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Schwabmünchen

13.02.2020

Lieder, Lacher und Leberkäs: Stephan Zinner in Schwabmünchen

Zinner Musikkabarett in den Ulrichswerkstätten
Bild: Reinhold Radloff

Beim Auftritt in Schwabmünchen sinniert Kabarettist Stephan Zinner über Alltägliches. Dabei muss er gar nicht viel sagen. Schon seine Mimik sorgt für Lacher.

Erfolg zu haben, ist für Stephan Zinner seit vielen Jahren normal – ob auf der Bühne, im Rundfunk oder im Fernsehen. Klar, dass der Kabarettist auch in Schwabmünchen seine Fans hat und bei seinem Auftritt im Saal der Ulrichswerkstätten bestens ankam.

Die Vorfreude auf Zinners neues Programm war offenbar so groß, dass Hans Grünthaler von der Buchhandlung Schmid nach eigener Aussage mehr als die 280 Karten verkaufen hätte können. Diese Vorschusslorbeeren seitens der Fans waren mehr als berechtigt. Über „Raritäten“ aus seinem Leben erzählte Zinner – ganz locker, mit Dialekt, nie unter der Gürtellinie. Bei seinen Auftritten beschreibt er Alltägliches, mit dem sich die Zuschauer identifizieren können. Dabei reicht es, wenn Zinner einfach nur erzählt und gestikuliert. Allein seine Mimik sorgt für Lacher.

Bühnenpartner Zinner und Pichler ergänzen sich perfekt

Gerne erzählt er von seinen Misserfolgen als Musiker, als Kabarettist, von seiner Umgebung, von „dahoam“. Jede Pointe wirkt spontan, auch wenn sie noch so gut einstudiert ist. Sein Bühnenpartner Peter Pichler hilft ihm dabei. Denn er demonstriert genau das Gegenteil dessen, was das Publikum verspürt: absolute Langeweile, Unverständnis, Abwesenheit.

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Er sitzt hinter seinen Instrumenten, Stofftieren und Plastikblumen und spricht kein Wort – den ganzen Abend. Trotzdem glänzt Pichler – vor allem durch sein musikalisches Talent und seine Schauspielkunst. Er ist seit vielen Jahren die perfekte Ergänzung zur Quasselstrippe Zinner.

Die Leberkäs-Live-Verkostung kam gut an

Dieser verdankt seine Berühmtheit vielmehr seiner Wortwahl, seiner Komik, seiner Wandelbarkeit und seinem Einfallsreichtum. Mit Nockherberg-Persiflagen, öffentlichen Plaudereien, zahllosen Bühnen- und Fernsehauftritten hat sich Zinner längst einen Namen gemacht. Er war in Eberhofer-Krimis zu sehen, hat Bücher veröffentlicht. Kurz: Ein viel beschäftigter Mann mit vielen Talenten, der von sich selbst sagt: „Ich weiß, ich hab einen an der Waffel.“

Den Zuhörern im Saal der Ulrichswerkstätten in Schwabmünchen ist das gerade recht. Sie genießen Zinners Assoziationen und Vergleiche. Der veränderte Anblick des Charakter-Glatzkopfs unter der original Söder-Perücke ist ein Hingucker. Und nicht nur das. Auch seine Leberkäs-Life-Verkostung während der Vorstellung kommt gut an. Kein Wunder also, dass ihm die Schwabmünchner Einbürgerung, ja sogar die Ehrenbürgerschaft in den Ulrichswerkstätten angetragen wurde.

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