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Graben

21.03.2019

Lasterfahrer fährt mit 2,3 Promille 30 Meter Leitplanken nieder

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2 Bilder
30 Meter Leitplanke hat ein betrunkener Lasterfahrer niedergemäht.
Bild: Reinhold Radloff

30 Meter Leitplanke hat in Graben ein Lasterfahrer niedergemäht, der 2,3 Promille im Blut hatte. Was bei dem Unfall sonst noch passiert ist.

So etwas sieht und hört man auch nicht alle Tage: Ein Lkw-Fahren mäht trotz langsamer Fahrt im Kreisverkehr Leitplanken nieder, Verkehrsschilder um, fährt durch einen Graben, wieder raus und bleibt dann stehen. Für dieses eigenartige Verhalten gibt es allerdings auch einen triftigen Grund.

10.30 Uhr: Ein großer LKW mit Hänger verlässt den Autohof bei Graben und will auf die B17 auffahren. Doch das misslingt ihm gehörig. Als er in den Kreisverkehr Richtung B17 in nördlicher Richtung einfahren will, knickt er zunächst ein paar Metallpfosten um, scheint aber dadurch nicht aufgeschreckt zu sein. Denn dann mäht er 30 Meter Leitplanke nieder, reißt ein paar Verkehrsschilder raus, fährt einen kleinen Hang hinunter, bleibt auf dem Gas und schafft es sogar, seinen schweren Zug wieder Richtung Kreisverkehr zu steuern, schwenkt aber dann doch nach rechts ab und bleibt in Richtung der Zufahrt des BMW-Zetrallagers auf dem Grünstreifen beschädigt liegen.

Polizei ist schnell vor Ort

Schnell ist die Polizei vor Ort und trifft den Fahrer an, allerdings in einem, schon auf den ersten Blick und Geruchstest, stark alkoholisierten Zustand. Ein Schnelltest ergibt: Der Alkoholpegel dürfte erheblich sein. Sofort wird eine Blutprobe angeregt. Und die fördert einen unglaublichen Wert zutage: 2,3 Promille. Ein Pegel, so die Polizei, den ein Nichtalkoholiker kaum aushalten würde.

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Als die Feuerwehr Graben eintrifft, übernimmt sie nicht nur die Verkehrsregelung, sondern auch die Aufräumarbeiten. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen, da der Kreisverkehr in umgekehrter Richtung befahrbar ist.

Fahrer konnte nicht vernommen werden

Den Versuch, den Fahrer des Lkws zu vernehmen, gelang nicht. Es sei kein vernünftiges Wort aus dem Mann herauszubringen gewesen. Es war also nicht bekannt, ob er sich den hohen Alkoholpegel auf dem Rasthof angetrunken hat oder ob er schon so dorthin gekommen ist.

Alle Hände voll zu tun hatten die Feuerwehrleute nach dem Unfall.
Bild: Reinhold Radloff

Wie die Polizei mitteilte, sei der Fahrer Alkohol in hohem Maße gewöhnt, da er so oder ähnlich mitteilte: „Ich fahre oft in so einem Zustand. Aber passiert ist bisher noch nie etwas.“ Der Lkw hat zwar eine deutsche Zulassung, doch der Fahrer stammt, so die Polizei, von einem Subunternehmer.

Die Polizeiinspektion Schwabmünchen führt schon seit längerer Zeit verschärft Alkoholkontrollen, auch bei Lkw-Fahrern, durch und werden sie trotz Personalknappheit fortsetzen.

Der Sachschaden an Fahrzeug und Straßenumgebung wird auf insgesamt 10.000 Euro geschätzt. (rr-)

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