Arbeiten haben es wirklich verdient, angesehen zu werden. Eine Eröffnung, bei der einem mit der Einführung ja praktisch der Schlüssel zum Betrachten der jeweiligen Kunstwerke auf unterhaltsame Weise mitgegeben wird, ist dazu eine gute Gelegenheit“, sagt sie. Angst vor Langeweile müsse niemand haben: „Langeweile bei einer Eröffnung kommt im Museum der Stadt Schwabmünchen schlichtweg nicht vor. Beim letzten Mal tanzten die Gäste sogar und gute Stimmung ist immer garantiert“, verspricht Sabine Sünwoldt.

Rita Maria Mayer lebt und arbeitet seit 1987 im Haus „Alter Löwe“ in Walkertshofen. Sie ist ausgebildete Kunsterzieherin. Nachdem sie ihren Lehrerberuf als Kunsterzieherin Anfang der 90er-Jahre aufgegeben hatte, widmete sie sich ganz der Kunst. Die 73-Jährige ist seither als Künstlerin sowie als Dozentin in der Lehrer- und Erwachsenenbildung tätig und gibt in ihrem Haus in Walkertshofen seit 30 Jahren Seminare in Töpfern, Bildhauerei und interkulturellem Lernen. Organisiert werden die Kurse durch das gemeinnützige Mittelschwäbische Bildungswerk sowie die Akademie „Europa in einer Welt“ für Kunst und Kultur, deren Initiator und Leiter Werner Mayer ist, der Ehemann der Künstlerin.

Gleichberechtigt neben dieser lehrenden Tätigkeit steht für Mayer die eigene künstlerische Tätigkeit. Vor 30 Jahren fand ihre erste eigene Ausstellung in Augsburg statt, der sich viele weitere anschlossen. Auch etliche Gemeinschafts- und Gruppenausstellungen zählen dazu, die in Deutschland und Italien stattfanden. Ihr Wissen bezieht die Künstlerin vor allem aus zahlreichen Reisen rund um die Welt. So besuchte sie verschiedene Länder in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika, um vor allem eines kennenzulernen: Die Kultur und Geschichte des Landes. Aus diesen Erfahrungen wird dann ihre Kunst. (SZ mit karma)

ist die Ausstellung im Schwabmünchner Museum an der Holzheystraße bis Sonntag, 24. Februar. Geöffnet ist mittwochs von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr.

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