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Königsbrunn

01.07.2020

Kunstausstellung: Gautscheröffnung ohne Gautsch

Im April 2019 stellte der Künstlerkreis seine Werke im Botanischen Garten aus.
Bild: Hämmer (Archiv)

Plus Der Königsbrunner Künstlerkreis startet seine Jahresausstellung auch ohne die Gautsch. Warum die Schau erst am 2. Juli beginnt.

Die Gautsch fällt in diesem Jahr zwar aus, der kulturelle Auftakt findet aber trotzdem statt. Am Donnerstag, 2. Juli, wird die traditionelle Jahresausstellung „Bunt-gemischt“ zum Jahresmotto „Leben, Lieben, Lachen – Zusammen – in Königsbrunn“, des Königsbrunner Künstlerkreises (KKK) im Rathaus eröffnet. Doch diesmal ist alles aufgrund der Corona-Pandemie anders und auch komplizierter für die ausstellenden Künstler.

Königsbrunner Kunstausstellung geht vom 2. Juli bis 4. September

Jürgen Hörauf, Leiter des KKK, musste kürzlich den 15 ausstellenden Künstlern mitteilen, dass das Rathaus im Juni noch nicht, wie ursprünglich geplant, für die Ausstellung geöffnet werden dürfe. Der Termin zum Aufhängen der Werke verschiebt sich daher auf Donnerstag, 2. Juli. Vormittags bekommt die kreative Gruppe – natürlich unter Einhaltung der Maskenpflicht und des Mindestabstands, grünes Licht für das Aufhängen ihrer Bilder und Collagen.

Danach ist die Ausstellung eröffnet und kann bis einschließlich Freitag, 4. September, besichtigt werden. „Da seit Mitte März keine Übungsstunden in den Räumen der AWO-Begegnungsstätte, dem Vereinssitz des KKK, stattfinden dürfen, musste die gemeinsame traditionelle Bilderauswahl dort vor Ort ebenfalls ausfallen“, bedauert Hörauf. Alternativ zum persönlichen Auswahlverfahren sandten die aus-stellenden Mitglieder Fotografien ihrer Bilder an Marie-Luise Reichelt von der Hänge-Kommission im Künstlerkreis. Reichelt wählte anhand der Aufnahmen schließlich harmonisch kombinierbare Exponate für die Wände im Kunst-Karree aus.

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„Dass sich trotz der belastenden Umstände 15 Künstler zum Malen und Gestalten hinreißen ließen, freut mich persönlich sehr“, lobt Hörauf seine Kollegen. „Können wir mit unseren durchweg farbenfrohen, fantasievollen Werken sicherlich ein wenig Lebensfreude präsentieren, die sich beim Betrachten – auch ohne feierliche Vernissage – dann hoffentlich im Betrachter spiegeln wird.“ Auf eine spannende Vielfalt dürfen die Besucher bereits jetzt gespannt sein.

Fingermalen, Holzschnitttechnik und viele kleine Porträts in einem Bild

„Bunt gemischte Natur“ präsentiert Eva-Maria Siegmund beim Blick über einen Gartenzaun. Menschen, die unterschiedliche Lebensstile verkörpern, zeigt Frank Pfeilschifter mit den beiden Bildern „Dame“ und „Elegant-variabel“. Tattoo, Kleidung und extrovertiertes Verhalten lassen sich hier entdecken. Ein weiteres Thema ist die „Stadtgestaltung“. „Jede Stadt will nicht nur das Gemeinwesen im Inneren fördern, sondern auch nach außen repräsentieren“, sagt Pfeilschifter.

Mit meditativem Malen mit den Fingern und den Materialien Grafit, Kohle, Kreide und Farbstiften setzte sich Claudia Schröttle speziell für die Ausstellung auseinander. Als äußerst experimentierfreudig bekannt ist Franz Günther. Neben einem Akt in Holzschnitttechnik, gedruckt auf Tapete, spannte er jetzt in mühevoller Geduldsarbeit vierlagig bunte Fäden in seinem Werk „Fadenfroh“ über die Arbeitsfläche. „Somit entsteht ein räumlicher 3-D-Effekt“, erklärt der Künstler. Klaus-Peter Glaser mischte in bunter Farbzusammenstellung neun kleine Porträts zu einem großen Bild zusammen.

In Öl auf Leinwand malte Georg Atzkern seine ganz persönliche heile Welt mit „Die Blumenmalerin“, „Am Lechwehr“ und „Kloster Oberschönenfeld“, während die reale Welt in der Corona-Pandemie quasi auf dem Kopf stand. Tiefe Ruhe und Frieden strahlt das Acrylbild „Abendstimmung“ von Sieglinde Matysik aus, während Ingrid Maurers Momentaufnahmen von Urlaubsreisen nach Südfrankreich und Indien samt Gartenansichten und Menschenstudien wohl neue Lust aufs Reisen machen.

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