1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Mickhausen verschafft sich ein dickes Ökokonto

Gemeinderat

21.03.2019

Mickhausen verschafft sich ein dickes Ökokonto

Da Teile des geplanten Erweiterungsbaus und fast der komplette Außenspielbereich des Mickhauser Kindergartens St. Wolfgang (Bild) im Außenbereich stattfinden, ist eine Ausgleichsfläche notwendig. Der Gemeinderat fand dieses Areal auf einer Wiese neben der Herrgottsruhkapelle.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Wiese an der Herrgottruhkapelle dient künftig als Ausgleich für nötigen Landverbrauch im Außenbereich

Die Schaffung einer Ausgleichsfläche stand im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Gremium war gefordert, für die Erweiterung des Katholischen Kindergartens St. Wolfgang am südlichen Ortsrand von Mickhausen eine Kompensationsfläche zur Verfügung zu stellen. Der Grund: Teile der geplanten Baumaßnahme und nahezu der gesamte Außenspielbereich kommen planungsrechtlich im Außenbereich zur Durchführung. Laut Baurecht muss dafür ein Ausgleich geschaffen werden.

Bürgermeister Hans Biechele schlug dafür eine gemeindeeigene Wiese neben der Herrgottsruhkapelle vor. Für das Grundstück sei ein Pachtvertrag abgeschlossen, der gemäß der Auflagen und Pflegehinweise der Unteren Naturschutzbehörde angepasst werden müsse. Der Pächter sei darüber bereits informiert worden, so der Gemeindechef.

Weiter machte Biechele aufmerksam, dass das ausgewählte Gelände um ein Vielfaches größer sei als die benötigte Kompensationsfläche. Er schlug daher vor, das verbleibende Areal dem Ökokonto der Gemeinde zuzuführen. Die Kommune würde auch künftig Ausgleichsfläche benötigen, sagte er.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Das Gremium folgte dieser Argumentation einstimmig. So werden vom Ökokonto der Ausgleichsfläche von insgesamt 37190 Wertpunkten für die Erweiterung des Kindergartens 2496 Wertpunkte „abgebucht“. Der Rest verbleibt bei der Kommune.

Großzügig zeigten sich die Mitglieder des Gemeinderats bei einem Antrag auf Förderung für den Schützenheim-Umbau. Der Vorsitzende der Alt-Schützen Mickhausen, Christian Schmid, bat um Übernahme unter anderem von Materialkosten in Höhe von 1117 Euro in Form eines Zuschusses. Die Arbeitsleistung erfolge durch den Verein. Hier bot der Bürgermeister gemäß den gesetzlichen Vorschriften einen Zuschuss von 850 Euro an. Die Gemeinderäte Dietmar Müller und Karin Schmid plädierten dagegen, den gesamten Betrag zu übernehmen. Das Gremium einigte sich schließlich mehrheitlich darauf, den von den Alt-Schützen genannten Betrag abzüglich 80 Euro zu bezuschussen.

Thema war auch das im Juli in Dinkelscherben stattfindende Landkreisfest. Dazu bat der Landrat in einem Schreiben um Vorschläge für Ehrungen von besonders engagierten örtlichen Persönlichkeiten. Auf die Schnelle wollten sich die Gemeinderäte dazu allerdings nicht äußern. Hans Biechele schlug daher vor, eventuelle Namen demnächst dem Bürgermeisterbüro vorzulegen.

Beim letzten Tagesordnungspunkt wurde der Bürgermeister persönlich. Im Zusammenhang mit der Planung zum Baugebiet Viehweidestraße habe er mitgeteilt, dass er sich auf die Liste zum Erwerb eines dortigen Bauplatzes eingetragen habe. Biechele verlas eine E-Mail, in dem nun ein Bürger ihm vorwarf, dass er sich als Gemeindeoberhaupt bei diesem Baugebiet „bediene“. Dazu sagte Biechele zunächst, dass über die Vergabe überhaupt noch nicht gesprochen worden sei. Dennoch ziehe er seine Bewerbung zurück, meinte er etwas verbittert.

Kein Verständnis für den E-Mail-Schreiber wies ein Teil der Gemeinderäte auf. Solche Vorwürfe brächten nur Unruhe in die Gemeinde und seien nichts anderes als nur nervig, hieß es. Eine andere Stimme verdeutlichte, auch ein Bürgermeister sei ein Bürger wie jeder andere und habe entsprechende Rechte.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren