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Königsbrunn

22.06.2017

Kunstgenuss mit Bewegungsprogramm

Zum Auftakt des Serenadenabends tanzte die junge Formation der Tanzgalerie Kuschill, im Publikum wurden erste Regenschirme aufgespannt.
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Zum Auftakt des Serenadenabends tanzte die junge Formation der Tanzgalerie Kuschill, im Publikum wurden erste Regenschirme aufgespannt.
Bild: Sabine Hämmer

Der Serenadenabend ist alljährlich ein Höhepunkt der Kulturellen Gautsch. Die Zuschauer genießen die Darbietungen der Sänger und Tänzer trotz eines spontanen Umzugs.

Dank südländischer Temperaturen am Mittwochabend durften anfangs Hunderte Besucher den beliebten Serenaden-Abend zur Gautsch beim Musik-Pavillon genießen und den schönen Blumenschmuck in Form von Notenschlüsseln bewundern, den die Stadtgärtnerei gestaltet hatte. Das Ganze aber leider nur etwa 30 Minuten lang, dann zogen bedrohliche Gewitterwolken auf, Blitz und Donner sorgten für eine bedrohliche Szenerie, Regen plätscherte inzwischen heftig vom Himmel. So entschied Bürgermeister Franz Feigl zur Sicherheit von Gästen und Aktiven, die Veranstaltung in die benachbarte Willi-Oppenländer-Halle zu verlegen. Nahezu alle Gäste folgten seinem Aufruf und verteilten innen hilfsbereit Stühle. Die Technik wurde verlegt, und Künstler nahmen auf der Breitseite der Halle Aufstellung, da für diesen „Notfallplan B“ keine Bühne aufgebaut war.

Nun konnte es weitergehen. Kulturbüroleiterin Ursula Off-Melcher dankte Gästen und Aktiven für die spontane Mithilfe bei der Umzugsaktion. Charmant und informativ moderierte sie fortan in der Halle weiter. Geehrt wurde auch Hansi Metzner, die Gattin des verstorbenen Altbürgermeisters Adam Metzner, sie hatte alle 51 Serenadenabende besucht.

Vox Corona bringt Hommage an kroatische Partnerstadt

Noch im Freien hatten junge Paare der Tanzgalerie Kuschill einen flotten Tanzauftritt hingelegt. Das Gitarren-Duo Rebecca Amann und Katharina Messmer von der Städtischen Sing- und Musikschule lieferte einen schönen Kontrast mit einfühlsam interpretierten Songs „Dust in the Wind“ von Kansas und „More than Words“ von Extreme. Der Auftritt von Vox Corona unter der Leitung von Josef Hauber wurde dann nach dem stimmungsvollen Abendlied „Am Brunnen vor dem Tore“ von Franz Schubert wetterbedingt jäh unterbrochen. 20 Minuten später ging es hochklassig mit einem Volkslied in kroatischer Sprache – eine Hommage an die Partnerstadt Rab – und dem Königsbrunner Heimatlied weiter. Ursula Off-Melcher hatte zu Letzterem eine nostalgische Schallplatte entdeckt und versprach demjenigen, der diese Lieder für das Kulturbüro digitalisieren kann, Karten für das Königsbrunner Sommerkino.

Koreanischer Frauenchor bietet Genuss für Augen und Ohren

Neben den Friends of Gospel unter der Leitung von Steffen Schönborn hatte auch der Gospelchor Königsbrunn unter der Leitung von Dekanatskantor Kuno Baumann seinen Auftritt. Beide Chöre lobten Gott auf ganz persönliche, ausdrucksstarke Weise. So interpretierten die Friends of Gospel das Vaterunser in englischer Sprache mit „The Lord’s Prayer“ und priesen ihn mit „Glory of God Almighty“. Mit stimmungsvoller Klavierbegleitung sang der Gospelchor Königsbrunn „Now“, „House of the Lord“ und „Lord Reign in Me“. Begeistert klatschten die Gäste mit.

Diversen Kompositionen von Giuseppe Verdi widmete sich der harmonische Auftritt des Akkordeonorchesters Monday Evening, geleitet von Sabine Leimer. Einen Genuss für Augen und Ohren bot anschließend der Koreanische Frauenchor in schillernden traditionellen Kostümen geleitet von Jong-Oh Shim. Unerwartet schlenderten nachfolgend plötzlich junge Leute in bunten Kostümen durch die Halle, formierten sich schließlich zur Tanzgruppe und sorgten als „Flashmob“ für eine weitere fetzige Tanzeinlage der Tanzgalerie Kuschill.

Italienische Urlaubsgefühle bei der Premiere

Eine Premiere feierte im Anschluss das Blasorchester Königsbrunn mit seinem neuen Leiter Ricardo Döringer, das bisher noch nie beim Serenadenabend aktiv war. Neben dem „St. Florian Choral“ von Thomas Doss kamen da mit „Funiculi Funicula“ italienische Urlaubsgefühle hoch. „Die flotten Seemänner vom Seemannschor sind bereits eine feste Institution beim Serenaden-Abend“, lobte Ursula Off-Melcher den engagierten Chor, der die Zuhörer mit dem Hamburg-Medley und dem Ausflug auf die Reeperbahn in die Welt der Seefahrer entführte. Unter der neuen Leitung von Sandra Möhring setzte das PCOrchester schließlich mit „Oregon“ von Jacob de Haan, hochklassig instrumental umgesetzt, den Schlusspunkt. Zum Abschied sangen Aktive und Gäste noch gemeinsam die Königsbrunner Hymne und feierten anschließend – das Gewitter hatte sich mittlerweile verzogen – im Freien fröhlich zur Bewirtung durch den CCK.

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