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Lieber ein langweiliger Name als blöde Sprüche

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Kommentar Von Michael Lindner
12.09.2018

Der Vorname für sein Kind soll wohlüberlegt sein. Was im ersten Moment lustig klingt, kann für den Nachwuchs ein Leben lang Probleme bereiten.

Den passenden Namen für ein Kind zu finden, ist kein leichtes Unterfangen. Ästhetische und praktische Faktoren sollen berücksichtigt werden: Klingt der Name schön? Passt er zum Nachnamen? Hat er die richtige Länge? Ist er selten oder bekannt genug? Wird das Kind mit ihm glücklich werden? Doch trotz vieler Überlegungen kommt es vor, dass das Standesamt den Wunschnamen nicht eintragen möchte. Zum Glück!

Individualität wird nicht durch extravagante Vornamen ausgedrückt

Welches Kind oder welcher Erwachsene würde gerne selbst „Borussia“, „Dracula“ oder „Atomfried“ heißen? Diese Namen wurden allesamt abgelehnt. Die Erlaubnis einer „Schnuckelpupine“ oder eines „Prinz-Gold“ ist nur mit der unlogischen Logik einzelner Standesbeamter zu erklären. Jedes Kind ist einzigartig; diese Individualität muss nicht durch einen extravaganten Vornamen unterstrichen werden. Schon gar nicht, wenn dadurch Hänseleien in Kindergarten und Schule drohen. Ebenso ist eine Vielzahl von (ungewöhnlichen) Vornamen in den meisten Fällen eher peinlich als förderlich.

Eltern tragen für das Wohl des Kindes die Verantwortung – das fängt mit der Namensgebung an; und die sollte gut überlegt sein. Ein einzelner, einfacher Vorname mag zwar in einigen Ohren langweilig klingen, ist aber deutlich angenehmer, als jahrelang blöde Sprüche zu hören. Weniger ist eben doch manchmal deutlich mehr.

Lesen Sie hier das Urteil des Augsburger Verwaltungsgerichts: Urteil in kuriosem Namensstreit: Tejay muss Tejay bleiben

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