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Großaitingen

23.10.2019

Mehr Tempo-30-Zonen im Gespräch

Bei starkem Verkehrsaufkommen aus der Reinhartshofer Straße (weißer Kombi) soll die Ampel an der Lindauer Straße durch eine Überwachungskamera auf Rot geschaltet werden.
Bild: Hieronymus Schneider

Im Großaitinger Gemeinderat wird das Ergebnis der Verkehrsschau vorgestellt

Im September hat in Großaitingen die örtliche Verkehrsschau mit den Fachbehörden des Landratsamtes Augsburg, der Polizei und des Staatlichen Bauamtes stattgefunden. Unter den 15 Teilnehmern waren auch fünf Gemeinderäte. Das wesentliche Thema war die Geschwindigkeitsreduzierung, um gefährliche Verkehrssituationen zu minimieren. Die Verkehrspolizei Augsburg erklärte, dass es in Großaitingen keine Stelle gibt, die eine besondere Unfallhäufung aufweist. Aus Sicht der Polizei ist das Unfallaufkommen im Vergleich zu anderen Gemeinden des Landkreises Augsburg sehr niedrig.

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Bürger wollen eine Ampel

Zum Antrag mehrerer Bürger, eine Ampelanlage am südlichen und am nördlichen Ortsende zu installieren, stellten die Fachbehörden fest, dass auf der Staatsstraße 2035 sowohl die Frequentierung dieser Anlagen als auch die Unfallhäufung nicht groß genug sei, um Fußgängerschutzanlagen anzuordnen.

Dafür wurde empfohlen, an der Einmündung der Reinhartshofer Straße eine nicht aufzeichnende Verkehrskamera zu installieren, um bei hohem Verkehrsaufkommen aus Richtung Westen (Reinhartshofer Straße) eine Ampelgleichschaltung der beiden bestehenden Ampeln bei der Sparkasse und der Kirche zu erreichen. Somit würde eine Verkehrsberuhigung auf der Staatsstraße erzielt und das Abbiegen von der Reinhartshofer Straße einfacher und sicherer. Eine weitere Möglichkeit der Verkehrsberuhigung sei die Schaffung von Tempo-30-Zonen in Wohngebieten. Die Fachbehörden des Landratsamts und der Polizei vertreten mittlerweile den Standpunkt, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung in allen Wohngebieten Anwendung finden sollte. Die Verwaltung stellte im Vorfeld ein Entwurfskonzept zusammen, welche Straßen für Tempo 30 beziehungsweise Zone 30 in Betracht kämen. Die Anordnung der Zone 30 bedarf jedoch einer Einzelfallprüfung jeder Straße. Das Gesamtkonzept soll bis Mitte 2020 fertiggestellt sein.

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In der Schnitterstraße wird eine Einbahnstraße empfohlen

Für die Engstelle im westlichen Bereich der Schnitterstraße wird eine Einbahnstraße empfohlen. Diese Regelung könnte von West nach Ost bis in den Kreuzungsbereich Am Wiesherrgottle/Ottilienweg angeordnet werden. Ebenso sprachen sich die Fachbehörden für die Versetzung der Ortsschilder im Gewerbegebiet auf die Kreisstraße aus. Dadurch würde zum einen eine Reduzierung der Geschwindigkeit erzielt und zum anderen überflüssige Verkehrszeichen des Geschwindigkeitstrichters auf der Kreisstraße A34 abgebaut.

Abschließend wurde die Möglichkeit der Anordnung von Fußgängerüberwegen, speziell von Zebrastreifen, erörtert. Hierzu äußerten sich die Verkehrsexperten kritisch. Entlang der qualifizierten Staats- und Kreisstraßen kämen Zebrastreifen nicht in Frage, da der Verkehrsfluss dadurch stark beeinträchtigt würde. Bei allen sonstigen Ortsstraßen stellen Zebrastreifen zwar eine anerkannte Lösung dar, sie werden jedoch nicht als Querungshilfe für die „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer wie Kinder und Senioren empfohlen. Nach Ansicht der Behörden stellt der Zebrastreifen lediglich den Anschein für eine sichere Querung dar. Im Rahmen der Verkehrsschau wurden alle angefragten Standorte für Zebrastreifen bei den Kindergärten und der Schule abgelehnt.

Die nächste Gemeinderatssitzung findet am Dienstag, 19. November, ab 19.30 Uhr im Gemeindesaal an der Reinhartshofer Straße statt.

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