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Bauausschuss

21.03.2015

Mehr Plätze für Asylbewerber

In diesem ehemaligen Elektrofachmarkt an der Römerstraße entsteht eine weitere Asylunterkunft. Foto: Christian Kruppe

In der Römerstraße in Schwabmünchen entsteht eine weitere Unterkunft für bis zu 43 Menschen

Derzeit sind in Schwabmünchen 52 Asylbewerber am Mittelstetter Weg untergebracht. Doch dies ist zu wenig. Bürgermeister Lorenz Müller zitierte in der Sitzung des Bauausschusses aus einem Schreiben von Landrat Martin Sailer.

Dieser informierte darin auf die sich zuspitzende Unterbringungssituation im Landkreis hin. Dabei weist er auch auf den Verteilungsschlüssel hin, der aufzeigt, wie viel Flüchtlinge jede Landkreisgemeinde aufnehmen soll. Demnach sollten in Schwabmünchen 145 Asylbewerber untergebracht sein. Derzeit ist jedoch nur etwas mehr als ein Drittel dieser Vorgabe. Dies liegt jedoch nicht am fehlenden Willen Schwabmünchens, sondern am Mangel geeigneter Unterkünfte.

Nun können weitere bis zu 43 Plätze in Schwabmünchen geschaffen werden. Ein ehemaliger Elektromarkt in der Römerstraße, zuletzt wurde dieser von den Ulrichswerstätten genutzt, soll zum Flüchtlingsheim umgebaut werden. Betreiber der Unterkunft ist die Regierung von Schwaben, was Bürgermeister Lorenz Müller freut.

„Dadurch gibt es einen Hausmeister und hauptamtliche Sozialbetreuung, wie bei der bestehenden Unterkunft.“ Bei einer vom Landkreis betriebenen dezentralen Unterkunft ist dies nicht der Fall. Lob bekam auch der bereits existierende Helferkreis und die Kirchen Schwabmünchens, die beide ehrenamtlich die Flüchtlinge am Mittelstetter Weg betreuen und auch in der neuen Unterkunft helfen wollen. Befürwortende Einigkeit herrschte auch um Bauausschuss. Herbert Jauchmann (CSU) bemängelte nur den in den Plänen fehlende Aufenthaltsraum.

Müller stimmte dem zu und wird dieses Anliegen in der Stellungnahme zum Antrag miteinfügen. Die Schaffung eines solchen Raumes könnte jedoch die Anzahl der Plätze in der Unterkunft verringern. Josef Alletsee (Freie Wähler) ob Familien oder Einzelpersonen in die neue Unterkunft einziehen. „Derzeit laufen die Einschreibungen für Schule und Kindergarten. Da könnte es sonst zu Engpässen kommen,“ befürchtet er.

Lorenz Müller teilt diese Meinung und hat sich dahingehend auch schon erkundigt. „Da aber das Gebäude erst umgebaut werden muss und dies dauert, ist keine Auskunft zu bekommen“, so der Bürgermeister. Er hofft jedoch auf eine frühzeitige Mitteilung seitens der Behörden.

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