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Exkursion

24.11.2017

Marienwunder und neue Energie

Kultur, deftiges Essen und eine Portion Kommunalpolitik standen auf dem Programm der diesjährigen Kulturvisite der CSU Königsbrunn. Mit dabei waren (von links) Pater Bonifazius, Erwin Gruber, Günter Gerum, Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser sowie Sielenbachs Bürgermeister Martin Echter.
Bild: Marion Kehlenbach

Was die Königsbrunner von der Gemeinde Sielenbach lernen

Zur diesjährigen Kulturvisite „Cultus et Culinarius“ des CSU-Ortsverbandes gab es zur Kultur und der kulinarischen Tradition des Schlachtschüsselessens noch eine Portion Kommunalpolitik.

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Knapp 50 CSUler, darunter Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser, fuhren zur Wallfahrtskirche Maria Birnbaum. Organisiert wurde die Fahrt vom Ausflugsbeauftragten Erwin Gruber und CSU-Geschäftsführer Günter Gerum. Sielenbachs Bürgermeister Martin Echter und Pater Bonifazius vom Deutschen Orden begrüßten den Königsbrunner. Letzterer erzählte die spannende Geschichte der rund 350 Jahre alten Kuppelkirche, die seinerzeit gegen den Willen des Bischofs gebaut wurde. Herzstück ist eine mehr als 500 Jahre alte Pietà. Die Marienfigur mit dem Leichnam Jesus schmückte ursprünglich ein Wegmarterl.

Die Schweden versuchten im 30-jährigen Krieg vergeblich, die Marienfigur mit ihren Schwertern und Feuer zu zerstören. Ein Dorfhirte habe dann die Figur aus dem Dreck aufgesammelt und in den hohlen Birnbaum gestellt, berichtet Pater Bonifazius. Fürbitten vor dem Baum hätten dann eine Südtirolerin und ihren Sohn geheilt, genauso wie einen taubstummen Mann.

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Diese Wunder machten die Maria im Birnbaum zu einem beliebten Wallfahrtsort, der heute noch viele Gläubige anzieht. Viele Votivbilder zeugen davon. Beim Umrunden des Altars sind Teile des Birnbaumes noch zu sehen.

Bürgermeister Echter berichtete, dass seine rund 2300 Einwohner zählende Gemeinde mit erneuerbarer Energie siebenmal mehr Strom erzeuge, als sie selber benötige. Nächstes Jahr wollen sie Erdöl-frei werden. Anderswo würden Windräder mit Protest empfangen, „bei uns spielte die Blasmusik, als die Windräder ankamen“, sagte das Gemeindeoberhaupt.

Besuchergruppen aus der ganzen Welt wollen sich das Konzept der Sielenbacher anschauen, die mit Windkraft, Sonnenenergie und Hackschnitzel weitgehend autonom sind. Und die Gemeinde wächst dank der günstigen Verkehrsanbindung und auch weil die Jugend im Dorf bleibe. Dafür habe Sielenbach günstige Wohnungen gebaut, „denn nicht jeder kann sich ein eigenes Haus leisten“. (AZ)

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