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Immer wieder verunglücken Motorradfahrer auf der Strecke des Bergrennens zwischen Birkach und Mickhausen schwer.

Landkreis Augsburg
07.11.2017

Lärmschutz und Sicherheit an der Bergstrecke

Von Pitt Schurian

Polizei und Landrat wollen an der bei Motorradfahrern beliebten Kreisstraße 16 zwischen Schwabmünchen und Mickhausen handeln. Wie das aussieht, ist allerdings noch offen.

Die Polizei und der Landkreis Augsburg wollen etwas für mehr Sicherheit und weniger Lärmentwicklung auf dem kurvenreichen Abschnitt der Kreisstraße 16 von Schwabmünchen in die Stauden hinein nach Mickhausen unternehmen. Das vereinbarte Landrat Martin Sailer mit Polizeioberrat Alois Rager bei einem Besuch der Verkehrspolizeiinspektion Augsburg.

Es soll „lärmschutzfördernde Maßnahmen“ im Bereich der sogenannten Rennstrecke geben, die in den Sommermonaten von vielen Motorradfahrern stark befahren wird. Wie diese Maßnahmen aussehen, wurde noch nicht mitgeteilt.

Illegale Straßenrennen werden härter bestraft

Vonseiten der Polizei dürfte das auf mehr Kontrollen hinauslaufen. Strengere Strafen könnte es geben, wenn sich Motorradfahrer hier zu Rennen verabreden. Jedenfalls war in der Vergangenheit am Parkplatz oberhalb des Mickhauser Berges oft rege Handynutzung zu beobachten.

Polizeioberrat Alois Rager sieht jedenfalls in einer seit diesem Herbst geltenden Gesetzesneuerung im Strafgesetzbuch eine hilfreiche Entwicklung: Illegale Straßenrennen würden nun härter bestraft, da es sich dabei nicht mehr wie bisher um eine Ordnungswidrigkeit, sondern um eine Straftat handelt.

Verkehrssicherheit verbessern und Lärmbelästigung verringern

Sailer sagte zu Klagen über Motorradfahrer, die im Sommerhalbjahr die sogenannte Rennstrecke zu riskante Fahrten missbrauchen: „Es ist wichtig, dass der Landkreis und die Verkehrspolizei eine gemeinsame Lösung finden und in enger Kooperation zum einen die Verkehrssicherheit verbessern und zum anderen die Lärmbelästigung für die Anwohner der Rennstrecke Mickhausen verringern.“

Unterstützung erbaten sich Polizeioberrat Rager und seine Kollegen vom Landratsamt im Bereich der Fahndung. Eine Sensibilisierung der Mitarbeiter der Meldebehörden im Augsburger Land in Bezug auf gefälschte Ausweisdokumente wäre sehr hilfreich. Dadurch könnte bei einem Verdacht die Verkehrspolizei eingeschaltet werden und Ermittlungen einleiten.

Viele gemeinsame Themen von Landkreis und Verkehrspolizei

Weitere Berührungspunkte der Polizei mit dem Landratsamt gibt es hauptsächlich bei dessen Tätigkeit als Straßenverkehrsbehörde. „Wir stehen in regelmäßigem Austausch und arbeiten an gemeinsamen Lösungen, aktuell beispielsweise bezüglich der Verkehrsbeeinflussungsanlage an der B17“, so Alois Rager.

Schwerpunktaufgaben der Verkehrspolizei sind Verkehrskontrollen, Geschwindigkeits- und Abstandsmessungen, Verkehrserziehung und Prävention sowie die Überwachung des Schwerverkehrs innerhalb der Region Augsburg.

„Ich war überrascht, wie viele gemeinsame Themen es zwischen dem Landkreis und der Verkehrspolizei Augsburg gibt und freue mich über den Dialog“, so Landrat Martin Sailer am Ende seines Besuches. Zuvor hatte er während der vergangenen Monate bereits die Polizeiinspektionen innerhalb der Landkreisgrenzen besucht und sich mit den Beamten dort ausgetauscht.

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