1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Kusper, knusper, Knäuschen ...

Mittelneufnach

29.01.2018

Kusper, knusper, Knäuschen ...

Copy%20of%20IMG_0307.tif
3 Bilder
Fantasievoll, bunt und schaurig: Die Kostüme der Hexen sind vielfältig.

... wer tanzt im Mittelneufnacher Gemeindehäuschen?

Die Böcklesberger Hexen haben zur fünften Hexennacht in die Stauden geladen und viele Gleichgesinnte sind gekommen: Über 250 Hexen und Hästräger aus Nah und Fern verwandelten das Gemeindezentrum für eine Nacht in ein wahres Hexenhaus.

Sie haben äußert fantasievolle Namen wie Wasserteufel, Feuerhexa, Deifelhexen, Butterweible oder Furzafang’r und tragen meist bunte Gewänder und teure Holzmasken. Filigran geschnitzt schauen sie teilweise lustig oder gespenstisch aus und für manche Kinder auch richtig gruselig. Die Hästräger und Hexen der schwäbisch-alemannischen Fasnet haben eine lange Tradition, die sogar bis ins Mittelalter zurückgeht. Dagegen sind die Böcklesberger Hexa aus Mittelneufnach noch ein sehr junger Verein und bestehen seit zwölf Jahren. Trotzdem haben sie sich schon gut in der bunten Welt der Hästräger etabliert. Diesmal hatten sich 28 Zünfte in Mittelneufnach versammelt, um mit den Böcklesberger Hexen gemeinsam eine heiße Hexennacht zu feiern. Am weitesten reisten die unheimlichen Höllahund aus Rheintal in der Nähe von St. Gallen aus der Schweiz an.

Zuvor musste aber noch der leuchtendrote Narrenbaum aufgestellt werden, der in der Dorfmitte von der lustigen Truppe abgeholt wurde. Angeführt von der lautstarken und bunt blinkenden Mindel-heimer Fanfarengruppe zog der Umzug durch Mittelneufnachs Straßen. Die Zimmermannsgilde übernahm dabei das Aufstellen des Baums. Für Oberzimmermann Xaver Kugelmann war es selbstverständlich eine Ehre, mit seinen Kollegen den Narrenbaum aufzustellen. Unter den Augen der vielen Zuschauer wurde der Baum schnell und fachmännisch per Hand errichtet und schließlich noch mit den Hexenutensilien geschmückt. Nun stand der langen Hexennacht nichts mehr im Wege.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Gemeindezentrum erwartete die Zunftmeisterin Margit Müller-Fertl die Besucher dann mit einem abwechslungsreichen Programm. DJ Fabian füllt mit seinem Hitmix regelmäßig die Tanzfläche, und die Guggamusik der Fanfarengruppe Mindelheim sorgte ebenfalls mit bekannten Stimmungshits im Blechmusiksound für Mordsgaudi in der Narrenrunde.

Aber auch für die Show war gesorgt: Viel Applaus gab es für den Showtanz der Kindergarde Crazy Kids aus Oberrieden. Vogelscheuchen, Krähen und süße Mäuschen tobten sich witzig spritzig auf dem Feld aus. Das tänzerische Highlight des Abends war die Memminger Garde Himmlische Teufel. Die hübschen Gardemädchen begeisterten mit einem sehr flotten und modernen Marsch und durften erst nach einer Zugabe von der Bühne. Die Höllahund aus der Schweiz bewegten sich dagegen eher schaurig schön in ihren Werwolfmasken zu Michael Jacksons Megahit „Thriller“. Für Gelächter und Gejohle sorgte der Oberrieder Elferrat. Der recht freizügigen Coyote Ugly-Auftritt sorgte bei so manch weiblicher Hexe für erhöhten Pulsschlag.

Das ohrenbetäubende Finale furioso übernahm zum Abschluss die Lumpenkapelle Boos. Sie bliesen und trommelten, was Blech und Trommel hergaben.

Bei und im Internet

Noch mehr Bilder von der Hexennacht gibt es im Netz unter

schwabmuenchner-allgemeine.de

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren