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Schwabmünchen

22.05.2019

Luitpoldpark wird um einen Lehrgarten erweitert

Auf dieser Wiese sollen die blühenden Gärten entstehen.
Bild: Carmen Janzen

Im Luitpoldpark in Schwabmünchen soll ein „blühender Garten“ für 440000 Euro entstehen. Warum das die Stadtkasse aber nicht belastet.

Der Luitpoldpark wird immer schöner. Nun soll ein weiterer Baustein den Park aufwerten: ein blühender Garten im südwestlichen Teil, hinterhalb des Parkplatzes an der Riedstraße. Dort ist aktuell nur Wiese zu sehen.

Von der Idee eines reinen Rosengartens hat sich Stadt bereits vor längerer Zeit verabschiedet. „Der Garten soll über die gesamte Vegetationszeit einen herausragenden Blickfang bieten. Ein Lehr- und Schaugarten ist angedacht“, so Bürgermeister Lorenz Müller. Die Planung und das Konzept dahinter stellte die Landschaftsarchitektin Verena Höhberger in der aktuellen Sitzung des Stadtrates vor. Drei Ziele verfolgt der „blühende Garten“:

Gärten für heiße Sommer: Ein Bereich soll zeigen, wie sich Gärten an die zunehmend heißen und trockenen Sommer anpassen können, zum Beispiel mit geeigneten Pflanzen und Sträuchern für Kiesbeete, die auch zahlreichen Insekten Lebensraum bieten. Des Weiteren soll gezeigt werden, wie Gärtnern im höheren Alter noch einigermaßen mühelos machbar ist. Mit pflegearmen Stauden und Hochbeeten – ideal auch für den eher faulen Hobbygärtner.

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Lebensraum für Flora und Fauna: Wer bei der Gestaltung seines Gartens einige Grundsätze beachtet, kann dem Artenschwund entgegenwirken. Auch diesen Aspekt soll der neue Garten im Park aufgreifen – mit Hecken und heimischen Sträuchern, Wiesenflächen und Insektenhotels.

Zentraler Platz: Der neue Garten soll auch als Begegnungsstätte dienen und Sitzmöglichkeiten bieten. Auf speziellen Flächen könnten dann Rosenseminare, Yogastunden und Sensenkurse angeboten werden, so die Landschaftsarchitektin. Und so ganz ohne Rosen geht es dann doch nicht: Ein kleiner Bereich rund um den zentralen Platz soll als Rosengarten gestaltet werden. Das Ganze steht unter dem Motto „Wohlfühlen für Mensch und Natur“. Das Anlegen des neuen Lehrgartens im Luitpoldpark könnte bis zu 440000 Euro kosten, kalkuliert Höhberger. Doch zumindest diese Summe wird die Schwabmünchner Stadtkasse nicht belasten. Zum einen ist Geld aus der Schöffel-Stiftung für dieses Vorhaben vorgesehen, zum anderen wird der Garten mit EU-Mitteln gefördert. Ein entsprechender Förderantrag wird nun gestellt.

Die Folgekosten sind noch ein Problem

Anders sieht es mit den Folgekosten aus. Mit 16000 bis 20000 Euro jährlich rechnet die Landschaftsarchitektin für Pflegearbeiten. Und die könnten die Stadtkasse sehr wohl belasten. Ein Vorschlag, dass Schwabmünchner Bürger freiwillig Patenschaften für bestimmte Flächen des Lehrgartens übernehmen sollen, stieß auf wenig Begeisterung, da die Erfahrung gezeigt hätte, dass solche Vorhaben in der Praxis nicht funktionieren, waren sich mehrere Räte einig.

Übergangsgruppen sollen Mangel an Kindergartenplätzen lösen

Weiteres großes Thema der Stadtratssitzung war die Schaffung neuer Krippen- und Kindergartenplätze. Wie in anderen Städten herrscht auch in Schwabmünchen mittlerweile ein Mangel. Die Stadt will Übergangsplätze an der Grundschule St. Ulrich und im Schwabegger Kindergarten Don Bosco schaffen. Im Souterrain der Grundschule soll übergangsweise ab September eine neue Kindertageseinrichtung mit insgesamt vier Gruppen entstehen, wobei zwei Gruppen bereits als Außengruppen des Christophorus-Kindergartens dort bestehen. Die sollen in die neue Einrichtung integriert werden. Im Kindergarten Don Bosco in Schwabegg wird eine befristete Gruppe mit zwölf Kindern ab zwei Jahren eingerichtet.

Der Kindergarten soll zudem in naher Zukunft ausgebaut werden. Die ersten groben Pläne dazu stellte Architektin Birgit Dreier vor. Bisher sind dort zwei Gruppen mit insgesamt 50 Kindern untergebracht. Eine weitere Kindergartengruppe mit 25 Kindern und eine feste Krippengruppe mit zwölf Kindern sollen dort Platz finden. Geplant ist ein Anbau ans bestehende Haus, sodass künftig alle vier Gruppen im Erdgeschoss untergebracht werden können. Im Dachgeschoss befinden sich nach dem vorgestellten Plan dann Speise- und Mehrzweckräume. Zu den Kosten und zum möglichen Baubeginn konnte sie noch keine Auskunft geben, denn das Raumkonzept musste eilig erstellt werden, da die Förderanträge an den Freistaat bald eingereicht werden müssen.

Felix Rau scheidet aus dem Stadtrat aus

Abschied: Felix Rau (CSU) scheidet auf eigenen Wunsch ab 1. Juni aus dem Schwabmünchner Stadtrat aus und stellte den Antrag, sein Amt niederlegen zu dürfen. „Das hat keine politischen Beweggründe“, sagte Rau in der Sitzung. Er führte persönliche und gesundheitliche Gründe an. 17 Jahre lang war er Mitglied des Gremiums. Die Stadträte stimmten seinem Entlassungsantrag einstimmig zu. Listennachfolger ist Ingo Walch. Eine offizielle Verabschiedung von Felix Rau aus dem Stadtrat ist noch geplant.

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