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Königsbrunn

03.03.2020

Mensch und Tier im Einklang: Das ist die neue Leiterin von Gut Morhard

Die Chemie passt: Astrid Bjerning ist die neue Leiterin von Gut Morhard und hat sich bestens eingelebt. Ziegen streicheln und pflegen gehört zum Job, genauso wie der Umgang mit Menschen und vieles mehr.
Bild: Claudia Deeney

Plus Sich um Tiere kümmern: Astrid Bjernig ist die Neue auf Gut Morhard in Königsbrunn. Warum das für sie ein Traumjob ist.

„Die Chemie passt“ – da sind sich Astrid Bjerning und Sabina Gassner einig. Und das ist für die neue Leiterin Bjerning auf Gut Morhard genauso wichtig wie für ihre Chefin Gassner. Letztgenannte ist Geschäftsführerin des Tierschutzvereins Augsburg , zu dem der Gnadenhof im Süden der Brunnenstadt gehört. Sie ist ist froh auf ihr Bauchgefühl gehört zu haben, wie sie sagt: „Astrid Bjerning hat bei uns im Tierheim Augsburg ihre Tierpflegerinnen-Ausbildung gemacht und ist danach immer mit uns in Kontakt geblieben.“

Als Gassner für das Tierparadies in Königsbrunn eine neue Leitung suchte, kam ihr die 26-Jährige aus Nürnberg in den Sinn. Denn Gut Morhard hat andere Anforderungen als ein Tierheim oder ein reiner Gnadenhof , wie Sabina Gassner ausführt: „Hier sind wir eine Begegnungsstätte für Mensch und Tier, eine Zufluchtsstätte für Tiere. Wir wollen ein lebendiges Zusammensein zwischen den Lebewesen und verstehen uns als eine offene Einrichtung.“

Tier mögen und gerne streicheln allein reicht für den Job nicht aus

Das sind nur ein paar Eckpfeiler des Konzeptes, welches sich unter anderem mit Tierschutzthemen aus landwirtschaftlicher Sicht sowie aus der Perspektive der Umwelt beschäftigt. Der Gnadenhof versteht sich zudem als Bildungseinrichtung, arbeitet beispielsweise mit Schulen zusammen, führt zahlreiche Veranstaltungen durch und müsse außerdem auf Wirtschaftlichkeit achten. Es gibt auf Gut Morhard viele ehrenamtlichen Mitarbeiter, die eine Leitung genauso motiviert und freundlich führen solle, wie die zahlreichen Besucher. Zu guter Letzt habe der Vorstand auch noch ein Wörtchen mitzureden und nicht zu vergessen: Die Tiere auf Gut Morhard brauchen eine Leitung, die sich mit ihrer Pflege auskennt.

Gut Morhard Leiterin Astrid Bjernig Auch die dreijährige Hündin Lea fühlt sich chihuahuawohl auf Gut Morhard. Seniorhündin Lena links teilt ihr Revier samt Schlapfplatz gerne.
Bild: Claudia Deeney

Eine Anforderungsprofil, das sehr vielseitig und anspruchsvoll sei und welches Astrid Bjerning bestens ausfüllt, zeigt sich Gassner überzeugt: „Tiere mögen und gerne streicheln alleine reicht für den Job nicht aus. Im Notfall muss man auch wissen was zu tun ist und die Tiere artgerecht versorgen können.“ Das kann Astrid Bjerning selbstverständlich und macht es auch wie sie sagt: „Klar, ich lege durchaus selbst Hand an.“ Sie ist schon seit einem halben Jahr in ihrer neuen Position tätig und kennt sich sehr gut aus. „Für mich ist das hier ein Traumjob “, sagt die 26-Jährige.

Über München und Nürnberg kommt die neue Leiterin nach Königsbrunn

Nach ihrer Ausbildung im Tierheim Augsburg 2014, wechselte sie zunächst auf einen reinen Gnadenhof in Richtung München. „Ein reiner Gnadenhof bedeutet nur Tiere, keine Menschen, keine Besucher. Das war auf die Dauer für mich zu einseitig“, erklärt sie. Deshalb entschloss sie sich noch eine Ausbildung in der Versicherungsbranche dranzuhängen und arbeitete anschließend in einer Werbemittelagentur in Nürnberg.

Sie hat aus Sicht von Gassner daher genau den richtigen Hintergrund, um das Tierparadies zu leiten und voranzubringen. Bjerning hingegen freut sich, dass sie in ihrer neuen Tätigkeit flexibel sein kann und ist gerne von Nürnberg nach Königsbrunn gezogen, wie sie ausführt: „Der Schritt fiel mir nicht schwer, ich habe noch viele Kontakte aus meiner Zeit im Tierheim Augsburg , auch zu ehemaligen Kollegen. Das passt alles sehr gut.“

Es gäbe kaum einen besseren Arbeitsplatz, sie habe die Freiheit und die Möglichkeit sich weiter zu entwickeln. Teilnahmen an Seminaren gehören ebenso zu den positiven Aspekten, wie die Möglichkeit neue Ziele in Angriff zu nehmen und umzusetzen. Neben den Veranstaltungen auf Gut Morhard möchte Bjerning zukunftsnah eine Umweltgruppe für Jugendliche ins Leben rufen, um unter anderem Aufklärungsarbeit zu leisten. Auch nutzt die selbst noch sehr junge Leiterin Medien wie Facebook und Instagram , um vor allem Kinder, Jugendliche sowie Familien zu erreichen. „Das kommt sehr gut an, die Resonanz ist prima. Ich poste auch mal lustige Sachen, die sich hinter den Kulissen abspielen“, sagt Bjerning fröhlich.

Auch bei den Hunden passt die Chemie

Öffentlichkeitsarbeit gehört ebenso zu ihrem Aufgabengebiet, mit dem Ziel das Tierparadies fit sowie modern zu machen für die Zukunft und so als Besuchermagnet Menschen anzulocken. Sie führe sehr gerne alle Besucher durch den Gnadenhof , der im Übrigen immer größer wird und jetzt auch eigene Parkplätze auf der gleichen Straßenseite hat. Auch mag sie es ihr Wissen weiterzugeben und fragt: „Wussten Sie, dass Ziegen gerne Fenchel fressen?“ Tiere sorgen für Lebensqualität, nehmen Sorgen weg und geben vielen Menschen einen Lebenssinn, da sind sich Sabina Gassner und Astrid Bjerning einig.

Nicht nur die beiden Frauen sind sich einig. Bjerning hat eine dreijährige kleine Chihuahua-Hündin namens Lea mit nach Gut Morhard gebracht. Dort lebt schon seit einigen Jahren die Labradorseniorin Leni und die zeigt sich ganz anschmiegsam und teilt sowohl Revier als auch Schmusedecke mit Lea: „Die Chemie passt halt einfach!“

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