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Baumängel

30.07.2020

Langenneufnachs Hochwasserdamm hat große Schwachstellen

Erst vor sieben Jahren wurde die Technik für den Hochwasserdamm vor Langenneufnach eingebaut. Nun stehen dringende Reparaturarbeiten an.
Bild: Karin Marz

Plus Langenneufnach muss bei der sieben Jahre alter Technik am Hochwasserdamm nachbessern. Der Verursacher trägt die Kosten nicht. Was das für die Gemeinde bedeutet.

Ein kleiner Fehler, der große Folgen haben könnte: Am Überlaufschutz des Hochwasserdamms der Neufnach funktioniert ein Zylinder nicht einwandfrei. Eine Fachfirma baute ihn aus und überprüfte ihn. Wie sich herausstellte, sei der Zylinder schlecht konstruiert und daher technisch überlastet. Die Experten raten nun zu einem sofortigen Austausch. Auch die anderen drei Zylinder sollten gewechselt werden, da davon auszugehen sei, dass auch diese demnächst nicht funktionieren. Bürgermeister Gerald Eichinger nimmt kein Blatt vor den Mund: „Falls die Zylinder nicht einwandfrei funktionieren, kann es sein, dass beim nächsten Starkregen der Damm bricht.“

Wie viel die Reparaturen am Hochwasserdamm in Langenneufnach kosten

Eichinger verdeutlichte die Dringlichkeit in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Billig ist die Reparatur allerdings nicht. Knapp 39.000 Euro muss die Gemeinde ausgeben. Ratsmitglied Walter Knoll regte an, den Hersteller der Zylinder für den Schaden verantwortlich zu machen. Doch diese Firma sei mittlerweile pleite, so Eichinger. Alle Räte stimmten dem Austausch der Zylinder zu. Zudem hat Bürgermeister Eichinger bereits das Wasserwirtschaftsamt über die Situation in Kenntnis gesetzt.

Bürgermeister Eichinger informierte die Räte, dass sich die Fertigstellung des neuen Edeka-Marktes verzögere. Die Eröffnung soll nicht wie ursprünglich geplant Ende des Jahres, sondern Ende Februar 2021 stattfinden.

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Gemeinde Langenneufnach bezuschusst die Innensanierung der Kirche St. Martin

Für die Innenrenovierung der Kirche St. Martin gewährt die Gemeinde einen Zuschuss von zehn Prozent der tatsächlichen Kosten, jedoch nicht mehr als 18.500 Euro. Dieser Beschluss fiel im Gemeinderat mit einer Gegenstimme. In einem Antrag erläuterte die Kirchenstiftung St. Martin, dass im Zusammenhang mit der Außenrenovierung auch im Inneren des Gotteshauses bereits ein Schutzgerüst aufgebaut wurde. Um Kosten für ein erneutes Aufstellen des Gerüstes zu sparen, soll jetzt auch die Innensanierung durchgeführt werden. Weitere Zuschüsse werden von der bischöflichen Finanzkammer, vom Landkreis sowie vom Bezirk Schwaben angefordert.

Die Straßenlampen im Norden und im Westen in Langenneufnach sowie im Ortsteil Habertsweiler sollen ausgetauscht und auf die LED-Technik umgestellt werden. Für den Austausch der Leuchten liegt der Gemeinde ein Angebot der LEW-Verteilnetz-GmbH in Höhe von 37.600 Euro vor. Gleichzeitig ergibt sich für die Gemeinde aber dadurch auch eine jährliche Einsparung von über 1500 Euro. Als Vorteil sieht Eichinger zudem, dass die Lampen in der Nacht zu einer bestimmten Uhrzeit herunter gedimmt werden können und somit die Lichtverschmutzung gesenkt wird.

Gemeinderäte wollen im Baugebiet Kirchenbauer keinen Präzedenzfall schaffen

Nicht zugestimmt haben die Räte der Voranfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses auf einem Hanggrundstück im neuen Baugebiet Kirchenbauer. Der Bauherr will die maximalen Traufhöhe um 69 Zentimeter auf der Hangunterseite überschreiten. Die Gemeinderäte waren während der Diskussion der Meinung, dass auch andere Bauherren in Zukunft eine solche Befreiung vom Bebauungsplan fordern werden – sofern sie diesem Antrag zustimmen. Daher sprachen sie sich anschließend einstimmig dafür aus, dass die Traufhöhe nur um 49 Zentimeter überschritten werden dürfe.

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