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Schwabmünchen/Diedorf

13.11.2013

Leonhard-Wagner-Gymnasium trägt Inklusion im Namen

Die Inklusionsbeauftragte Marianne Mayer vom Leonhard-Wagner-Gymnasium zeigt den Arbeitsraum, der in das Ruhezimmer der Inklusionsschüler umgebaut wird.
Bild: Bastian Sünkel

Das Kultusministerium zeichnet die Schule für ihr Engagement aus. Auch die Langenneufnacher Mittelschule zählt zu den Titelträgern

Das Leonhard-Wagner-Gymnasium (LWG) Schwabmünchen darf sich nun offiziell „Inklusionsgymnasium“ nennen. Andere Gymnasien in der Region ermöglichen Schülern mit besonderem Förderbedarf ebenso den Besuch ihrer Schule, doch für die Urkunde reicht das nicht: Ein Blick nach Diedorf.

Schwabmünchen Als Marianne Mayer, Inklusionsbeauftragte des Leonhard-Wagner-Gymnasiums (LWG) Schwabmünchen, erklärt, warum gerade ihre Schule den Titel erhält, zeigt sie unter anderem auf ein Zitat: „Wer Inklusion will, sucht Wege – wer sie verhindern will, sucht Begründungen.“

Tatsächlich ist das LWG erst das fünfte Gymnasium in Bayern, das diesen Titel vom Kultusministerium erhält. Doch Inklusion begann am Schwabmünchner Gymnasium nicht erst im Jahr 2013. Seit Gesamtschulzeiten betreuen die Pädagogen Schüler mit Seh- und Hörbehinderung, mit autistischen Zügen oder Herzerkrankung. „Die Auszeichnung soll das Engagement weiter vorantreiben“, sagt Mayer.

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Das LWG arbeitet eng mit dem „Mobilen sonderpädagogischen Dienst“ in Augsburg und München zusammen, der über die Eignung eines Schülers mit Behinderung für die Schule entscheidet. Breite Gänge und Aufzüge sind vorhanden, ein Ruheraum mit Sofas, Trinkwasserspender und Büchern ist in Planung. Die Schule zeige Bereitschaft, sich der Schüler anzunehmen, sagt Mayer und lobt dabei ihr Team von Lehrkräften des Gymnasiums. „Eltern sollen sich trauen, ihre Kinder anzumelden.“ Der Weg zu den nächsten spezialisierten Internatsschulen in Altdorf oder München sei schließlich weit. Mit der Auszeichnung erhält das Gymnasium zusätzliche Lehrerstunden.

Diedorf Innovativ, ja sogar als ein Leuchtturm, stellt sich das jüngste Gymnasium des Landkreises, das Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf, dar. Allerdings sagt Direktor Günter Manhardt: „Bei Inklusion sind wir kein Leuchtturm.“ Bislang ist die Schule allein in einer Reihe von Containern auf dem ehemaligen Sportplatz der Grund- und Hauptschule untergebracht. Schon allein dieser Notbau sei nicht förderlich. „Aber freilich haben wir Schüler mit Förderbedarf“, sagt Manhardt.

Ändern könnten sich die Voraussetzungen für Inklusion am Schmuttertal-Gymnasium mit dem Umzug in den neuen Bau beim Bahnhof, der zum Schuljahresbeginn 2015/16 stattfinden soll. Dort sollten zumindest alle baulichen Voraussetzungen erfüllt werden, sagt die Sprecherin des Landratsamts, Kerstin Zoch. Keine Schwellen im Boden, breite Türen und passende Toiletten.

Geplant sind zudem offene Lernlandschaften, die mehr bieten als ein Klassenzimmer. Hinter dem pädagogischen Konzept steckt Fachfrau Karin Doberer: „Jedes Kind muss doch individuell gefördert werden – egal, ob mit Einschränkung oder nicht.“ Gerade die offenen Lernlandschaften böten mit ihren kleinen Lerngruppen gute Möglichkeiten etwa für autistische Kinder, die sich dort leichter zurückziehen und nach ihrem Tempo lernen könnten.

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