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Kochtipps

27.12.2017

Leckeres aus dem Rest vom Fest

Wenn von Weihnachten oder Silvester in der Küche viel übrig bleibt: Eine Expertin sagt, wie Essen einige Tage haltbar bleibt und als Zutat für neue Speisen dienen kann

Die Feiertage sind vorüber und der Kühlschrank ist immer noch voll? Die Reste von Braten, Gemüse, zahlreichen Beilagen und vielleicht auch dem frischen Obst vom Dessertteller drängen sich dicht an dicht auf den Regalen und die Frage nach dem „Wohin“ stellt sich mit einer gewissen Dringlichkeit? Schließlich halten die Reste des leckeren Festtagschmauses nicht ewig. Das kann auch nach Silvester die Frage sein. Keine Bange: Ernährungsfachfrau und Bäuerin Andrea Mayr aus Großaitingen kennt das Problem und einige Antworten.

Einfach nur am nächsten Tag wieder aufwärmen? Kann man machen. Schließlich kann man etwas Gutes auch zweimal essen, wie ein alter Spruch besagt. Bleibt aber so viel übrig, dass es nicht am nächsten Tag aufgegessen ist, finden die wenigsten Familienmitglieder ein drittes Aufwärmen toll. Andrea Mayrs Tipp: „Die Reste werden bei mir nicht weggeworfen, sondern weiterverarbeitet.“ Da entstehen dann schnell neue Rezeptideen und leckere Speisen, die wieder allen schmecken.

Die Ernährungsfachfrau rät zunächst: „Um die Reste gut aufheben zu können, sollten sie nach dem Festessen nicht zu lange auf dem Tisch stehen bleiben.“ Es gelte, die Speisen schnell abzukühlen und –natürlich abgedeckt oder im geschlossenen Behälter – in den Kühlschrank zu packen. „So halten die schon gekochten Lebensmittel mindestens zwei bis drei Tage“, weiß Andrea Mayr. „Dann sollten sie aber langsam verbraucht sein.“ Bleibt sehr viel übrig, kann man beispielsweise die Bratenreste auch einfrieren. „Das geht sehr gut und dann bleibt nicht mehr so viel übrig, das sofort verzehrt werden muss“, sagt Mayr. Zur Weiterverarbeitung hat sie einige leckere Rezepte ausgesucht. „Generell kann man aber fast alles zu einem bunten Auflauf oder einem Pfannengröstl verarbeiten“, so Mayr. „Mit Nudeln oder Kartoffeln schmeckt so eine Gemüsepfanne sehr lecker.“ Und die übrig gebliebenen Semmel- oder Kartoffelknödel können so einfach und schnell zu einem neuen Gericht werden.

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Generell gilt: „Bei vielen Rezepten kann man die einzelnen Komponenten austauschen gegen das, was man im Kühlschrank hat.“ So könne man statt Schinken oft die Bratenreste verwenden, statt frischem Gemüse meist auch das übrig gebliebene vom Festmenü.

Diesen Ratschlag kann man auch von den Studierenden der Hauswirtschaftsschule Schwabmünchen bekommen: „Wegwerfen ist keine Alternative und wirklich nur die allerletzte Lösung“, findet Semestersprecherin Claudia Bräuer. Sie macht aus übrig gebliebenem Fleisch gern eine leckere „Sulz“ oder nimmt es, in feine Scheiben geschnitten, als kalten Braten aufs Brot. Fleischsalat, ein Eintopf oder ein Ragout – es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten. Und die schmecken meist so lecker wie das Festessen selbst. "Aufgefallen

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