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Lechfeld

04.10.2013

Lechfelder ist neuer Leiter des Zentrums Elektronischer Kampf

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Das neue Stabsgebäude des „Zentrums Elektronischer Kampf“ steht in der Ulrichkaserne.

Ein Lechfelder kehrt als Soldat zurück: Es ist ein Einsatz am Schauplatz der eigenen Kindheit. Der neue Leiter des Zentrums Elektronischer Kampf macht hier Militärflüge sicherer.  

Wenn man dem ersten Eindruck Glauben schenken wollte, scheint Peter de Coster eher der ruhige Tüftlertyp und Elektronikfachmann, doch wenn der Diplom-Ingenieur und neue Leiter des Zentrums Elektronischer Kampf von seiner Kindheit erzählt, vermutet man in ihm das, was am Lechfeld auch andere führende Militärs der Luftwaffe ausmacht: Er hat Kerosin im Blut.

Der 43-jährige Oberstleutnant wuchs quasi mit dem JaboG 32 auf. Sein Vater war viele Jahre Chef der Nachschubstaffel des Lechfeldgeschwaders. Peter de Coster ging in Kleinaitingen in den Kindergarten, besuchte in Graben die Grundschule und machte lange Streifzüge über das Lechfeld. Vor allem mit seinem Vater, der offenbar gerne lange marschierte. Die Flugzeuge über seinem Kopf waren bald nicht nur Blickfang in der Ferne. In den 1990er-Jahren gehörte de Coster gleich nach seinem Universitätsabschluss als Radarexperte einem Nato-Verband an und flog in Awacs-Aufklärungsmaschinen auch Einsätze über der Krisenregion des ehemaligen Jugoslawien. Die Ausbildung und seine Dienstposten bei der Bundeswehr brachten de Coster viel in Deutschland herum. Inzwischen wohnt er bei Köln. Doch beim Empfang zu seiner Amtseinführung am Lechfeld verriet seine Frau: Der Umzug aufs Lechfeld sei schon beschlossene Sache.

Und de Costers Familie ist nicht die Einzige. Bei der Kommandoübergabe in der Ulrichkaserne stellte Brigadegeneral Günter Katz zufrieden fest, dass nach dem Umzug des Zentrums Elektronischer Kampf von Trier die Integration am Lechfeld schnell und gut geklappt habe. Viele Soldaten mit ihren Angehörigen seien schon fest hierhergezogen. Und auch de Costers Amtsvorgänger, Oberstleutnant Marc Worch, stellte fest: „Das Zentrum Elektronischer Kampf ist am Lechfeld angekommen.“ Was macht es da eigentlich? Die offiziellen Beschreibungen sind sparsam: Es diene „dem Selbstschutz fliegender Waffensysteme und deren Bediener.“ Gemeint sei, so wird dem Laien erklärt, der Schutz von Flugzeugen und Hubschraubern und deren Besatzungen vor Bedrohung, wie Raketen. Als Beispiel für ein Gegenmittel der Waffensystemexperten erinnern sie an das bekannte Bild von Täuschkörpern, die Transportmaschinen abstoßen, um Raketen in die Irre zu lenken.

Manigfaltige und komplexe Herausforderung

In der Welt von heute reicht das alleine wohl nicht mehr aus. Angriffe können zum Beispiel in einem zu erwartenden Kampfszenario von feindlichen Streitkräften kommen oder unerwartet aus dem Hinterhalt von Terroristen. General Katz formuliert es allgemeiner aber umfassender: Es gehe um „mannigfaltige Herausforderungen“, unterschiedlich in der Intensität, in unterschiedlicher Kombination, „unvorhersehbar und komplex.“ Das „Zentrum Elektronischer Kampf Fliegende Waffensystem“, wie es genau heißt, erhöhe die „elektronische Selbstschutzausstattung“ und biete den Flugzeugbesatzungen Ausbildungs- sowie Übungseinrichtungen. Damit sei es einzigartig in der Bundeswehr. "Kommentar

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