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Langenneufnach

27.11.2018

Langenneufnach baut für Kinder und  Internetnutzer

Zu den wohl größten Investitionen, die die Gemeinde Langenneufnach plant, gehört die Erweiterung des Kinderhauses St. Martin.  
Bild: Karin Marz

In Langenneufnach laufen bereits viele Projekte. Die Gemeinde will noch weiter investieren.

Etliche Baustellen gab es dieses Jahr in Langenneufnach. Und die Gemeinde will weiter investieren. Die großen Baumaßnahmen, wie die Umgestaltung des Dorfplatzes sowie die Schaffung des neuen Baugebietes „Kirchenbauer“ samt Verkauf aller Bauplätze sind mittlerweile abgeschlossen. Eingeweiht wird der neue Dorfplatz mit einer Eröffnungsfeier am Freitag, 18 Januar.

Ob die Gemeinde auch alle weiteren geplanten Projekte umsetzen kann, hängt selbstverständlich auch von der Finanzsituation ab. Bürgermeister Josef Böck meinte hierzu: „Unser Budget ist, um es diplomatisch auszudrücken, schon etwas über dem Horizont. Hier müssen wir die gewünschten Projekte kritisch hinterfragen.“

55 neue Plätze im Kindergarten

Erweiterung Kindergarten: Zu den wohl größten Investitionen, die die Gemeinde in nächster Zeit ausführen möchte, gehört das Kinderhaus St. Martin. Aufgrund der enorm gestiegenen Nachfrage nach Betreuungsplätzen soll die Einrichtung von aktuell 125 Plätze auf 180 Plätze erweitert werden. Eine erste grobe Kostenschätzung beläuft sich auf mindestens 700 000 Euro Gemeindeanteil, was den Angaben von Bürgermeister Josef Böck sehr optimistisch geschätzt sei. Nächstes Jahr sollen die Planungen durchgeführt werden.

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Kanal: Zwischen 300 000 Euro und 400 000 Euro wird die Sanierung des Kanals kosten, so die grobe Kostenschätzung. Zusätzlich fallen noch 370 000 Euro für das neue Wasserrechtsverfahren an der Neufnach an. Damit das Kanalsystem kostendeckend arbeiten kann, mussten daher bereits die Kanalgebühren erhöht werden.

Neuer Anschub für Breitbandausbau

Breitbandausbau: Als eine unbefriedigende Situation bezeichnete nicht nur Böck den derzeitigen Breitbandausbau in der Gemeinde, sondern auch etliche Bürger. Zum einen kommt es zu zeitlichen Verzögerungen bei den Arbeiten und auf der anderen Seite fehlen entsprechende Informationen zur Baumaßnahme durch das beteiligte Unternehmen DSL-mobil. Der Verwaltung sei es mittlerweile gelungen, eine andere Tiefbaufirma mit den Arbeiten zu beauftragen. Aber die geplante Fertigstellung bis zum Juli nächsten Jahres kann mit großer Wahrscheinlichkeit nicht eingehalten werden.

Hochwasserschutz: Rauer wurde der Ton, als es um das Thema Hochwasserschutz ging. Aus den Reihen der Bürger meldete sich zu diesem Punkt Thomas Brecheisen zu Wort und erklärte mit Nachdruck, dass er entgegen der von Bürgermeister Böck früher gemachten Aussage durchaus bereit wäre, ein benötigtes Grundstück zu verkaufen, damit entsprechende Hochwassermaßnahmen ergriffen werden können. Konkret geht es hierbei um ein Schutzbecken am Wiesenweg. Böck als auch Zweiter Bürgermeister Gerald Eichinger argumentierten, dass die Gemeinde derzeit lediglich die Entwurfsplanung für das Becken in Auftrag gegeben habe und die Gemeinde versuche, alle benötigten Grundstücke zu bekommen.

Parkplätze am Bahnhof

Weitere Projekte: Die Vorplanungen für den Park und Ride-Platz am Bahnhof als auch für den Talauenweg haben bereits begonnen. Genauso laufen auch noch die Planungen für den Radweg Richtung Mickhausen. Der Baubeginn verschiebt sich allerdings auf 2020.

Denkmal: Anhand von verschiedenen Planskizzen erläuterte Böck die Möglichkeiten eines neuen Standorts für das Kriegerdenkmal. Da am Friedhof eine neue Zufahrt geschaffen wurde, muss hierfür ein neuer Standort gesucht werden. Hierzu gab es Wortmeldungen von den Bürgern, die ihre Meinung dazu äußerten. Auch die Ansichten über eine mögliche Verringerung der festgelegten Größe von Gräber wollte Böck von den Bürgern wissen. Lediglich eine Bürgerin meldete sich zu Wort und stimmte zu, dass große Gräber schmäler aber nicht kürzer gestaltet werden könnten.

Wertstoffhof: Noch nicht ganz fertig sind die Baumaßnahmen für die Verlegung des Wertstoffhofes in das Gewerbegebiet. Ziel sei es jedoch, dass der Betrieb heuer noch aufgenommen werden kann.

Bürger melden weitere Wünsche an

Wünsche: Auch die wenigen aber doch sehr interessierten Bürger meldeten sich zu Wort mit Wünschen, Kritik und auch ein wenig Lob an den Bürgermeister samt Gemeinderat. So solle die Lautsprecheranlage bei Beerdigungen generell verwendet und am Streuobstweg sollen Pflegemaßnahmen durchgeführt werden. Die neu eingebaute Eingangstüre im Untergeschoss des ehemaligen Feuerwehrhauses, das verschiedenen Vereinen künftig zur Verfügung gestellt wird, wurde aufgrund zu geringer Breite und Höhe moniert. Weitere Anträge waren die Straßenbeleuchtung zu erweitern, die Pflasterung am Dorfplatz zu ebnen sowie nicht richtig funktionierende Handwägen am Friedhof auszutauschen.

Finanzen: Der Schuldenstand der Gemeinde liegt zum 1.1.2019 bei 1,604 Millionen Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 910 Euro. Ein Kredit von 500 000 Euro musste dieses Jahr aufgenommen werden.

Statistik: Die Einwohnerzahlen steigen stetig an und haben sich in den letzten zehn Jahren sogar um 100 Einwohner erhöht. So leben derzeit 1769 Menschen in Langenneufnach. Geburten gab es heuer 21 und Todesfälle 17.

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