12.11.2007

Märchenhaft verpackt

"MFC ole", so schallte der Schlachtruf durch die ehrwürdigen Mauern des Schützenheims, dass es gleich in seinen Grundfesten erzitterte. Dass sich der Saalboden nicht unter der Last der dicht gedrängt sitzenden Zuschauermassen und der unglaublich vielen Mitwirkenden bog, ist eher in das Reich der "Märchen, Sagen oder Legenden" zu verbannen.

Tolle Deko im prall gefüllten Saal

Um diese drei spannenden Wörter drehte sich alles beim tollen 4. bunten Abend des Mittelstetter Faschings-Clubs. Nicht nur die Deko, sondern auch die Auftritte begeisterten das Publikum, das kaum Platz zum Klatschen hatte. Klaus Grubauer und seine närrische Crew präsentierten viel Neues rund um diese Thematik: zum Beispiel, wo Jim Knopf seinen Namen her hat (reizend dargestellte Puppenkistengeschichte um Lukas den Lokomotivführer auf Lummerland), warum Rotkäppchen dem Wolf nicht schmeckte (großer Lacherfolg am Märchenstammtisch), oder wie das damals wirklich war bei Mary Poppins und der Schönen, die ohne ihr Biest erschien.

Spannendes, witziges und Neues konnte man aber auch in den sagenhaften Büttenreden erfahren: zum Beispiel von Sepp Wehringer, der unter anderem noch einmal das Schützenfest mit seinen ganz besonderen Facetten aufleben ließ, zum Beispiel von Georg Sigl, der als angeblicher "Herr im Haus" "ungewollt" das Gegenteil zu diesem Thema bewies, zum Beispiel von den vier Schülerinnen aus der letzten Bank, die ganz schön frech und überzogen über ihre Teenie-Themen vom Leder zogen. Ins Land der Märchen darf wohl auch so manche Szene der drei Jungs verbannt werden, die auf dem Pissoir all ihre Probleme gemeinsam lösen. Legendär sind bereits die Auftritte des MFC-Chefs Grubauer, der wieder sagenhaft zauberte und von unglaublichen Zwangszuständen beim Hosenkauf berichtete.

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Schlanke Mädchen und pfundige Jungs

Damit aber nicht zu viel geredet wurde, gab es zwischendurch immer wieder hübsche Mädchen von ganz klein bis ganz schön ausgewachsen bei flotten Tanzschritten zu sehen.

Ob der schon legendäre Auftritt der Pfundigen heuer als Tanz bezeichnet werden kann, das sei dahingestellt. Sie waren jedenfalls wieder der Lacherfolg des Abends, als sie sich mit ihren 660 Kilogramm Lebendgewicht "grazil" als Biene Maja und Willi über die Bühne schoben und einsturzgefährdete Körperpyramiden auf ihren Balettschühchen bauten.

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